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Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit andererRauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer

Berlin (jft) – Am 31. Mai 2009 ist Welt-Nichtrauchertag. Unter dem diesjährigen Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ fordern Gesundheitsexperten weltweit die Einführung von bildlichen Warnhinweisen auf Tabakverpackungen. „Rauchen ist der größte vermeidbare Gesundheitsrisikofaktor und verantwortlich für ein Drittel aller Krebserkrankungen“, betonte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, anlässlich einer Pressekonferenz heute, am 26. Mai 2009, in Berlin. „Wir müssen handeln und die Raucherquoten senken!“ Die Deutsche Krebshilfe ist Mitglied im AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN.

Experten fordern bildliche Warnhinweise auf Zigarettenschachteln News Grafik

Für Luk Joossens aus Brüssel, ein international anerkannter Experte für Tabakkontrolle, ist die deutsche Verzögerungstaktik bei der Einführung der bildlichen Warnhinweise nicht nachvollziehbar: „Bildliche Warnhinweise sind essentieller Bestandteil einer erfolgreichen Tabakkontrolle. Seit 2003 empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Union diese einfach umzusetzende und effektive Art der gesundheitlichen Aufklärung.“ In 24 Ländern, darunter Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, und Thailand, sei festgestellt worden, dass die schockierenden Bilder einen tiefen Eindruck beim Betrachter hinterlassen – insbesondere bei jungen Menschen. In diesen Ländern reduzierten Raucher ihren Tabakkonsum.

In einer 2007 veröffentlichten Studie mit 15.000 Rauchern gaben 80 Prozent der Teilnehmer an, dass abschreckende Bilder sie zum Nachdenken über ihr Rauchverhalten angeregt hätten. „Besonders wirksam sind Bilder von echten Krebsgeschwüren“, so Joossens.

„Im europäischen und internationalen Vergleich hinkt Deutschlands Tabakkontrollpolitik immer noch hinterher“, sagte Dr. Uwe Prümel-Philippsen vom AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Gesundheitsschutz weniger wichtig ist als politische Erwägungen.“ Deutliche Anzeichen dafür seien der Flickenteppich beim Nichtraucherschutz in der bundesdeutschen Gastronomie und das Fehlen eines Aktionsprogramms zur Verminderung des Rauchens. Es liege zwar ein Entwurf für ein „Nationales Aktionsprogramm zur Tabakprävention“ vor. Jedoch seien die Korrekturwünsche aus Wissenschaft und Praxis bisher zu wenig berücksichtigt worden. „Daher fordern wir die zügige Überarbeitung des Entwurfes sowie die sofortige Einführung von bildlichen Warnhinweisen in Deutschland“, so Prümel-Philippsen.

In Deutschland rauchen gegenwärtig rund 20 Millionen Menschen. „Wir wollen die Raucherquote nachhaltig senken und fordern jeden Bürger auf, sich zu beteiligen“, so Schipanski. „Je mehr Menschen ihre politischen Vertreter in den Landesparlamenten und im Bundestag davon überzeugen, dass der Gesundheitsschutz unverzichtbar ist, desto stärker wird der politische Druck.“ Die langjährigen Kampagnen der Gesundheitsorganisation zeigen Wirkung: Die Quote der Raucher bei den 12- bis 17-jährigen Jugendlichen ist in Deutschland innerhalb von acht Jahren von 27,5 auf 15,5 Prozent gefallen.

Anlässlich des Welt-Nichtrauchertages geben die Deutsche Krebshilfe und das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN ein Poster sowie weitere Informationen zum Thema Nichtrauchen heraus. Die Materialien sind kostenfrei erhältlich bei der Deutschen Krebshilfe unter der Telefonnummer 0228/72 99 00 und im Internet und unter www.tabakkontrolle.de und www.weltnichtrauchertag.de.

Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHENDas AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN ist ein Zusammenschluss namhafter Organisationen des Gesundheitswesens in Deutschland. Es wurde mit dem Ziel gegründet, Maßnahmen zur Eindämmung der Gesundheitsgefahr „Rauchen“ auf politischer Ebene anzuregen, zu fördern und zu begleiten. Folgende Organisationen bilden das Steuerungsgremium des AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN: Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, Bundesärztekammer, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie,  Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Deutsches Krebsforschungszentrum, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe und Deutsche Lungenstiftung. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.abnr.de.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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