Visionen für die künftige Krebsdiagnostik

Einladung für den Workshop - Visions for future Diagnostics Grafik: die superpixel - Büro für Gestaltung und IllustrationEinladung für den Workshop - Visions for future Diagnostics Grafik: die superpixel - Büro für Gestaltung und Illustration
Einladung für den Workshop - Visions for future Diagnostics Grafik: die superpixel - Büro für Gestaltung und Illustration

Einladung für den Workshop – Visions for future Diagnostics Grafik: die superpixel – Büro für Gestaltung und Illustration

Krisen bieten die Chance, ein Umdenken anzuregen. Obwohl die Industrie im Bereich der optischen Technologien für Medizin und die Life Sciences (der Biophotonik) augenblicklich offenbar kaum von der Wirtschaftskrise betroffen ist, so kommt eine andere Krise unausweichlich auf sie und die Gesellschaft zu – die Überalterung und die damit verbundenen Folgen für die Gesundheitssysteme.

Krankheiten früher als bisher diagnostizieren, ihre Ursachen verstehen und mit schonenden und gezielten Verfahren heilen – all dies machen neueste optische Technologien möglich. Besonders die steigende Zahl an Krebserkrankungen ließe sich mit ihnen effektiver bekämpfen. Doch damit diese innovativen Verfahren schnell und in bedarfsgerechter Form in Kliniken und Forschungslabors ankommen, müssen Anwender und Entwickler enger zusammenarbeiten. Einen Impuls hierfür soll der Workshop „Visions for Future Diagnostics“ vermitteln, der am 17. Juni 2009 im Rahmen der Weltleitmesse für Optische Technologien LASER World of PHOTONICS stattfindet.

Workshop: Wege aus der Krise – Visionen für die künftige Krebsdiagnostik

Eine Studie der Unternehmensberatung Krauss & Deloitte aus dem Jahr 2005 hat den fehlenden interdisziplinären Austausch zwischen Physikern, Ingenieuren, Chemikern und Biologen mit den Anwendern und Ärzten als den Hauptfaktor identifiziert, der das Wachstum der Branche begrenzt. „Die notwendige Inter-disziplinarität wird zwar oft beschworen, in der Praxis bisher aber nicht genug gelebt“, berichtet Prof. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Jenaer Instituts für Photonische Technologien und Leiter des Institutes für Physikalische Chemie an der Universität Jena. Um den Austausch im komplexen Fachgebiet zu fördern, existieren sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene Fördernetzwerke wie das EU- Exzellenznetzwerk „Photonics4Life“ oder der Forschungsschwerpunkt Biophotonik des BMBF. Mit beiden Netzwerken und der europäischen Technologieplattform Photonics21organisiert Popp auf der LASER World of PHOTONICS nun den Workshop „Visions for future diagnostics“.

Zum Workshop am 17. Juni treffen sich Vertreter der verschiedenen Disziplinen auf dem eigens für das Thema Biophotonik auf der Messe eingerichteten Forum. Ärzte bzw. Anwender werden dann als aktive Impulsgeber agieren, indem sie Ihre Bedürfnisse benennen und damit die Entwicklungsrichtung in der Biophotonik vorgeben. Insbesondere werden sie konkrete Anforderungen und Parameter an die Forscher und Hersteller weiter geben, die wiederum die System- und Komponentenentwickler adressieren. So initiieren die Teilnehmer gemeinsam eine zielgerichtete und applikationsgetriebene Forschung und Entwicklung entlang der Wertschöpfungskette, die den Kampf gegen Krebs für die nächsten Jahre koordiniert. „Wenn die Parteien ausschließlich technologiefokussiert sind, verliert man leicht das Ziel aus den Augen und Krebs ist auf einmal kein Problem des Patienten mehr, sondern des Mikroskops!“ betont der Hamburger Pathologe, Professor Axel Niendorf, der auf dem Workshop für die Ärzte sprechen wird und den Workshop mit organisiert hat.

