Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister - Quelle: GEKID
Harnblasenkrebs

Immer mehr Blasenkrebskranke

21. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Nach neuesten Schätzungen des Robert-Koch Instituts (RKI) für das Jahr 2004 erkrankten etwa 28.750 Menschen in Deutschland neu an Harnblasenkrebs und etwa 6.194 Menschen starben an dem Krebs der Harnblase. Demnach erkrankt etwa alle 18 Minuten ein Mensch in Deutschland an Blasenkrebs und etwa jede Stunde stirbt jemand bei uns an diesem Krebs, dessen Neuerkrankungsrate im Gegensatz zu anderen Krebsarten immer weiter ansteigt. Denn vergleicht man diese Statistik mit der aus dem Jahr 2000, dann ergibt sich ein Anstieg der Neuerkrankungen von etwa 4.000 Menschen innerhalb von vier Jahren. Da in den letzten Jahren nichts für die rechtzeitige Früherkennung von Harnblasenkrebs im Gesundheitssektor getan wurde, ist zu befürchten, dass die Neuerkrankungsrate von Harnblasenkrebs in diesem Jahr bei etwa 32.750 Menschen liegen dürfte.

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Chemotherapie - pixabay
Brustkrebs

Maßgeschneiderte Krebstherapie bei Brustkrebs

18. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Fluoreszenzbild mit drei typischen epithelialen Tumorzellen (grün) zwischen den übrigen Blutzellen (rot). - Foto: UKJDie Diagnose „Krebs“ ist eine furchtbare Gewissheit, mit der das Leben zur Ungewissheit wird. Diese Erfahrung müssen allein in Deutschland rund 55.000 Frauen jedes Jahr machen, wenn bei ihnen Brustkrebs festgestellt wird. Diagnoseverfahren zur früheren Erkennung, neue Operationstechniken und Therapiekonzepte konnten der Diagnose den Schrecken nicht nehmen, haben aber die Heilungsaussichten und die Lebensqualität der Patientinnen immens verbessert. „Ein wichtiger Schritt hierbei ist die individuell auf die Patientin abgestimmte Therapie“, sagt Prof. Dr. Katharina Pachmann, Onkologin am Jenaer Universitätsklinikum, „denn Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs.“

Tumorzellen im Blut zeigen Wirksamkeit der Chemotherapie an

(Jena) Klinische Forscher am Jenaer Universitätsklinikum haben eine Möglichkeit aufgezeigt, wie die unterstützende Chemotherapie nach einer Brustkrebsoperation weiter individualisiert werden kann. Anhand der Anzahl der im Blut zirkulierenden Tumorzellen lässt sich die Wirksamkeit der Chemotherapie, die sich an die chirurgische Entfernung des Tumors anschließt, überwachen. Für Frauen mit einem erhöhten Rückfallrisiko könnte diese Therapie dann wiederholt bzw. umgestellt werden. Gemeinsam mit der Jenaer Frauenklinik arbeiten die Onkologen daran, diese Methode allen Patientinnen am Interdisziplinären Brustzentrum Jena anbieten zu können.

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CancerCheck-PSA Quelle: consile.de
Prostatakrebs

Nutzen des PSA-Test weiterhin unklar

18. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Die Konzentrationsmessung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut wird in vielen Ländern als Methode zur Früherkennung von Prostatakrebs eingesetzt. Seit der Einführung dieser Untersuchung haben sich 4ng/ml als kritischer Wert der PSA-Konzentration herausgestellt. Eine genaue Definition des Grenzwertes ist jedoch problematisch: Ein Wert unter 4 ng/ml schließt noch keinen Tumor aus, eine höhere Konzentration kann auch bei einer gutartigen Veränderung der Prostata auftreten. Eine sichere Diagnose gelingt erst durch eine Gewebeprobe. Um den Nutzen des PSA-Screenings für den Patienten zu ermitteln, untersuchten Forscher der Universität Genf die durch Prostatakrebs bedingte Sterblichkeitsrate in 38 verschiedenen Ländern. Es zeigten sich drei Trends: In sieben Ländern sank die Sterberate auf ein Niveau, das niedriger war als vor der Einführung des Screening-Verfahrens. In weiteren 14 Ländern sank die Prostatakrebssterblichkeit ebenfalls, jedoch nicht unter das Niveau vor der Einführung des PSA-Tests. In den verbliebenen 17 Ländern nahm die Sterberate trotz des PSA-Screenings zu. Ob die gesunkene Sterberate tatsächlich auf das PSA-Screening oder eher auf eine bessere Krebstherapie zurückzuführen ist, ist noch nicht klar. Weitere Studien aus den USA und Europa, die mehr als 220 000 Patientendaten umfassen, sollen weitere Ergebnisse liefern.

