Hirntumor - Quelle: NGFN

Aktivierung des Immunsystems hemmt Wachstum bösartiger Hirntumoren

30. November 2004

Operation, Strahlen- und Chemotherapie sind bei der Behandlung von bösartigen Hirntumoren meist wenig erfolgreich. Deshalb verfolgt die Arbeitsgruppe Neuroonkologie um Prof. Michael Weller aus der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen seit mehreren Jahren auch alternative Konzepte zu deren Therapie. Maligne Hirntumorzellen haben die besondere Eigenschaft, das Immunsystem betroffener Patienten zu schwächen. Dadurch entziehen sich die Tumorzellen einer wirksamen Immunabwehr.

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Gefärbte mikroskopische Aufnahme eines Influenza-Virus CDC/ Erskine. L. Palmer, Ph.D.; M. L. Martin

Valproinsäure als Krebsmedikament

30. November 2004

Die Verdienste von Professor Dr. Jindrich Cinatl, Leiter des Interdisziplinären Labors für Tumor- und Virusforschung am Institut für Medizinische Virologie (Direktor: Prof. Dr. Hans Wilhelm Doerr), Universitätsklinikum Frankfurt am Main, auf dem Gebiete der Krebsforschung sind in jüngster Zeit in zweifacher Hinsicht von unabhängiger Seite gewürdigt worden. So erhielt Professor Cinatl für seine pädiatrisch-onkologischen Arbeiten den Fritz-Acker-Preis 2004. Der Fritz-Acker-Preis ist mit € 5.000,- dotiert und wird jährlich von der Fritz-Acker-Stiftung an Wissenschaftler verliehen, die sich auf dem Fachgebiet der Krebsforschung oder der Herzleiden besonders verdient gemacht haben.

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Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe beim DKK2012

Qualität in der Krebsbehandlung sichern

27. November 2004

München (nh) – Die Deutsche Krebshilfe fördert am Tumorregister München die schnellere Nutzung der dort verfügbaren Patienten-Daten per Internet. Ihr Ziel: Die Versorgungsqualität von Krebs-Patienten zu verbessern. Eine vergleichbare Vernetzung und Präsentation von Informationen, wie sie jetzt am Münchener Tumorregister eingerichtet wird, gibt es in Deutschland bisher noch nicht. „Das Projekt übernimmt daher eine wichtige Vorreiterfunktion für die Krebsregister in Deutschland,“ konstatiert Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation fördert das Projekt mit rund 200.000 Euro.

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Legende: A) Normales Gebärmutterhalsgewebe, das viel pro-IL-1β enthält (braun gefärbt) B) Gebärmutterhalskrebs, negativ für pro-IL-1β - Bildquelle: DKFZ/Charité Berlin

Nicht nur in Amerika: Auch in Freiburg wird Frauen minimal invasiv geholfen

27. November 2004

Patientinnen, die an einer gutartigen Wucherung der Gebärmutter (Gebärmuttermyom) erkrankt sind, kann in der Abteilung Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums mit viel Erfahrung genauso schonend geholfen werden, wie dies in den USA bei der designierten Außenministerin Condoleezza Rice erfolgreich durchgeführt wurde. Der stellvertretende Sicherheitsberater Jim Wilkinson hatte dies gegenüber der Presse berichtet.

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Schematische Darstellung des Oktaeders in zwei verschiedenen Ansichten mit Indizierung der zwölf Oktaederkanten

Schnellere Bilder, geräuschärmere Messung

27. November 2004

Schematische Darstellung des Oktaeders in zwei verschiedenen Ansichten mit Indizierung der zwölf OktaederkantenMit Hilfe einer neuartigen Spule sollen in Zukunft Messungen des Kopfes im Magnetresonanz-Tomografen schneller oder geräuschärmer werden. Auch die Bildqualität wird profitieren. Ein Team um das „Interdisziplinäre Zentrum für klinische Forschung“ in Leipzig unter der Leitung von Dr. Thomas Riemer, dem „MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften“ ebenfalls Leipzig und der „Physikalisch Technischen Bundesanstalt“ in Berlin erhält für die Projektidee den Innovationspreis zur Förderung der Medizintechnik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Arbeiten werden in den kommenden zwei Jahren mit rund 200.000 Euro gefördert.

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Anlage einer „Jenaer Blase“ bei Männer - Bild: Detlef Höwing

Jenaer Harnblase hilft Blasenkrebspatienten

24. November 2004

(Jena). Urologen des Jenaer Universitätsklinikums haben ein neuartiges Operationsverfahren zur Behandlung von Tumoren der Harnblase entwickelt. Die weltweit einzigartige „Jenaer Harnblase“ präsentierten die Thüringer Mediziner aktuell auf dem diesjährigen Symposium zu Harnblasenkarzinomen am Universitätsklinikum Jena.

