Unter dem Rasterelektronenmikroskop: Hydrogel mit hoher Porendichte als mögliche Basis eines Prostata-Modells (Aufnahme: Dr. Friederike J. Gruhl, KIT)
DGU-Kongress 2009

Hart, aber ehrlich: Lebensqualität trotz Prostatakrebs

18. September 2009 Detlef Hoewing 0

Die deutschen Ärzte stehen im Kreuzfeuer der Kritik: Auch die Urologen nehmen Provisionen und Gegenleistungen von Krankenhäusern entgegen und überweisen im Gegenzug ihre Patienten zur weiteren Behandlung in die jeweilige Klinik. „Die derzeitige Praxis hat sowohl auf die Unabhängigkeit ärztlichen Handelns als auch auf das Selbstbestimmungsrecht des Patienten negative Auswirkungen“, urteilt Professor Lothar Weißbach, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Männergesund-heit. Trägt dieses System also dazu bei, dass heute der größte Teil der Prostatakrebspatienten teuer operiert – und zum Leidweisen der Patienten vielleicht sogar übertherapiert – wird?

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Offene Krebskonferenz in Hamburg
Deutsche Krebshilfe

Selbsthilfevertreter fordern psychosoziale Unterstützungsangebote für alle Krebs-Patienten

16. September 2009 Detlef Hoewing 0

Offene Krebskonferenz in HamburgHamburg (ct) – Rund 800 Patienten, deren Angehörige und andere Interessierte informierten sich am 12. September 2009 in Hamburg bei der dritten Offenen Krebskonferenz über aktuelle Entwicklungen in der Krebsmedizin. Das Haus der Krebs-Selbsthilfe, ein Verbund der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Krebs-Selbsthilfeorganisationen, forderte im Rahmen der Konferenz eine Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Krebs-Patienten. „Das, was notwendig und möglich ist, muss jedem Betroffenen zur Verfügung gestellt werden“, sagte Professor Dr. Gerhard Englert, Vorsitzender der Deutschen ILCO, einer Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Darmkrebs-Patienten. Mit der Bitte um Unterstützung auch auf gesundheitspolitischer Ebene übergab Englert an Professor Dr. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, und Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, eine Resolution der Selbsthilfeorganisationen. Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz wurde erstmals gemeinsam von der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Hamburger Krebsgesellschaft veranstaltet und finanziert.

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Prof. Carmen Scheibenbogen, Berlin
Kongresse

Impfen gegen Krebs

16. September 2009 Detlef Hoewing 0

Prof. Carmen Scheibenbogen, BerlinKeine medizinische Erfindung der Neuzeit hat die modernen Gesellschaften so verändert wie die vorbeugende Impfung gegen Infektionskrankheiten. Die Entwicklung therapeutischer Impfungen jedoch, d. h. die Vakzinierung nach Ausbruch einer Erkrankung, erweist sich als sehr viel schwieriger. Impfungen gegen Krebs, schon seit mehr als 100 Jahren Gegenstand intensiver tumorimmunologischer Forschung, versuchen genau dies, und inzwischen zeichnen sich auch erste klinische Erfolge ab. Eine Zusammenfassung der interessantesten neuen Ansätze gab Professor Carmen Scheibenbogen, Institut für Medizinische Immunologie, Charité-Universitätsmedizin, im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin.

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Veränderungen der Immunzellen in Darmbiopsien in Abhängigkeit vom Vorliegen eines normalen (NOD2 wt) oder eines mutierten (NOD2 var) NOD2/CARD15 Rezeptors. Kein Unterschied im Zelluntergang der Darmzellen (Apopotse), in den zytotoxischen Lymphozyten (CD
Darmkrebs

Immunantwort entscheidend für Prognose bei Darmkrebs

16. September 2009 Detlef Hoewing 0

Der Krankheitsverlauf bei Patienten mit Darmkrebs wird maßgeblich von der lokalen Aktivität der Körperabwehr im Tumor und in seiner unmittelbaren Umgebung bestimmt. Dies gilt unabhängig von der lokalen Ausbreitung und Metastasierung, wie Dr. Jérôme Galon, INSERM Forschungsdirektor, Paris, und sein Team herausgefunden haben. Die Analyse der lokalen Immunantwort sollte daher unbedingt in den Prozess des Stagings und der Therapieentscheidung einbezogen werden, betont Galon beim 2nd European Congress of Immunology ECI 2009.

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Professor Dr. med. Dr. h. c. Manfred Wirth
DGU-Kongress 2009

61. Urologen-Kongress beginnt heute in Dresden

16. September 2009 Detlef Hoewing 0

DGU-Präsident Professor Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden.Die 61. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) startet heute in der Messe Dresden. Bis zum 19. September werden auf dem weltweit drittgrößten Urologen-Kongress rund 6000 Fachbesucher erwartet. Das Interesse ist in diesem Jahr besonders groß, denn es stehen gewichtige Themen, darunter die Vorstellung der langerwarteten neuen interdisziplinären S3-Prostatakarzinom-Leitlinie, auf dem Tagungsprogramm.

Der Kongress unter der Leitung von DGU-Präsident Professor Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden bietet einen kompletten Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse des Fachgebietes Urologie.

