Keine Zweiklassenmedizin in der Krebsversorgung

Kongress - pixabayKongress - pixabay

Köln, 10. April 2013 – Hohe Kommunikationskompetenz, keine Medizin nach Versichertenstatus: In einer aktuellen Befragung stellen Patienten den niedergelassenen Krebsspezialisten ein hervorragendes Zeugnis aus. Ob alt oder jung, Mann oder Frau, gesetzlich oder privat versichert: Quer durch alle Patientengruppen gibt es hohe Zustimmungswerte.

Niedergelassenen Ärzten wird in der gesundheitspolitischen Debatte gerne unterstellt, dass sie Patienten im Minutentakt abfertigten, nur am Geld interessiert seien und allenfalls Privatpatienten die volle Aufmerksamkeit zukommen ließen. Für die niedergelassenen Hämatologen und Onkologen konnten diese Vorurteile jetzt in einer umfangreichen Patientenbefragung auf ganzer Linie widerlegt werden. „Die Patienten fühlen sich bei niedergelassenen Krebsspezialisten sehr gut aufgehoben. Sie loben die hohe Kommunikationskompetenz, kurze Wartezeiten und eine rasche Terminvergabe“, betont PD Dr. Stephan Schmitz, Vorsitzender des Berufsverbands der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland – BNHO e.V..

Niedergelassene Hämatologen und Onkologen schultern als ambulante Krebsspezialisten einen erheblichen Teil der Krebsversorgung in Deutschland. Sie verfügen über umfangreiche Netzwerke, in die Hausärzte, Fachärzte und stationäre Einrichtungen eingebunden sind und kümmern sich um die Versorgung ihrer Patienten in allen Stadien der Erkrankung. In der aktuellen Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (WINHO) wurden 267 niedergelassene Hämatologen und Onkologen kontaktiert. Insgesamt wurden über 12.000 Patienten-Fragebögen zurückgesandt, ein Rücklauf von 80 Prozent.

Beste Ergebnisse für Onkologische Schwerpunktpraxen

Das Kernergebnis: Krebspatienten fühlen sich in Onkologischen Schwerpunktpraxen nicht nur medizinisch gut versorgt, sondern auch emotional unterstützt. Insbesondere loben sie die offene und patientenorientierte Gesprächsführung. Auf einer Skala von 0 bis 100 werden Punktwerte zwischen 80 und 90 erreicht. In Schulnoten ausgedrückt: Gut bis sehr gut. „Niedergelassene Krebsspezialisten können sich für das ärztliche Gespräch mit Patienten und ihren Angehörigen Zeit nehmen. Sie praktizieren die immer wieder angemahnte sprechende Medizin tagtäglich. Das dürfte ein wichtiger Grund für die ausgezeichnete Bewertung des Kommunikationsverhaltens sein“, so Schmitz.

Besonders erfreulich ist, dass sowohl von privat als auch von gesetzlich Versicherten hohe Zustimmungswerte kommen. Deutlich wird das zum Beispiel bei der Terminvergabe und den Wartezeiten. Sowohl die gesetzlich als auch die privat versicherten Patienten sind zu jeweils über 90 Prozent mit der Terminvergabe und zu jeweils 75 bis 80 Prozent mit den Wartezeiten zufrieden. „Das zeigt, dass in der ambulanten Krebsversorgung keine Zweiklassenmedizin betrieben wird“, so Schmitz.

Über den BNHO e.V.

Der Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland – BNHO e.V. ist im Mai 2000 mit Sitz in Berlin gegründet worden und vertritt bundesweit die berufspolitischen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Interessen seiner Mitglieder. Aktuell sind 575 niedergelassene Fachärzte der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie bzw. mit vergleichbarer hauptamtlicher onkologischer Tätigkeit im Berufsverband Mitglied. Die im BNHO zusammengeschlossenen Hämatologen und Onkologen behandeln jährlich gut 600.000 Krebskranke. Der Vorstand besteht aus acht Personen und wird alle drei Jahre gewählt. Die Geschäftsstelle befindet sich in Köln.

Kontakt:
PD Dr. Stephan Schmitz, Vorsitzender
Armin Goetzenich, Geschäftsführer
BNHO e.V.
Geschäftsstelle
Sachsenring 57
50677 Köln
Tel.: 02 21 – 99 87 98 0
Fax: 02 21 – 99 87 98 22
E-Mail:info@bnho.de
Web: www.bnho.de


Krebszeitung

--Download Keine Zweiklassenmedizin in der Krebsversorgung als PDF-Datei --