Krebsmedizin in Deutschland weiter verbessern

Strahlentherapie - Quelle: Deutsche KrebshilfeStrahlentherapie - Quelle: Deutsche Krebshilfe

Berlin (ct) – Die Deutsche Krebshilfe hat für ihre Arbeit im Jahr 2005 insgesamt 83,3 Millionen Euro aus der Bevölkerung erhalten. Mit den ihr anvertrauten Spenden förderte sie 216 neue, richtungweisende Projekte. „Wir haben die Krebsforschung weiter voran gebracht, sind Defizite in der Patientenversorgung angegangen und haben somit maßgeblich dazu beigetragen, die Versorgung krebskranker Menschen in Deutschland weiter zu verbessern“, sagte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, heute, am 29. Juni 2006, bei der Jahres-Pressekonferenz in Berlin. Sie dankte den Bürgern für das Vertrauen, das sie in die Arbeit der Deutschen Krebshilfe setzen: „Unsere Aktivitäten und Erfolge sind nur möglich durch die anhaltende Unterstützung aus der Bevölkerung“, so Schipanski.

Deutsche Krebshilfe stellt Jahresbilanz 2005 vor

Nach dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ hilft die Deutsche Krebshilfe Betroffenen und ihren Angehörigen, fördert die Krebsforschung und informiert die Bevölkerung über das Thema Krebs sowie die Möglichkeit der Krebs-Prävention und -Früherkennung. „Wie wichtig unsere Arbeit ist, kann man nach Aussagen von Ärzten, Wissenschaftlern, Patienten, aber auch von Politikern daran festmachen, dass es um die Krebsforschung und die Versorgung krebskranker Menschen in Deutschland ohne die Deutsche Krebshilfe schlecht bestellt wäre“, sagte Schipanski.

Die Deutsche Krebshilfe hat im letzten Jahr zahlreiche neue Förderschwerpunkte definiert, Konzepte erarbeitet und Förderprogramme auf den Weg gebracht, wie beispielsweise auf dem Gebiet der Krebsforschung, der psychosozialen o­nkologie, der Palliativmedizin sowie ein Förderprogramm zur Einrichtung von o­nkologischen Exzellenzzentren. „Die Etablierung von o­nkologischen Spitzenzentren in Deutschland ist ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Krebsmedizin“, sagte Professor Dr. Otmar Wiestler, Vorsitzender des Beirats und Mitglied des Vorstands der Deutschen Krebshilfe, bei der Jahres-Pressekonferenz. Kernelemente dieser Zentren sind die verbesserte fachübergreifende Kooperation, um jedem Patienten die optimale Therapie zukommen zu lassen, die Patientenversorgung nach Leitlinien sowie die Verzahnung von Forschung und Krankenversorgung. „Dieses Programm wird die Deutsche Krebshilfe mit bis zu 15 Millionen Euro fördern und den Entwicklungsprozess der Spitzenzentren aktiv mit internationalem Sachverstand begleiten“, so Wiestler.

Defizite sieht die Deutsche Krebshilfe in der klinischen Krebsforschung sowie im Fehlen von evidenzbasierten Leitlinien zur Krebs-Prävention, -Früherkennung, -Diagnostik, -Therapie und -Nachsorge. „Die Finanzierung klinischer Studien in der o­nkologie, ohne die kein Fortschritt in der Krebsmedizin möglich ist, liegt mittlerweile fast ausschließlich in den Händen der Deutschen Krebshilfe“, sagte Wiestler. Bund und Länder haben sich weitgehend aus der Förderung der klinischen Krebsforschung zurückgezogen. „Hier sind Absprachen zwischen den großen forschungsfördernden Organisationen – Bundesministerium für Forschung und Bildung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Deutsche Krebshilfe – erforderlich. Erste Gespräch haben in der Zwischenzeit stattgefunden“, berichtete Wiestler. Darüber hinaus finden junge Ärzte in Deutschland immer weniger Zeit, neben der Krankenversorgung Forschung zu betreiben. Die Deutsche Krebshilfe fördert daher gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Die Einnahmen der Deutschen Krebshilfe lagen im Jahr 2005 bei insgesamt 83,3 Millionen Euro. Den größten Einnahmeposten stellten die Erbschaften und Vermächtnisse mit 34,4 Millionen Euro dar. „Besonders dieser Posten zeigt, wie viel Vertrauen die Menschen in die Arbeit der Deutschen Krebshilfe haben“, sagte die Präsidentin der Organisation. Rund 23,5 Millionen Euro erhielt die Deutsche Krebshilfe aus Einzelspenden und Mitgliedsbeiträgen. Aus Veranstaltungen, Aktionen, Kondolenzen, Bußen und Jubiläen flossen ihr 7,1 Millionen Euro zu.

Größte Posten bei den Ausgaben waren 2005 die klinischen Maßnahmen einschließlich der klinischen Forschung mit einem Fördervolumen von 41,5 Millionen Euro sowie die Förderung der grundlagenorientierten Forschung mit 9,8 Millionen Euro. 3,7 Millionen Euro stellte die Deutsche Krebshilfe für Projekte zur Bekämpfung der Krebskrankheiten im Kindesalter bereit. 5,3 Millionen Euro flossen in ihren Härtefonds. Dieser Fonds kann von Menschen in Anspruch genommen werden, die durch eine Krebserkrankung in finanzielle Not geraten sind. Monatlich baten im letzten Jahr 2.100 Menschen schriftlich, telefonisch oder per E-Mail den Informations- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe um Hilfe. Die Organisation verschickte im Jahr 2005 insgesamt 3,4 Millionen kostenfreie Informationsbroschüren. Die allgemeinen Verwaltungskosten der Deutschen Krebshilfe lagen bei drei Prozent.

Die deutsche Krebshilfe im Internet: www.krebshilfe.de

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Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


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