Verbindung zwischen genetischer Veränderung und Darmkrebs belegt

Mikroskopische Aufnahme eines Gewebsschnitts durch einen Dickdarmtumor mit Spezialfärbung: Die blau angefärbten Zellen produzieren den Wachstumsfaktor Epiregulin. Es handelt sich zum Großteil um Bindegewebszellen (Tumorfibroblasten). - Foto: Dr. Clemens Neufert

Australische Wissenschaftler haben eine genetisch bedingte Anfälligkeit für Darmkrebs aufgedeckt. Die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Studie legen nahe, dass ein Großteil der Patienten, in deren Familien es eine Vorgeschichte von Darmkrebs gibt, eine Veränderung in ihrem MYH Gen aufweist. Laut Professor Rodney Scott, Studiengangsleiter für Medical Genetics and der Faculty of Health der University of Newcastle, ist das MYH Gen in jedem Menschen vorhanden. Allerdings sind Personen, die eine Mutation dieses Gens aufweisen, einer deutlich größeren Gefahr ausgesetzt, an Darmkrebs zu erkranken.

„Noch gibt es viele unbeantwortete Fragen zu diesem Gen“, so Professor Scott. „Die Ergebnisse der Studie erlauben es uns aber erstmals, die Personen zu bestimmen, die sich einer regelmäßigen Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung unterziehen sollten.“ Das MYH Gen steht laut Professor Scott mit einem speziellen DNA Ausbesserungsprozess in Verbindung. Dieser reduziert die Auswirkungen von umweltbedingten schadhaften Veränderungen der DNA, wie sie beispielsweise durch Karzinogene ausgelöst werden. Die Studie hat auch gezeigt, dass keine andere Krebsart überproportional bei den Patienten vertreten war, die die MYH Genmutation aufwiesen. Dies bedeutet, dass Methoden der Krebsvorsorge nun auch gezielt für Darmkrebs eingesetzt werden können.

„Veränderungen am MYH Gen wurden bereits in der Vergangenheit mit der Bildung multipler Adenoma im Dickdarm und damit einem erhöhten Darmkrebsrisiko in Verbindung gebracht“, erläutert Professor Scott. „Durch die genauere Untersuchung des MYH Gens und seiner Verbindung zu Darmkrebs und anderen Krankheiten können wir nun den gefährdeten Personenkreis besser bestimmen.“

Weitere Informationen in englischer Sprache:
Prof. Rodney Scott
Tel.: +61-2-492 14974,
Email: Rodney.Scott@newcastle.edu.au

Weitere Informationen finden Sie unter:
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Pressemitteilung Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke- Heinemann, Sabine Ranke-Heinemann


Krebszeitung

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