Kongress - pixabay
Krebskongress 2012

Mehr als 11.000 Teilnehmer beim 30. Deutschen Krebskongress

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Berlin. – Mehr als 9.000 Teilnehmer aus Medizin, Pharma und Politik haben in diesem Jahr den Deutschen Krebskongress in Berlin besucht. Das Treffen, das alle zwei Jahre stattfindet, ist der größte onkologische Kongress im deutschen Sprachraum. Am anschließenden Krebsaktionstag nahmen zirka 2.000 Besucher teil – die zahlreichen patientenverständlichen Beratungs- und Informationsangebote für Betroffene, deren Angehörige und Interessierte stießen auf ein reges Interesse.

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Schematische Darstellung wie die Leber während der Behandlung vom restlichen Kreislauf abgekoppelt wird. - Quelle: Delcath
Forschung

Diagnose Lebertumor: Stammzellen verkürzen Wartezeit bis zur Leberresektion

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Sind Patienten an bösartigen Lebertumoren oder Lebermetastasen erkrankt, ist eine Leberresektion die derzeit einzig mögliche kurative Therapie. Oft jedoch ist das geplant verbleibende Leberrestvolumen zu klein, um den Patienten sofort operieren zu können. In solchen Fällen ist eine spezielle Vorbehandlung über mehrere Wochen nötig, mit der die verbleibende Restleber zum Wachstum angeregt wird. Einem Forscherteam um Prof. Dr. Jan Schulte am Esch und Prof. Dr. Wolfram Trudo Knoefel vom Universitätsklinikum Düsseldorf ist es nun erstmals gelungen, diese Wachstumszeit mit Hilfe von Stammzellen um die Hälfte zu verkürzen. Ihre Studie, an der auch Dr. Moritz Schmelzle, welcher inzwischen am Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) Leipzig sowie am Universitätsklinikum Leipzig tätig ist, mitgewirkt hat, liefert die weltweit ersten Langzeitergebnisse einer therapeutischen Applikation von Stammzellen zur Steigerung der Leberregeneration. Sie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Annals of Surgery veröffentlicht.

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Immunzellen in einem Dickdarmtumor (Gewebepräparat). T-Helfer-Zellen (rot) liegen zwischen den Drüsenstrukturen der Tumorzellen (Zellkerne blau gefärbt). - Quelle: Klaus-Peter Janssen
Darmkrebs

Darmkrebs: Rückfallrisiko lässt sich über die Konzentration der Chemokine bestimmen

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Immunzellen in einem Dickdarmtumor (Gewebepräparat). T-Helfer-Zellen (rot) liegen zwischen den Drüsenstrukturen der Tumorzellen (Zellkerne blau gefärbt). - Quelle: Klaus-Peter JanssenDas Forscherteam um PD Dr. Klaus-Peter Janssen am Klinikum rechts der Isar (Technische Universität München) hat den Weg geebnet, um das Rückfall- Risiko bei Darmkrebs-Patienten besser einschätzen zu können. Chemokine, Botenstoffe des Immunsystems, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Patienten, die eine erhöhten Produktion dieses Signalstoffs zeigen, scheinen im Kampf gegen den Krebs besser gewappnet zu sein.

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Erkennung, Wechselwirkung und Eliminierung von Neuroblastomzellen durch aktivierte Natürliche Killerzellen. Quelle: Dr. Stephan Klöß, AG PD Dr. Ulrike Köhl
Forschung

Neuroblastom: Frankfurter Forscher entwickeln Therapie mit Natürlichen Killerzellen

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Erkennung, Wechselwirkung und Eliminierung von Neuroblastomzellen durch aktivierte Natürliche Killerzellen. Quelle: Dr. Stephan Klöß, AG PD Dr. Ulrike KöhlBesonders aggressive Tumore entziehen sich dem gezielten Angriff des Immunsystems. Die Frankfurter Arbeitsgruppen um die Medizinerin und Biologin Ulrike Köhl an der pädiatrischen Hämatologie/Onkologie in Frankfurt am Main und dem Biologen Joachim Koch am Georg-Speyer-Haus entwickeln neue immunologische Therapieansätze, um diese sogenannten „Tumor-Immun-Escape-Mechanismen“ wirkungsvoll zu überwinden. Im Fokus ihrer Forschung steht das Neuroblastom im frühen Kindesalter.

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Melanom
Deutsche Krebshilfe

Weniger Hautkrebstote in Schleswig-Holstein

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Bonn/Hamburg (gb) – Deutlich weniger Menschen sterben an einem malignen Melanom, wenn ihnen kostenlos eine systematische Hautkrebs-Früherkennung angeboten wird. Dies belegt die Auswertung der Daten des einjährigen Pilotprojektes in Schleswig-Holstein. Das Projekt fand von 2003 bis 2004 im Vorfeld der bundesweiten Einführung des gesetzlichen Hautkrebs-Screenings (2008) statt. 366.000 Menschen ließen ihre Haut untersuchen. Die Ergebnisse sind beachtlich: „Es wurde eine Vielzahl von Hauttumoren entdeckt und heute sterben in Schleswig-Holstein halb so viele Menschen an einem malignen Melanom, wie noch vor knapp zehn Jahren“, erläutert Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). „Wir sind daher zuversichtlich, dass bundesweit durch das gesetzliche Hautkrebs-Screening ebenfalls weniger Menschen an Hautkrebs sterben werden als bisher“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