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Krebssymbol - pixabay
Prostatakrebs

Krebs- Überlebensrate in Deutschland nur im Mittelfeld

18. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Berlin, 18.Juli 2008. Die Ergebnisse einer soeben im Fachjournal Lancet Oncology veröffentlichten Studie scheinen zu belegen, dass die Überlebensrate deutscher Krebspatienten international nur mittelmäßig ist. Es liegt nahe, hierfür auch die deutsche Gesundheitspolitik verantwortlich zu machen. Bevor jedoch solche oder andere Schlüsse gezogen werden, muss eine differenzierte Prüfung der Daten und ihrer Auswertung erfolgen. Prof. Dr. Werner Hohenberger, der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, warnt vor vereinfachenden und vorschnellen Interpretationen: „Statistiken sind Teil eines komplexen Ursachenzusammenhanges. Gerade bei Krebserkrankungen spielen viele Einflussgrößen eine Rolle, die sich nur bedingt in Form messbarer Daten abbilden lassen.“

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Dinaciclib (grün) ist ein hochaktiver Wirkstoff, der die Funktion der Kinase CDK12 (weiß/rot) inhibiert. © Matthias Geyer/Uni Bonn
Forschung

Pflanzliche Grundlagenforschung kann Krebsforschern helfen

16. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Im Vergleich mit dem natürlichen Wuchs (links) der Versuchspflanze (Arabidopsis thaliana) sind die mutierten Pflanzen deutlich im Wachstum zurück geblieben. An diesen erforschen die Wissenschaftler die Defekte bei der DNA. - Quelle: ZMBP Uni TübingenFür alle Lebewesen ist der geregelte Abbau von Proteinen in ihren Zellen ebenso überlebenswichtig wie deren Herstellung: Ein fehlerhafter oder unvollständiger Proteinabbau führt oft zu Fehlfunktionen in der Zelle oder sogar zu deren Absterben. Der zentrale Steuerungsapparat für die Kontrolle dieser Abbauprozesse ist in allen Organismen – ob Pflanze, Tier oder Mensch – sehr ähnlich: Ein als COP9-Signalosom bezeichneter Proteinkomplex steuert die Aktivität sogenannter E3-Ligasen, deren Aufgabe es ist, Proteine so zu kennzeichnen, dass sie dem gezielten Abbau über einen weiteren Proteinkomplex zugeführt werden können. Eine verringerte Anzahl von Signalosomen in einer Zelle führt zu massiven Störungen in der E3-Ligasefunktion, und als Konsequenz zu einem Anstieg an krankhaften Fehlfunktionen, die in den betroffenen Zellen zur unkontrollierten Zellteilung (Tumore) oder zum Zelltod führen können.

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Hautnah betrachten - Hautkrebs früh erkennen - Quelle: Patientenratgeber der Deutschen Krebshilfe
Deutsche Krebshilfe

Gönnen Sie Ihrer Haut eine Sonnenpause!

16. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Mit Sonnenschirm zum Strand - Quelle: CornerstoneBonn (jft) – Sommerzeit ist Sonnenzeit. Viele Menschen fahren in den wohlverdienten Urlaub und möchten neben Ruhe und Erholung vor allem auch die Sonnenstrahlen genießen. „Aber bitte mit Vorsicht und ohne Sonnenbrand“, so Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. „Denn sonst steigt langfristig das Hautkrebs-Risiko.“ Wer jedoch beim Sonnenbad einige einfache Regeln beachtet, vermindert sein persönliches Risiko. Die Deutsche Krebshilfe rät: In der Sonne nicht aus-, sondern anziehen, die Mittagssonne meiden und sich so oft wie möglich im Schatten aufhalten.

