20.000 mal Mut und Zuversicht

Aktuelles Brustkrebswissen: Inge Althaus von Komen Deutschland (3.v.l.) übergibt Andrea Hahne vom Sana Klinikum Hameln-Pyrmont die erste Pink-Infotasche. Mit dabei waren Helmut Kiesewalter von der Volksbank Hameln-Stadthagen, Jutta Bergmann von der Stiftung der Niedersächsischen Volksbanken und Raiffeisenbanken und der Chefarzt der Gynäkologie Dr. med Thomas Noesselt Foto: Sana Klinikum

Hameln/Frankfurt – Der gemeinnützige Verein zur Heilung von Brustkrebs Komen Deutschland liefert jetzt 20.000 „Pink-Infotaschen“ in ganz Deutschland aus. Die Taschen werden von DHL Paket an rund 170 zertifizierte Brustzentren in den 16 Bundesländern verschickt. Damit erhält mehr als jede vierte Frau, die in diesem Jahr neu an Brustkrebs erkrankt, wichtige und aktuelle Informationen der Fachgesellschaften, aktuelle Patientenratgeber, Leseproben, Flyer von Selbsthilfegruppen und eine Broschüre von Komen Deutschland.

„Von außen eine Tasche wie viele, doch das Innenleben ist wie ein Care-Paket mit elementaren und wichtigen Informationen für Frauen, die neu an Brustkrebs erkrankt sind“, sagte Andrea Hahne in Hameln, die als eine der ersten die neue „Pink-Infotasche“ des gemeinnützigen Vereins für die Heilung von Brustkrebs Komen Deutschland in der Hand hielt. „Diese Taschen habe ich als Patientin kennen gelernt, und ich gebe sie nun mit Überzeugung an unsere Patientinnen weiter.“ Andrea Hahne, die nach eigener Brustkrebserkrankung ein psychosoziales Beratungsangebot am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont aufgebaut und das BRCA-Netzwerk für Familien mit erblichem Brustkrebs mit gegründet hat, erhielt im Brustzentrum des Sana Klinikums Hameln-Pyrmont am 3. September eine von etwa 2.000 Taschen für Niedersachsen, wofür die Stiftung der Niedersächsischen Volksbanken und Raiffeisenbanken die Kosten übernommen hat.

„Die Informationen unserer insgesamt 20.000 ‚Pink-Infotaschen‘ sollen auch Mut und Zuversicht vermitteln“, sagte Inge Althaus von Komen Deutschland bei der Übergabe und dankte DHL Paket, der Stiftung der Niedersächsischen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Berliner Sparkasse für die Unterstützung. „Mit 72.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen“, verdeutlichte die Vorstandsvorsitzende von KOMEN Deutschland Prof. Dr. Ute-Susann Albert in Frankfurt am Main die Notwendigkeit dieses Engagements. „Wir betrachten es als eine wichtige Aufgabe, Patientinnen mit qualifizierten Informationen zu versorgen, damit sie ihren Genesungsprozess aktiv unterstützen können. Denn es gilt, Handelnde zu bleiben im Behandlungsprozess. Die ‚Pink-Infotasche‘ von Komen hilft auf dem Weg zu mehr Patientinnenkompetenz.“

Das Projekt „Pink-Infotasche“ wurde 2009 von der Bundesregierung als eine von 365 Initiativen im „Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Diese Informationen liegen unter anderem in der „Pink-Infotasche“:

  • die Broschüre „Brustkrebs – Die Ersterkrankung und DCIS“, herausgegeben vom Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.
  • der Patientenratgeber 2012 der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V.
  • die Broschüre „Bewegung und Sport bei Krebs“ von der Deutschen Krebshilfe
  • die Komen-Broschüre „Ich habe Brustkrebs – was nun“
  • Leseproben von Sachbüchern zum Thema
  • das Brustkrebsmagazin „Mamma Mia!“
  • Informations-Flyer, unter anderem von der Frauenselbsthilfe nach Krebs

Über Komen Deutschland

In Deutschland erkranken derzeit jährlich knapp 72.000 Frauen an Brustkrebs. Mit 29 Prozent ist Brustkrebs die häufigste aller Krebsneuerkrankungen bei Frauen; 83 bis 87 Prozent der erkrankten Frauen leben nach fünf Jahren noch.* Damit Frauen über die Risiken informiert sind und falls sie erkranken, schnell wieder gesunden, setzt der gemeinnützige Verein für die Heilung von Brustkrebs Susan G. Komen Deutschland e.V. auf Aufklärung rund um das Thema Brustgesundheit und Brustkrebs. Er informiert seit 1999 über gesunde Lebensweise, Früherkennung und Brustkrebs.

Broschüren für Betroffene und ihre Angehörigen, die „Pink-Infotaschen“ für Brustkrebspatientinnen sowie Infoveranstaltungen zur Früherkennung in Unternehmen sind Beispiele der Arbeit. Darüber hinaus unterstützt Komen ausgewählte Projekte, die sich der Heilung von Brustkrebs und Hilfe für Patientinnen und ihre Angehörigen widmen. Bis 2012 konnte Komen Deutschland bundesweit dafür mehr als 1,2 Millionen Euro an Fördergeldern vergeben.

Komen Deutschland finanziert seine Arbeit durch Einnahmen aus Benefiz-Veranstaltungen wie dem Race for the Cure, Marketingkooperationen mit Firmen wie KitchenAid oder Thomas Sabo sowie Spenden. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sowie Botschafterinnen wie die Fußballnationalspielerin Inka Grings und die Sängerin Cassandra Steen unterstützen Komen Deutschland dabei.

Der eingetragene Verein mit Sitz in Frankfurt am Main ist die deutsche Vertretung der US-amerikanischen Stiftung Susan G. Komen for the Cure, die 1982 von der heutigen WHO-Botschafterin für die Krebsaufklärung in New York, Nancy G. Brinker, gegründet wurde. Anlass war ein Versprechen, das Brinker ihrer Schwester Susan G. Komen gegeben hatte, die im Alter von 36 Jahren an Brustkrebs gestorben war. Das Versprechen: Alles in ihrer Macht stehende im Kampf gegen Brustkrebs zu tun.

Quelle: Krebs in Deutschland 2007/2008. Häufigkeiten und Trends. 8. Ausgabe. Robert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg). Berlin, 2012

Über das BRCA-Netzwerk

Das BRCA-Netzwerk – Hilfe bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs unterstützt Familien, die aufgrund einer genetische Veränderung (Mutation) ein sehr hohes Risiko haben, auch schon im jungen Alter an Krebs zu erkranken. In bundesweiten Gesprächskreisen des BRCA-Netzwerkes besteht für Betroffene die Möglichkeit zum persönlichen Austausch im geschützten Rahmen. Aktuelle Informationen zum erblichen Brust- und Eierstockkrebs, Termine der Gesprächskreise und weitere Ansprechpartnern sind auf der Website des gemeinnützigen Vereins eingestellt.

Kontakt
BRCA-Netzwerk e.V., Freie Bitze 1, 53639 Königswinter, Fon 05042 588965 und 0151 20119651, info@brca-netzwerk.de, www.brca-netzwerk.de

PRESSEKONTAKT:
Karin Willen,Fon06101 54 12 33, Mobil 0151 555 157 64, Fax06101 54 12 34, presse@komen.de, Internet www.komen.de

Pressemitteilung Susan G. Komen Deutschland e.V,Karin Willen


Krebszeitung

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  • Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd
    Gebärmutterhalskrebs

    Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd

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