Pilotprojekt „Hautkrebs-Test“ senkt Sterblichkeit am malignen Melanom

Die „Generalprobe“ des Hautkrebs-Screenings in Schleswig-Holstein hat dazu geführt, dass die Anzahl der früh erkannten und damit gut behandelbaren Hauttumoren erhöht werden konnte. Auch die Anfangsphase des bundesweiten gesetzlichen Hautkrebs-Screenings zeigt erste Ergebnisse, die in eine ähnliche Richtung gehen: In den ersten beiden Jahren des Screenings konnte bundesweit deutlich mehr Hautkrebs diagnostiziert werden als zuvor. Die neu entdeckten Hautkrebsfälle erhöhten sich von rund 193.000 Fällen im Jahr 2007 auf etwa 223.500 Fälle im Jahr 2009. Ebenso stieg die Anzahl der aufgespürten Melanome im selben Zeitraum von 23.000 auf etwa 26.000. Dies belegen neueste Hochrechnungen der Gesellschaft epidemiologischer Krebsregister in Deutschland (GEKID), die im Rahmen des 30. Deutschen Krebskongresses in Berlin von Professor Dr. Alexander Katalinic, Vorsitzender des GEKID, vorgestellt wurden.

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Wirkung amorpher Nanopartikel aus Eisen in Tumorzellen (c) Wiley-VCH
Forschung

Vielseitige Nanopartikel gegen Krebs

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Prof. Ingrid Hilger zeigt eine Probe der Nanopartikel, die im Forschungsprojekt Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus sieben europäischen Ländern erforschen Radiologen des Universitätsklinikums Jena die Anwendung von multifunktionellen magnetischen Nanopartikeln zur Detektion und Bekämpfung von Krebs. Versehen mit speziellen Antikörpern sollen die Eisenoxidteilchen die Krebszellen erkennen und sich zielgerichtet an sie anlagern, so dass zum einen auch kleinste Absiedlungen im MRT sichtbar werden. Zum anderen sollen die Partikel durch äußere Magnetfelder für eine Überhitzung der Zellen sorgen und mit zusätzlichen Wirkstoffen ausgestattet werden. Das auf vier Jahre angelegte Projekt zur vorklinischen Forschung wird mit knapp 10 Millionen Euro von der EU gefördert.

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Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. - Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012
Leberkrebs

Schnelle Hilfe bei Tumoren und Metastasen in der Leber

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. - Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012

Berlin, – Jedes Jahr entwickeln in Deutschland circa 30.000 Patienten im Laufe ihrer Krebserkrankung Metastasen in der Leber. Die Häufigkeit von Primärtumoren der Leber steigt seit einigen Jahren. Die Therapie von Tumoren und Metastasen in der Leber wird auch Thema auf dem 30. Deutschen Krebskongress sein, welcher zurzeit in Berlin stattfindet. Die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie möchte diesen als Auftakt für ihr aktuelles Projekt nutzen und verstärkt zu den Möglichkeiten der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) bei der Behandlung von Tumoren in der Leber informieren: Sie steht ab heute im World Wide Web mit einem umfangreichen Portal zur Verfügung. www.leberkrebstherapie.org richtet sich an Patienten, Angehörige, Ärzte und andere Interessenten und bietet ihnen umfassende Informationen rund um die Selektive Interne Radiotherapie, Beratung in Form einer Online- Sprechstunde und Kontakt zu durchführenden Kliniken in ganz Deutschland.

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Unter dem Rasterelektronenmikroskop: Hydrogel mit hoher Porendichte als mögliche Basis eines Prostata-Modells (Aufnahme: Dr. Friederike J. Gruhl, KIT)
Prostatakrebs

Training als Therapie

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Körperliche Aktivität verkürzt Zeit der Inkontinenz nach Prostata-OP Eine umfangreiche Studienanalyse der Deutschen Sporthochschule Köln mit über 2.500 Prostatakrebspatienten belegt, dass Schließmuskeltraining unter besonderer Berücksichtigung des Beckenbodens den Männern ihren „Halt“ zurückgibt.

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Prof. Andreas Dietz (re.) erwartet 90 HNO-Experten aus ganz Europa zum 7. Leipziger OP-Kurs am Uniklinikum Leipzig. Foto: UKL
Kehlkopfkrebs

Kehlkopfkrebs stimmschonend operieren

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Prof. Andreas Dietz (re.) erwartet 90 HNO-Experten aus ganz Europa zum 7. Leipziger OP-Kurs am Uniklinikum Leipzig. Foto: UKLEtwa 90 HNO-Chirurgen, darunter 30 hochrangige Experten für Kopf-Hals- Tumoren aus ganz Europa, treffen sich vom 29. Februar bis 3. März in Leipzig zum 7. Internationalen HNO-Operationskurs. Im Mittelpunkt des erstmals von der European School of Oncology mitveranstalteten Symposiums stehen stimmschonende Operationstechniken und neue Behandlungsverfahren des Kehlkopf- und Rachenkrebses.

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