Brustkrebstest hilft Patientinnen, unnötige Chemotherapien zu vermeiden

Brustkrebsrisiko - © dkfz.de

Studien haben gezeigt, dass nicht alle Brustkrebspatientinnen gleichermaßen von einer Chemotherapie profitieren. Eine bessere Kenntnis der individuellen biologischen Tumorbeschaffenheit einer Patientin erlaubt möglicherweise einen Verzicht auf die Chemotherapie mitsamt ihrer kurz- und langfristigen Nebenwirkungen.

Jährlich werden in Deutschland 60.000 Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert – circa ein Drittel von ihnen könnte von den Informationen des Oncotype DX Tests profitieren. Dennoch kommt der Test dieses Jahr voraussichtlich nur bei etwa 3.000 deutschen Patientinnen zum Einsatz. Grund hierfür ist das derzeitige Erstattungssystem: Dieses gewährt Patientinnen bislang keinen einheitlichen Zugang zu derartigen genomischen Tests – obwohl sie die Qualität der Behandlung erhöhen und gleichzeitig die Kosten für den Versicherer reduzieren können.

Außerhalb der USA haben mehr als 95 Millionen Patientinnen mittels Erstattung Zugang zum Oncotype DX Test. Der Test wurde 2012 im Rahmen des öffentlichen Gesundheitssystems von Irland genehmigt und wird als einziger Test in dem Entwurf der NICE-Leitlinie (Großbritannien) empfohlen. Diese soll die Entscheidungsfindung zur Chemotherapiebehandlung bei Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium begleitend unterstützen.

Der Oncotype DX Test ist Bestandteil der anerkanntesten Leitlinien Europas (St. Gallen Breast Cancer Expert Panel und European Society for Medical Oncology (ESMO)), der deutschen Leitlinien (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie (AGO) und Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)), und der Behandlungsleitlinien in den USA (Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (ASCO) und des US-amerikanischen Krebsnetzwerks (NCCN)). Weltweit haben bisher mehr als 19.000 Ärzte in über 70 Ländern mehr als 350.000 Oncotype DX Tests in Auftrag gegeben.

Signifikante Kostenersparnisse im Gesundheitssystem

Ärzte können anhand der zusätzlichen zur Verfügung stehenden Informationen individualisierte Behandlungsentscheidungen für Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium treffen. Somit trägt der Oncotype DX Test in einer Vielzahl von Gesundheitssystemen und unter verschiedenen Umständen konsequent zur Kostenersparnis bei. Mehr als 15 Kosten-Effektivitäts-Analysen weisen einheitlich auf die Kosteneffektivität des Oncotype DX Tests in Gesundheitssystemen Europas, Asiens, Israels und in Nordamerika hin. Eine in Deutschland durchgeführte Kosten-Effektivität-Analyse zeigt, dass der Oncotype DX Test im Rahmen des klinischen Alltages nicht nur den Behandlungsverlauf der Patientinnen verbessert, sondern Kosten für die Versicherer einspart.

Es stellt sich demnach die Frage, warum sich der GKV-Spitzenverband nach wie vor weigert, den Test zu erstatten, der den höchsten Evidenzgrad erzielt (LOE-1) und auch im Einklang mit den deutschen Leitlinien (AGO und DGHO) steht?

Über Genomic Health

Genomic Health Inc. ist ein Life Science Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von genombasierten klinischen Labordiensten im Bereich Krebs spezialisiert, mit deren Hilfe Mediziner und Patienten individuelle Behandlungsentscheidungen treffen können. Genomic Health Inc. führte im Jahr 2004 den Oncotype DX Brustkrebstest ein. Das Unternehmen wurde 2000 gegründet und hat seinen Sitz in Redwood City, Kalifornien. Die Zentrale der deutschen Landesgesellschaft ist seit 2011 in München.

Anita Urban
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In der kürzlich ausgestrahlten Berichterstattung von Frontal 21 (siehe http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/460#/beitrag/video/1925238/Frontal21-Sendung-vom-18-Juni-2013) äußerten Mediziner deutscher Kliniken ihre Bedenken hinsichtlich der Ungleichbehandlung im deutschen Gesundheitssystem. Oftmals erhalten Brustkrebspatientinnen keinen Zugang zu wichtigen genomischen Tests, obwohl diese eine individuelle Therapieentscheidung erlauben. Wie von Frontal 21 berichtet, profitieren deutsche Patientinnen, wenn überhaupt, erst nach erheblicher Verzögerung von Innovationen. Der Oncotype DX® Test ist ein Beispiel für eine solche Verzögerung.

NICE empfiehlt Genomic Health´s Oncotype DX® Brustkrebstest

München, 12. März 2013. Am 18. Februar hat das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) in Großbritannien eine überarbeitete Version des Dokuments zur diagnostischen Beratung bei genomischen Tests herausgegeben. In diesem Entwurf wird der Oncotype DX Test als einziger Multigen-Brustkrebstest für die klinische Anwendung bei einigen Patientinnen mit Östrogen-positivem, Lymphknoten-negativem und HER2- negativem, frühem Brustkrebs empfohlen, um die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie zu treffen.

Wir sind erfreut darüber, dass der Oncotype DX Test in der Position von NICE klar zu anderen genomischen Tests abgegrenzt wurde. Das Komitee erkennt besonders die Qualität der Daten in Bezug auf die Anzahl der durchgeführten klinischen Studien und die Konsistenz der Studienergebnisse an, die die extensive klinische Validierung des Tests reflektieren. Diese vorläufige Empfehlung stimmt überein mit den Empfehlungen von führenden internationalen Leitlinien zur Brustkrebstherapie wie ASCO® (2007), NCCN® (2008), ESMO® (2010) und St. Gallen (2011).

Bis heute wurde der Test in Großbritannien 1.000 Mal und weltweit in über 65 Ländern mehr als 335.000 Mal angewendet, um eine individualisierte Therapieentscheidung zu treffen. Von den mehr als 42.000 Patientinnen in Großbritannien, die jedes Jahr mit Brustkrebs diagnostiziert werden, können ca. die Hälfte von dem Test profitieren, da sie in einem frühen Stadium der Krankheit diagnostiziert werden. Viele von diesen würden laut Entwurf der NICE-Empfehlung für die Durchführung in Frage kommen.

In einigen europäischen Ländern sowie in den USA, Israel und in den großen Provinzen Kanadas wird der Oncotype DX Test für geeignete Patientinnen aufgrund seines nachgewiesenen klinischen Nutzens und seiner gesundheitsökonomischen Vorteile von mehreren Krankenkassen erstattet.

„Die NICE-Empfehlung zur Anwendung des Oncotype DX Tests in der klinischen Praxis ist ein wichtiger Schritt in Richtung personalisierter Medizin und verbesserter Versorgung der Patientinnen in Großbritannien. Diese Empfehlung ist auch wegweisend für den Zugang zu künftigen, klinisch relevanten genomischen Tests“, sagte Dr. Christer Svedman, medizinischer Leiter von Genomic Health in Europa. Das NICE-Dokument zur diagnostischen Beratung ist noch nicht die finale Empfehlung bezüglich dieser Technologien. NICE forderte weitere registrierte Interessenvertreter, medizinische Fachleute und die Öffentlichkeit dazu auf, diesen Entwurf bis zum 11. März 2013 zu kommentieren.

Um mehr über den Oncotype DX Test und seinen Nutzen für Ärzte und Patienten zu erfahren, besuchen Sie bitte www.oncotypeDX.de und www.meine-therapieentscheidung.de

Pressemitteilung der ipse Communication GmbH, Anita Urban


Krebszeitung

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