Bildunterzeile: Knochenmark (gefärbt) eines Patienten mit Haarzell- Leukämie unter dem Mikroskop: Vor der Behandlung mit dem BRAF Inhibitor sind viele Haarzell-Leukämiezellen (rot)zu sehen (linke Abb.). Unter der Therapie mit dem BRAF Inhibitor geht die Besiedelung mit Leukämiezellen zurück.(rechte Abb.). - Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg.

Heidelberger Krebsforscher legen Basis für zielgerichteten Therapieansatz bei Haarzell-Leukämie

31. Mai 2012

Zielgerichtete Therapie gegen das fehlerhaft aktivierte BRAF-Protein wirkt auch bei Haarzell-Leukämie, einer seltenen Blutkrebsart. Dies konnten Ärzte und Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) nachweisen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die klinische Entwicklung neuer Therapien, die sich spezifisch gegen das in den Blutzellen veränderte BRAF-Protein richten. Ihren Fallbericht veröffentlichten die Forscher in der neuesten Ausgabe des New England Journal of Medicine.

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Leukämie verstehen und bekämpfen: Neuer Sonderforschungsbereich in Ulm - v.l. Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin, Prof. Dr. Hartmut Döhner, Prof. Dr. Thomas Wirth Foto: UK Ulm

Leukämie verstehen und bekämpfen: Neuer Sonderforschungsbereich in Ulm

31. Mai 2012

Mit rund 8,8 Mio. Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den kommenden vier Jahren Ulmer Spitzenforschung. Ziel des fächerübergreifenden Forscherteams ist es, neue Erkenntnisse über Grundlagen, Entstehung und Behandlung von Leukämien, im Volksmund auch „Blutkrebs“ genannt, zu gewinnen. Die Sonderforschungsbereiche der DFG sind die bedeutsamsten Forschungsverbünde in Deutschland, die von der öffentlichen Hand gefördert werden.

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Ultralange Fäden des Blutgerinnungsstoffs „Von-Willebrand-Faktor“ auf einem durch Melanomzellen aktivierten Endothel, das das Innere von Blutgefäßen auskleidet. - UMM

Neues Medikament lässt Gehirntumore bei Melanompatienten schrumpfen

31. Mai 2012

Australische Wissenschaftler berichten über viel versprechende Wirkungen eines neuen Medikaments, das Gehirntumore bei Melanompatienten schrumpfen lässt. Die Untersuchungsergebnisse des Forscherteams wurden diesen Monat in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht.

Laut Forschern der University of Sydney, des Melonama Intitute Australia, des Sydney´s Westmead Hospital und des Westmead Millennium Institute kann das neue Medikament, das getestet wurde, um bösartigen schwarzen Hautkrebs zu behandeln, auch Metastasen (Tochtergeschwülste) im Gehirn von Patienten mit fortgeschrittenem Krankheitsstadium schrumpfen lassen. Sie gehen davon aus, dass das neue Medikament die Lebenserwartung von Patienten, deren Melanom bereits in das Gehirn gestreut hat, um einige Monate verlängern kann. Die meisten Patienten mit Hirnmetastasen sterben innerhalb von vier Monaten. Die Studie zeigte jedoch, dass die Gehirntumore bei neun von zehn Patienten innerhalb der ersten sechs Wochen schrumpften. Die Lebenserwartung erhöhte sich bei allen zehn Patienten auf mehr als fünf Monate, zwei Patienten überlebten mehr als 12 Monate, ein weiterer Patient ist nach 19 Monaten noch am Leben.

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Buchcover: Wie man der Einsamkeitsfalle endlich entkommt - Quelle: Mag. Wolfgang Jagsch

Jungautor unterstützt Kinderkrebshilfe

31. Mai 2012

Buchcover: Wie man der Einsamkeitsfalle endlich entkommt - Quelle: Mag. Wolfgang JagschAls die kleine Schwester eines Studienfreundes an Krebs erkrankte, fasste  der Texter Wolfgang Jagsch den Entschluss den Betroffenen zu helfen. – Der Eigenerlös des Buches wird deshalb an die Kinderkrebshilfe im deutschsprachigen Raum gespendet. Das Buch ist auf der Basis von eigenen Erfahrungen entstanden. Nach vielen missglückten Verabredungen kam es zu einer grundsätzlichen Strategieänderung.

