FDA warnt vor betrügerischen Krebsmitteln

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Ein Mittel gegen jede Form von Krebs, eine sanfte Alternative zur Chemotherapie, natürliche Heilung mit Kräutern – die meisten Tumorpatienten wissen, was sie von solchen Versprechungen zu halten haben. Das Geschäft mit der Angst lohnt sich trotzdem: Produkte, die als angebliche Wunderwaffe gegen Krebs beworben werden, verkaufen sich meist höchst erfolgreich.

U.S.-amerikanische Arzneimittelbehörde mahnt Anbieter alternativer Krebstherapien ab

In den USA hat nun die zuständige Arzneimittelbehörde 23 Firmen abgemahnt: Sie bewarben ihre Produkte im Internet mit Aussagen, die einen Einfluss auf eine Krebserkrankung suggerierten. Die „Food and Drug Administration“ (FDA) geht insbesondere gegen Aussagen vor wie „heilt alle Krebsarten“ oder „wirkt gegen Krebszellen und schont gesundes Gewebe“.

Betroffen sind insgesamt 125 Produkte, darunter „Heilpilze“ wie der auch in Deutschland populäre Mandelpilz Agaricus, Reishi- oder Shii-Take-Pilze, Kräutertees wie Essiac und andere pflanzliche Mittel, die angeblich auf traditionelle schamanische Medizin zurückgehen. Betroffen sind aber auch Produkte mit Vitaminen und Mineralstoffen. Viele dieser Mittel werden nicht nur in den USA, sondern auch in Europa vermarktet und können zum Beispiel aus Deutschland über das Internet bestellt werden.

Die U.S.-Arzneimittelbehörde weist darauf hin, dass nicht nur die Wirksamkeit der Mittel nicht belegt ist. Auch zu ihrer Sicherheit oder möglichen Nebenwirkungen fehlen jedwede Unterlagen. Wie in den USA sind die entsprechenden Produkte auch in Deutschland nicht einmal als Arzneimittel zugelassen. Es handelt sich vielmehr um so genannte Nahrungsergänzungsmittel: Diese werden weder in Studien auf eine therapeutische Wirkung hin geprüft noch müssen sie ein Zulassungsverfahren wie „echte“ Medikamente durchlaufen.

Die FDA warnt Verbraucher und Patienten ausdrücklich vor diesen „falschen Krebskuren“ und den „betrügerischen Versprechen“ auf den Internetseiten ihrer Anbieter.

Weitere Informationen

Die Pressemitteilung der U.S.-Food and Drug Administration ist unter
www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2008/NEW01852.html
in englischer Sprache abrufbar.

Eine Liste der betroffenen Produkte bietet die FDA unter
www.fda.gov/bbs/topics/factsheets/fakecancercures.html.

Warum Nahrungsergänzungsmittel keinen  Stellenwert in der Behandlung von Tumoren haben, erläutert der Krebsinformationsdienst KID in seinem Text
„Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel“.

Patienten, die individuelle Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln haben oder Produkte aus den USA verwenden, können sich an den KID-E-Mail-Service wenden, unter
krebsinformationsdienst@dkfz.de.

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Unter: 06221 – 42 42 00 finden Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, Unterstützung und Beratung, Montag bis Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr, im Internet unter >www.tabakkontrolle.de.

Pressemitteilung vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)


Krebszeitung

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