Biophotonik – ein Wachstumsmarkt, der bereits heute viele Arbeitsplätze in Deutschland und Europa sichert

Rund ein Drittel des Weltmarktvolumens für Biophotonik-Produkte von etwa 14 Mrd. Euro wird in der Europäischen Union erwirtschaftet. Zu diesem Teil tragen deutsche Hersteller maßgeblich bei; sie gehören in den Bereichen der Mikroskopie, der Endoskopie und der Ophthalmologie zu den Weltmarktführern. Dagegen konnte die deutsche Biophotonik- Industrie den besonders wachstums-starken Markt der optischen Systeme für die Biotechnologie und Pharmaforschung bisher nur schwach besetzen wie aus einer Studie des BMBF hervorgeht. Angesichts der großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der Biophotonik wurden in den vergangenen Jahren nicht nur in der EU und Deutschland, sondern weltweit teils hochdotierte Förderprogramme aufgelegt. Erste Erfolge der deutschen Förderinitiative finden sich im Rahmen einer Ausstellung ebenfalls auf der LASER-Messe.

Pressevertreter sind zum Workshop „Visions for Future Diagnostics“ (Mi 17.6. 10:00 – 14:30, Halle B1, Biophotonik-Forum) herzlich eingeladen.

Im Anschluss daran besteht die Gelegenheit für Interviews mit den Referenten sowie einen Rundgang über die Ausstellung der BMBF-Förderprojekte zur Biophotonik. Bitte kontaktieren Sie uns hierzu im Vorfeld. Die Presseakkreditierung für die LASER World of PHOTONICS ist sowohl online (www.world-of-photonics.net/de/laser/presse) als auch vor Ort am Pressezentrum möglich.

Hintergrund Forschungsschwerpunkt Biophotonik

Das Bundesforschungsministerium fördert im Forschungsschwerpunkt Biophotonik seit dem Jahr 2002 Verbundprojekte, in denen Wissenschaft und Industrie optische Lösungen für biologische und medizinische Probleme erarbeiten. Seither haben rund 120 Institutionen – Unternehmen, Universitäten und sonstige Forschungs-einrichtungen – ihre Kräfte in 30 Forschungsprojekten gebündelt. Dazu investierten beteiligte Industrieunternehmen und das BMBF jeweils fast 50 Millionen Euro.

Photonics4Life

Das Netzwerk Photonics4Life ist ein von der EU innerhalb des 7. Rahmen-programms mit 4 Mio. Euro geförderter Zusammenschluss von 13 erstklassigen Forschungseinrichtungen, die sich die Aufgabe gestellt haben, die Potentiale der Biophotonik in Europa bestmöglich zu erschließen. Ab Mitte Juni öffnet sich das bisher rein akademische Netzwerk auch gegenüber der Industrie. In einem Industrial User Club können Firmen dann Zugang zu Forschungsergebnissen erlangen und an gemeinsamen Forschungsprojekten teilnehmen.

Ansprechpartner:

Forschungsschwerpunkt Biophotonik

Prof. Dr. Jürgen Popp
Sprecher
IPHT Jena

Tel 03641/ 206 300
Fax 03641/ 206 399

juergen.popp@ipht-jena.de

Dr. Marion Jürgens,
Dr. Andreas Wolff
Öffentlichkeitsarbeit
Universität Jena

Tel 03641/ 206 034, 035
Fax 03641/ 206 044

marion.juergens@uni-jena.de
andreas.wolff@ipht -jena.de

Exzellenznetzwerk Photonics4Life

Prof. Dr. Jürgen Popp
Koordinator
IPHT Jena

Tel 03641/ 206 300
Fax 03641/ 206 399

juergen.popp@ipht-jena.de

Clemens Homann
Öffentlichkeitsarbeit
IPHT Jena

Tel 03641/206 064
Fax 03641/ 206 044

Clemens.homann@ipht-jena.de

Pressemitteilung Forschungsschwerpunkt Biophotonik, Clemens Homann


Krebszeitung

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