„Zuerst  galt es mögliche Misserfolgsgründe zu analysieren, um dann ganzheitliche Lösungswege zu finden“, erklärt der Autor die Veränderung. Der eingeschlagene Weg führte tatsächlich zum Partnerglück, welches bis heute Bestand hat. Im Zentrum des neuartigen Singleratgebers steht der Leser selbst. Das Buch begleitet ihn auf natürliche Weise zum Erfolg.

Zum Beispiel erfährt der Leser, wie man einen positiven Selbstbezug und eine lebensbejahende Grundhaltung entwickelt, mit deren Hilfe jeder sein nachhaltiges Liebesglück findet. Als lebendige und praxisnahe Erfolgsanleitung setzt der Ratgeber vor allem darauf, Menschen zum positiven Nachdenken über eigenes Fehlverhalten anzuregen und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

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Nach der Geburt wachsen bei der Maus die Blutgefäße zentrifugal in die Netzhaut ein. Nach Blockade von Angiopoietin-2 (rechts) weist das Gefäßnetz der Netzhaut mehr Lücken (grün, >40µm) auf und die Retina wächst langsamer. - Quelle: Hellmut Augustin, Deutsches Krebsforschungszentrum

Doppelte Wirkung auf Tumorblutgefäße

30. Mai 2012

Nach der Geburt wachsen bei der Maus die Blutgefäße zentrifugal in die Netzhaut ein. Nach Blockade von Angiopoietin-2 (rechts) weist das Gefäßnetz der Netzhaut mehr Lücken (grün, >40µm) auf und die Retina wächst langsamer. - Quelle: Hellmut Augustin, Deutsches KrebsforschungszentrumDie Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) gilt als eines der wichtigsten Angriffsziele für neue Krebstherapien. Einer der Hauptregulatoren der Angiogenese ist das Signalmolekül Angiopoietin-2 (Ang-2). Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum und an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg entdeckten nun, dass Ang-2 die Gefäßneubildung sogar auf zweierlei Weise beeinflusst: Es wirkt einerseits auf das Aussprossen neuer Kapillaren, andererseits beeinflusst es die Ausreifung des neugebildeten Gefäßsystems. Gegen Ang-2 gerichtete Krebstherapien könnten die Gefäßneubildung daher von zwei Seiten zugleich angreifen.

Sobald sie die Größe eines Stecknadelkopfes erreicht haben, sind Tumoren auf neue Blutgefäße angewiesen. Diese Neubildung von Adern bezeichnen Wissenschaftler als Angiogenese. In diesen Prozess einzugreifen („Anti-Angiogenese“) gilt als vielversprechender Ansatz in der Krebsmedizin. Die bereits verfügbaren Medikamente, die verhindern, dass neue Blutkapillaren aussprossen, blieben allerdings hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück.

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Die Stachelzellkrebszellen (grün) dringen in die Haut ein. - Quelle: Venugopal Rao Mittapalli

Angewandte Nanobiomedizin – Mit Nanoteilchen versteckten Krebszellen auf der Spur

29. Mai 2012

Mit rund 300.000 Euro innerhalb der nächsten drei Jahre fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein neues Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Mainz zum Nachweis von verstreuten Tumorzellen im Körper von Krebspatienten. Neusten Erkenntnissen zu Folge scheinen diese „losgelösten Krebszellen“ eine enorme Bedeutung für die Krebsfrüherkennung zu haben. Zudem geben sie wichtige Hinweise darauf, ob die Therapie wie gewünscht anspricht.

Interdisziplinäres Verbundvorhaben „MRCyte“ gestartet

Um die bisherigen Schwierigkeit beim Nachweis dieser seltenen Zellen zu überwinden, setzt der Forschungsverbund nun auf eine neuartige Kombination von Nanotechnologie und Prinzipien aus der Festplattentechnologie. Die Forschergruppe um Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Roland Stauber von der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz ist eingebunden in das gerade gestartete Verbundprojekt „Magnetische Durchflusszytometrie“ (MRCyte).

