Der Mensch im Mittelpunkt

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Offene Krebskonferenz informiert Patienten umfassend

Dresden – Immer mehr Menschen leben heute viele Jahre oder Jahrzehnte mit Krebs. Unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ bietet die 5. Offene Krebskonferenz (OKK) am 19. Oktober 2013 in Dresden umfassende Informationen über die verschiedensten Krebserkrankungen und aktuelle Therapiestrategien sowie ein interessantes Rahmenprogramm. Darüber hinaus beschäftigt sich die OKK damit, wie es den Betroffenen mit dieser Krankheit geht und welche Einschränkungen das Leben mit Krebs mit sich bringt.

„Die Diagnose Krebs ist für viele Betroffene ein schwerer Schock. Mit der neuen Lebenssituation kommen zahlreiche Fragen und Ängste auf“, sagt Dr. h. c. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Wir helfen den Betroffenen und ihren Angehörigen mit allgemeinverständlichen, unabhängigen und qualitätsgesicherten Informationen über ihre Erkrankung. Darüber hinaus geben wir ihnen Möglichkeiten für einen Austausch mit Ärzten, anderen Betroffenen und Organisationen wie der Deutschen Krebshilfe.“

Laut Professor Dr. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, sind heute rund 50 Prozent aller Krebsfälle dank medizinischer Fortschritte heilbar. „Knapp 1,5 Millionen Menschen leben derzeit in Deutschland bereits fünf Jahre oder länger mit ihrer Krebserkrankung“, so der Experte. „Doch auch wenn die Krankheit in vielen Fällen beherrschbar erscheint, so stellt sie Patienten und Angehörige vor große Herausforderungen. Daher ist der Bedarf nach patientengerechten, fundierten Informationen stark angestiegen.“

„Gerade mentale Prozesse sowie psychische und körperliche Funktionen können auch lange nach der Behandlung noch eingeschränkt sein und so beispielsweise die Berufsfähigkeit aber auch den Alltag und die Lebensqualität stark beeinträchtigen“, erklärt Professor Dr. Anja Mehnert, Leiterin der Sektion Psychosoziale Onkologie am Universitätsklinikums Leipzig. „Unser Ziel ist es vor allem, Menschen im Umgang mit den vielfältigen Krankheitsfolgen zu unterstützen, ihren Lebenssinn und die Hoffnung zu stärken und neue Ziele zu setzen.“ Dass der Bedarf hierfür noch weiter wachsen wird, davon ist Professor Mehnert überzeugt:

„Wir sehen erst heute, was es bedeutet, dank des medizinischen Fortschritts mit Krebs viele Jahre weiter zu leben – auch mit einer unheilbaren Prognose. Hier mit qualifizierten Angeboten helfen zu können, darauf müssen wir uns alle einstellen.“ Frau Professor Mehnert sowie viele weitere Experten und Selbsthilfevertreter werden den Besuchern der OKK mit Rat und Tat zur Seite stehen.

„Seit vielen Jahren liegt im Freistaat Sachsen ein besonderes Augenmerk auf der Information und dem Dialog mit Betroffenen, Angehörigen und Interessierten zu allen Fragen der Früherkennung, der Diagnose, der Behandlung und des Lebens mit dem Krebs sowie der Beratung von Betroffenen und Angehörigen in den Beratungsstellen der Krebsgesellschaft“, sagt Professor Dr. Ursula G. Froster, Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Krebsgesellschaft.

„Vor diesem Hintergrund ist es für uns eine große Freude und auch eine Anerkennung unserer bisherigen Aktivitäten, wenn die Offene Krebskonferenz in diesem Jahr in unserer Landeshauptstadt Dresden Station macht.“

Das gemeinsame Forum für Betroffene, deren Angehörige und Interessierte kommt nach Veranstaltungen in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München erstmals nach Sachsen. Veranstalter ist die Sächsische Krebsgesellschaft in enger Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe.

Die OKK richtet sich an Betroffene, deren Angehörige und Interessierte. Der Eintritt ist frei. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt. Wie schon bei früheren Kongressen werden auch dieses Mal wieder 800 Besucher aus dem In- und Ausland erwartet. Zugang zum OKK-Programm erhalten Interessierte unter www.okk2013.de.

Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft


Krebszeitung

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