Auf der begleitenden Industrieausstellung werden rund 150 Unternehmen vertreten sein und Neues aus Pharmakologie und Medizintechnik präsentieren.

Bereits zum dritten Mal findet im Rahmen der DGU-Jahrestagung ein selbstständiger Pflegekongress für die urologischen Assistenz- und Pflegeberufe statt. Das obligate Patientenforum, am Donnerstag, 17. September 2009 von 19.30 bis 21.00 Uhr im Internationalen Congress Centrum Dresden (ICC ), informiert über die Bedeutung der neuen Prostatakrebs-Behandlungsleitlinie für die Betroffenen.

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Das HIV-Medikament Maraviroc blockiert das Oberflächeneiweiß CCR5. Dadurch werden die Makrophagen in der Leber aktiviert die Metastasen zu bekämpfen. Die Metastasen in der Leber (links) verschwanden nach Behandlung (rechts). Copyright: NCT Heidelberg
DGU-Kongress 2009

Neues in der urologischen Infektiologie

16. September 2009 Detlef Hoewing 0

Die HIV-Pandemie konnte bisher trotz der Propagierung von „Safer Sex“ nichat eingedämmt werden. daher erscheint es besonders wichtig, dass sich früere Untersuchungen bestätigen, dass die radikale Beschneidung die HIV-Infektionsrate bei Männern signifikant vermindert. Zwei große afrikanische Studien in Kenia und Uganda Zeigen, dass durch eine radikale Beschneidung eine HIV-Infektion in bis zu 53% bei ungeschützten Geschlechtsverkehr vermindert werden kann. Ursache ist, dass nur die innere Seite des männlichen Vorhautblattes Rezeptoren für HIV-Viren aufweist, während die äußere Seite der Vorhaut und auch die Eichel durch Plattenepithel weitgehend geschützt ist. Aus diesem Grund muss zumindest bei Hochrisikopatienten darüber nachgedacht werden, die radikale Beschneidungals einen Baustein in der HIV-Prophylaxe mit in die urologische Beratung zu integrieren.

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Links die normale Lage der Nebennieren (gelbe Pfeile) im Körper, rechts ein Nebennieren-karzinom in einer kernspintomographischen Darstellung. Bild: Medizinische Klinik
DGU-Kongress 2009

Neue Strategien beim Nierenzellkarzinom

16. September 2009 Detlef Hoewing 0

Die Therapie des Nierenzellkarzinoms hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Die Einführung der laparoskopischen Nierenteilresektion mit neuen Ischämie- nd Blutstillungstechniken ermöglicht es, heutzutage auch ohne größere äußere Narben die vollständige Tumorentfernung bei Erhaltung der Restniere durzuführen. Die Entwicklung neuer zielgerichteter Chemotherapien als auch moderne Formen der Impftherapie gegen den Nierenkrebs haben in den letzten Jahren zu einer deutlichen Verbesserung in der Therapie ders fortgeschrittenen Nierenkarzinoms geführt.

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DGU-Präsident Prof. Miller, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik Charité, Universitätsmedizin Berlin. DGU/ Foto: Solcher
DGU-Kongress 2009

Urologen verstärken Forschungs-Offensive

12. September 2009 Detlef Hoewing 0

Düsseldorf/Dresden. Forschung tut Not im Land der Dichter und Denker. Das gilt auch für die Medizin. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) reagierte im September 2007 mit der Einrichtung des Vorstands-Ressorts „Forschungsförderung“ und wird im Rahmen des 61. Urologen-Kongresses vom 16. bis 19. September 2009 in Dresden nun das neu eingerichtete „Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendium“ der DGU vorstellen.

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Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Quelle: ukm
Nierenkrebs

Neue Methode bei Nierentumor-OP

12. September 2009 Detlef Hoewing 0

Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Quelle: ukmMünster (ukm/jb). Weltpremiere am Universitätsklinikum Münster (UKM): In der Klinik und Poliklinik für Urologie wurde erfolgreich die erste retroperitoneoskopische Single Port-Nierenentfernung bei einem Patienten mit bösartigem (malignem) Nierentumor durchgeführt.

UKM-Mediziner führen weltweit ersten Eingriff erfolgreich durch

Dabei handelt es sich um eine neue Methode der Schlüsselloch- Chirurgie, bei der nur noch ein einziger kleiner Schnitt notwendig ist. Die Vorteile dieser Methode liegen für den Leitenden Oberarzt der Klinik Privat-Dozent Dr. Christian Wülfing, der die Operation gemeinsam mit seinem Kollegen Privat-Dozent Dr. Edwin Herrmann durchführte, auf der Hand: „Im Vergleich zu herkömmlichen OP-Methoden haben die Patienten weniger Schmerzen, es kommt seltener zu Komplikationen und die Betroffenen erholen sich schneller.“ So auch der 81-jährige Kurt Begemann, bei dem die Single Port-Nierenentfernung am UKM durchgeführt wurde: Bereits vier Tage nach dem Eingriff konnte er in gutem Allgemeinzustand und nahezu schmerzfrei entlassen werden.

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