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Foto: Universitätsbauamt Heidelberg: Modell der Heidelberger Schwerionen-Therapieanlage

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Therapie unheilbarer Tumoren

22. November 2004

Für die Errichtung des Heidelberg Ionenstrahl-Therapie Centrums (HIT) ist am Montag, dem 22. November 2004, ein weiterer Meilenstein gelegt worden: Das Universitätsklinikum Heidelberg hat die Firma Siemens Medical Solutions mit der Installation wesentlicher Komponenten für die erste kombinierte Ionenstrahltherapieanlage zur Tumorbehandlung mit Kohlenstoffionen und Protonen in Europa beauftragt.

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Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg

„Unsterblichkeitsenzym“ im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesse

20. November 2004

Krebsentstehung und Alterung haben eines gemeinsam: Beide Prozesse sind abhängig von so genannten Telomeren und dem „Unsterblichkeitsenzym“ Telomerase. Genau um diese Komponenten dreht sich der 3. Europäische Workshop „Role of Telomeres and Telomerase in Cancer and Aging“, der vom 21. bis 23. November 2004 in Ladenburg im Hotel Nestor stattfindet. Professor Petra Boukamp, Leiterin der Abteilung Genetik der Hautcarcinogenese im Deutschen Krebsforschungszentrum, initiierte den Workshop mit dem Ziel, ein europäisches Forum für einen offenen Austausch neuester Ergebnisse zu schaffen. Zudem soll die Veranstaltungen Nachwuchswissenschaftlern ermöglichen, neue Kontakte zu Kollegen aus dem Fachgebiet zu knüpfen. Der Workshop wird finanziert von der Boehringer Ingelheim Stiftung.

Workshop: Europäische Telomerase-Forscher tauschen neueste Erkenntnisse aus

Jede Zelle besitzt von Natur aus nur eine begrenzte Lebensdauer. Nach einer bestimmten Anzahl von Teilungsvorgängen stirbt die Zelle. Dieses Programm ist quasi in den Chromosomen, den Trägern der Erbsubstanz, „gespeichert“: An ihren Enden befinden sich sehr viele Wiederholungen von kurzen Abschnitten aus DNS-Bausteinen, die so genannten Telomere. Bei jeder Zellteilung gehen einige Bausteine verloren. Das Enzym Telomerase ist in der Lage, dieser Verkürzung entgegenzuwirken. Und genau das tut der Biokatalysator in nahezu allen Tumoren; die Zellen werden damit unsterblich.

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Bild Dr. Andreas Benesic: Cyclophosphamid und Ifosfamid sowie dessen Abbauprodukte Chloroacetaldehyd und Acrolein schädigen eine bestimmte Struktur in den Nieren (gelber Pfeil). Dadurch gehen dem Körper mit dem Urin wertvolle Stoffe verloren

Schäden an der Niere als Nebenwirkung der Chemotherapie

16. November 2004

Bild Dr. Andreas Benesic: Cyclophosphamid und Ifosfamid sowie dessen Abbauprodukte Chloroacetaldehyd und Acrolein schädigen eine bestimmte Struktur in den Nieren (gelber Pfeil). Dadurch gehen dem Körper mit dem Urin wertvolle Stoffe verlorenBei krebskranken Kindern werden zur Behandlung von Knochen- und Muskeltumoren die Medikamente Cyclophosphamid und Ifosfamid eingesetzt. Die Heilungsrate bei dieser Chemotherapie ist hoch, bis zu 70 Prozent. Allerdings sind Nebenwirkungen möglich – unter anderem Nierenschäden, die sich zum Teil erst Jahre nach der Behandlung bemerkbar machen. Wie es dazu kommt, wird an der Uni Würzburg erforscht. Es ist vor allem die Therapie mit Ifosfamid, die sich negativ auf die Nieren auswirkt. Die Kinder sind dann zwar von ihrer Tumorerkrankung geheilt, scheiden aber mit dem Urin zu viele Elektrolyte und Aminosäuren aus. Das kann schwerwiegende Konsequenzen haben: Verliert der Körper zu viel Kalzium und Phosphat, so entwickelt sich eine Rachitis mit abnormalem Knochen- und Körperwachstum.

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Leukämiezellen

Den genetischen Ursachen der Akuten Leukämie auf der Spur

16. November 2004

In den vergangenen Jahren hat die Forschung immer neue Erkenntnisse über die Entstehungsmechanismen von Krebs gewonnen. So können Fehler im Zellteilungsprogramm zu ungehemmtem Wachstum von Zellen und damit zu Krebs führen. Eine Störung im Wachstumszyklus weißer Blutzellen etwa löst Blutkrebs (akute lymphatische Leukämie – ALL) aus. Unklar ist aber, weshalb es zu solchen „Störfällen“ in diesem genetischen Programm kommt und weshalb die Kontrollmechanismen der Zellen, die normalerweise dafür sorgen, dass defekte Zellen sich nicht mehr vermehren und absterben, nicht mehr greifen.

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