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Gliom (rote Pfeile; obere Reihe), das bereits zum Zeitpunkt der ersten Operation begonnen hatte zu entarten. Untere Reihe: Nachgewachsener, jetzt sehr bösartiger Tumor (gelber Pfeil). © Foto: M. Simon/Neurochirurgie/UKB

Am 8. Juni ist Welthirntumortag

29. Mai 2012

Leipzig, 29. Mai 2012 – Der Welthirntumortag am 8. Juni macht auf die Situation von Hirntumorpatienten aufmerksam. In Deutschland erkranken jährlich etwa 7.000 Menschen an einem bösartigen Hirntumor. Weitere 50.000 sind von Hirnmetastasen betroffen, die infolge von Lungenkrebs, Brustkrebs oder anderen Krebsleiden entstehen. Der von der Deutschen Hirntumorhilfe e.V. initiierte Welthirntumortag ist Anlass, Solidarität und Mitgefühl mit Betroffenen und Angehörigen auszudrücken. Ein Zeichen kann jeder setzen, sei es durch das Tragen der grauen Schleife als Symbol der Verbundenheit, durch Spenden oder durch den Besuch einer der zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen des Aktionstages.

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Themenfoto Darmkrebs - Foto: Bayer Vital gmbH

Bee Gee-Sänger Robin Gibb dem Krebs erlegen

29. Mai 2012

Berlin – Im fortgeschrittenen Stadium ist Darmkrebs ein unbesiegbarer Gegner: Nach langjährigem Kampf ist Bee Gee-Sänger Robin Gibb am 20. Mai 2012 im Alter von 62 Jahren der tödlichen Krankheit erlegen. Angesichts des tragischen Todes des Musikers ruft die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) erneut zur Darmkrebsvorsorge auf. Aktuelle Studienergebnisse untermauern, dass sich vor allem ältere Menschen durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wirksam vor Darmkrebs schützen können, so die Fachgesellschaft. Derzeit gehen noch zu wenig Menschen zur Darmspiegelung, warnt die DGVS.

DGVS empfiehlt regelmäßige Darmkrebs-Vorsorge  

„Wird eine Darmkrebserkrankung erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, stehen die Chancen schlecht, diese zu überleben“, erklärt DGVS Präsident Professor Dr. med. Markus Lerch, Direktor der Klinik für Innere Medizin A am Universitätsklinikum Greifswald. Im Gegensatz dazu könne ein Tumor im Frühstadium noch vollständig entfernt werden. „Anschließend besteht praktisch keine Gefahr mehr für den Patienten“, erklärt Lerch. Werden die Gewebswucherungen erkannt, bevor sie zu einem bösartigen Tumor entarten, könne der Krankheit sogar vorgebeugt werden. Die Darmspiegelung sei die wirksamste und sicherste Methode, um Darmpolypen aufzuspüren und zu entfernen, noch bevor sie entarten, betont der Experte.

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Chemotherapie - pixabay

Ältere Patienten mit bösartigen Hirntumoren profitieren bei Chemotherapie

29. Mai 2012

Ältere Patienten über 65 Jahren, die mit einem bösartigen Hirntumor (Gliom) diagnostiziert wurden, profitieren von einer Chemotherapie mit dem effektiven Wirkstoff Temozolomid sowie jüngere Patienten mit dieser Krebserkrankungen. Genetische Tests können zeigen, ob ältere Patienten auf diese Therapie reagieren. Die Ergebnisse einer klinischen Studie durchgeführt wurden bei einer Arbeitsgruppe der Deutschen Krebsgesellschaft der Neuro-Onkologischen Arbeitsgruppe (NOA), die Prof. Wolfgang Wick leitete, das Universitäts-Klinikum Heidelberg,  dem  Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und  Prof. Michael Weller, Universitätsspital Zürich. Die größte Studie über die Behandlung von älteren Patienten mit bösartigen Hirntumoren ist nun online in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“ erschienen.

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Ablation von Gewebe mit der neuen “all-solid-state” Strahlungsquelle bei 6.45 Mikrometer basierend auf Frequenzkonversion, im Vergleich mit zwei klinischen Lasern: ein 2.79 Mikrometer Erbium Festkörperlaser und ein 10.6 Mikrometer Karbondioxid Gaslaser. Fotos: University Medical Center Utrecht

Laser für minimalinvasive Gehirn-Operationen entwickelt

24. Mai 2012

Forscher vom Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) waren an der Entwicklung eines kompakten Festkörperlasersystems für die minimalinvasive Chirurgie beteiligt, das Gehirngewebe mit einer bisher unerreichten Präzision schneiden kann. Der neue Laser ist das Ergebnis eines interdisziplinären EU-Projektes, an dem Partner aus sieben europäischen Ländern mitwirkten.

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