Prostatakrebs

Unter dem Rasterelektronenmikroskop: Hydrogel mit hoher Porendichte als mögliche Basis eines Prostata-Modells (Aufnahme: Dr. Friederike J. Gruhl, KIT)

Rund 30.000 Männer in Deutschland erkranken jährlich an Prostatakrebs. Damit ist diese Krebsart mit Abstand die häufigste bei Männern.

Der 14. März 2003 war ein wichtiger Tag für die Krebs-Früherkennung in Deutschland. Auf Antrag des Saarlandes hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, den Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen zu veranlassen, die prostataspezifische Antigen-Testung (PSA-Testung) als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung in die Richtlinien über die Früherkennung von Krebserkrankungen aufzunehmen.

PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs

Die PSA-Bestimmung ist bis heute nur in 2 Fällen eine Leistung der GKV:

  • Bei Verdacht auf Prostatakarzinom
  • Zur Verlaufskontrolle eines Prostatakarzinoms.

Bei den Krebsneuerkrankungen belegt der Prostatakrebs Platz 2 und bei den krebsbedingten Sterbeursachen Platz 3. In Zahlen ausgedrückt heißt dies, dass es etwa 700.000 Behandlungsfälle in Deutschland gibt und hier beinahe 15.000 Männer jährlich an den Folgen des Prostatakarzinoms sterben.

Nach Ansicht des Bundesrates hat sich die PSA-Testung als wichtiges diagnostisches Verfahren in der Erkennung des Prostatakrebses erwiesen, das einen wichtigen frühzeitigen Hinweis bei Krebsverdacht gebe. Die gegenwärtig vorgesehene rektale Abtastung der Prostata als Vorsorgeuntersuchung sei als Früherkennungsmethode nicht ausreichend. Selbst sehr versierte Fachärzte könnten mit dieser Untersuchungsmethode bereits bestehende Prostatakarzinome nur in einem Prozent der Fälle ertasten. Demgegenüber stelle die PSA-Testung eine erheblich genauere Untersuchungsmethode dar. Durch die frühe Feststellung von Tumoren würden zusätzlich die Heilungschancen der Betroffenen erheblich verbessert.


Krebszeitung

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