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Laufen für die Heilung von Brustkrebs Quelle: Detlef Höwing
Brustkrebs

Gemeinsam laufen für die Heilung von Brustkrebs

11. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Laufen für die Heilung von Brustkrebs Quelle: Detlef HöwingBad Homburg, 8. Juli 2008 – Das Frankfurter Mainufer wird auch in diesem Jahr wieder einen Tag lang im Zeichen der pinken Schleife stehen. Unter der prominenten Schirmherrschaft von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth geht der KOMEN Race for the Cure® am Sonntag, 28. September in der Mainmetropole in die neunte Runde. Auch dieses Mal werden sich wieder motivierte Freizeitsportlerinnen und -sportler zusammenfinden, um gemeinsam ein Zeichen im Kampf gegen den Brustkrebs zu setzen. Die Erwartungen sind in diesem Jahr besonders groß, gilt es doch, das Rekordergebnis des vergangenen Jahres mit fast 6.000 Teilnehmern zu überbieten und mit einem guten Ergebnis in den internationalen Brustkrebsmonat Oktober zu starten. Veranstalter des Race for the Cure® ist KOMEN Deutschland e.V., der Verein für die Heilung von Brustkrebs.

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Krankenkassen - pixabay
Medizin

Naturheilkundliche Medikamente bei Krebs

11. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Heidelberg (humannews) – Längst gehören auch naturheilkundliche Heilmethoden zum Standard bei vielen Krebstherapien. Sie werden meist ergänzend zu den klinischen Maßnahmen eingesetzt. Ihre positive Wirkung ist unbestritten. Doch der Staat, die Ärzteverbände und die Krankenkassen gehen mit dieser Tatsache noch nicht angemessen um. Unklare gesetzliche Regelungen, welche naturheilkundlichen Medikamente von den Krankenkassen erstattet werden, verunsichern Ärzte und Patienten. Zudem hält sich der Staat bei der Förderung der Naturheilkunde zurück. Forschungsgelder fließen äußerst spärlich. Für die meisten Betroffenen ein nicht nachvollziehbarer Zustand.

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Gewebeprobe eines Osteosarkoms unter dem Mikroskop: Rot gefärbt sind Immunzellen, die den Tumor attackieren. Dr. Pierre Kunz
Sarkome

Forschen heilt Krebs

11. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Wien (pts/08.07.2008/08:30) – Im Rahmen der EU-geförderten Kampagne „Forschen heilt Krebs“ setzt Univ.-Prof. Helmut Gadner, Leiter des St. Anna Kinder-Krebs-Forschungs-Instituts und des Wiener St. Anna Kinderspitals, Aktionen, um die Erfolge der Kinder-Krebs-Forschung (Grafik der Überlebensraten) und Aspekte ehemaliger Kinder-Krebs-Patienten verständlich zu kommunizieren. Bei der Charity-Radtour am 18. Juli von Greifenstein, Zugstation Altenberg, zur Donauinsel ab 10:15 Uhr soll auf Sarkome, eine seltene Kinder-Krebsform, aufmerksam gemacht werden.

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Patientin - pixabay
Gesundheitspolitik

Menschenwürdiger Abschied statt Sterbehilfe als Geschäft

11. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Menschenwürdiger Abschied statt Sterbehilfe als Geschäft

Wunstorf im Juli 2008. Nicht nur Politiker führen derzeit hitzige Diskussionen über aktive Sterbehilfe. Mögliche Gesetzesverschärfungen stellen vor allem Betroffene vor ethische Fragen: Ist Tötung auf Verlangen human, wenn dabei Gewinnmaximierung im Vordergrund steht? Wie sehen medizinische Alternativen aus? Kompetente Aufklärung hilft entscheidend, um eine bessere Versorgung im letzten Lebensabschnitt zu ermöglichen.

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