Schülertag „Werde Urologin/Urologe für einen Tag“ auf dem 66. DGU-Kongress in Düsseldorf

27. August 2014

Was macht ein Urologe oder eine Urologin? Was ist eine Prostata? Vorträge über urologische Krankheitsbilder, aber auch viele praktische Übungen am Zytoskop, Ultraschallgerät, mit Nadel und Faden oder am Da Vinci Operationsroboter stehen auf dem Programm des Schülertages „Werde Urologin/Urologe für einen Tag“ am 2. Oktober 2014 im Rahmen des 66. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vom 1. bis 4. Oktober 2014 im Congress Center Düsseldorf. Wie auch in den Vorjahren richtet sich der mittlerweile fünfte Schülertag der DGU an Oberstufenschülerinnen und -schüler, um ihnen den Beruf der Urologin/des Urologen nahezubringen und Karrierechancen in dem Fachgebiet aufzuzeigen. Statt des Klassenzimmers erwartet die Teilnehmer ein Tag auf dem weltweit drittgrößten Urologen-Kongress – der verspricht einen Blick in die Welt der Medizin, Information, Wissensvermittlung und eine außergewöhnliche Chance zur Berufsorientierung. So trainieren die SchülerInnen unter anderem chirurgisches Nähen und Knoten an Bananen und dürfen Blasensteine endoskopisch entfernen – wobei Gummibärchen als Steine und Paprika als Patienten fungieren. „Wir zeigen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die ganze Welt der Urologie, um sie für das faszinierende medizinische Fachgebiet zu begeistern“, sagt DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Jan Fichtner. Bereits seit einigen Jahren bemüht sich die DGU auf ihren Jahreskongressen intensiv um den […mehr lesen]

Unter dem Rasterelektronenmikroskop: Hydrogel mit hoher Porendichte als mögliche Basis eines Prostata-Modells (Aufnahme: Dr. Friederike J. Gruhl, KIT)

Ein Krebs – viele Tumoren

27. August 2014

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum untersuchten bei Prostatakrebs simultan die genetische und epigenetische Entwicklung der Tumoren. Dazu analysierten sie in einem parallelen Ansatz das Erbgut und die DNA-Methylierung verschiedener Gewebeproben eines Tumors und seiner Metastasen. Beide Prozesse bilden übereinstimmend die komplizierte Zusammensetzung fortgeschrittener Tumoren aus zahlreichen verschiedenen Tochter-Klonen ab. Da die DNA-Methylierung die Aktivität von Genen beeinflusst, könnte der Nachweis abweichender Methylierungsmuster dabei helfen, die Abstammung von Metastasen zu verstehen und gezieltere Behandlungsstrategien auszuwählen. Fortgeschrittene Tumoren sind durch eine große Vielfalt an Erbgutdefekten gekennzeichnet. Während bei vielen Krebsarten tausende kleiner „Schreibfehler“ im Erbgut zu veränderten, funktionsunfähigen Proteinen führen, sind für das Prostatakarzinom größere Erbgutdefekte charakteristisch. Ganze DNA-Abschnitte sind verloren, verdoppelt oder verkehrt herum angeordnet. Zusätzlich zu diesen so genannten strukturellen Defekten zeichnet sich Prostatakrebs durch große Unterschiede im Muster der DNA-Methylierung aus. Mit diesen kleinen chemischen Anhängseln, die zu den epigenetischen Mechanismen zählen, reguliert die Zelle unter anderem, welche ihrer Gene abgelesen werden. Die strukturellen Erbgutveränderungen, die sich im Laufe der Krebsentstehung ansammeln, führen zu einer „Evolution“ der Krebszellen, so dass sich ein fortgeschrittener Tumor aus einer Gruppe von verschiedenen „Tochterklonen“ zusammensetzt. Das bedeutet, dass nicht nur jeder Prostatatumor einzigartig ist, sondern auch, dass derselbe Tumor aus verschiedenen Klonen besteht, […mehr lesen]

Krebssymbol - pixabay

Ambulante psychoonkologische Versorgung in Berlin durch Qualifizierungs-Curriculum der Berliner Krebsgesellschaft gestärkt

23. August 2014

Berlin, 22. August 2014 – Am Mittwoch, 27. August bekommen 20 Beraterinnen und Berater der Berliner Gesundheitsämter ihre Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme am ersten psychoonkologischen Curriculum der Berliner Krebsgesellschaft ausgehändigt. Die Übergabe erfolgt in Anwesenheit von Berlins Staatssekretärin für Gesundheit Emine Demirbüken-Wegner durch den Vorsitzenden der Berliner Krebsgesellschaft Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag. Zur Feierstunde am Mittwoch, den 27. August 2014 ab 17 Uhr im Galerieraum des Kaiserin Friedrich-Hauses laden wir Sie herzlich ein, Programm: 17 Uhr Begrüßung durch Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag , Vorsitzender Berliner Krebsgesellschaft e.V. 17.10 Uhr Grußwort der Staatssekretärin Emine Demirbürken-Wegner, Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales 17.20 Uhr Festvortrag „Psychoonkologische Versorgung in Berlin zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ von Sibylle Kraus, Leiterin Sozialdienst und Case Management im St. Hedwig Krankenhaus und Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V. 17.40 Uhr Übergabe der Urkunden durch Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag , Vorsitzender Berliner Krebsgesellschaft e.V. anschließend Fototermin und Get-together. Wir freuen uns auf Sie. Die Berliner Krebsgesellschaft hat das Fortbildungsprogramm entwickelt und finanziert, um die ambulante psychoonkologische Beratung von Krebsbetroffenen in Berlin zu stärken. Anders als im stationären Bereich fehlt im ambulanten Bereich immer noch ein flächendeckendes, qualifiziertes psychoonkologisches Beratungsstellennetz. […mehr lesen]

Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer

Was uns Lebensjahre raubt

13. August 2014

Wer auf Alkohol und Zigaretten verzichtet, dazu nur wenig rotes Fleisch und Wurst isst und auf ein normales Gewicht achtet, lebt bis zu 17 Jahre länger. Dies errechneten Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum auf der Basis der Daten der Heidelberger EPIC-Teilnehmer. Die meiste Lebenszeit kostet es, zu rauchen. Männern raubt der Glimmstängel im Schnitt neun, Frauen sieben Lebensjahre. Eigentlich weiß es jeder: Gesund ist es nicht, sein Dasein als schwergewichtige „Couch Potatoe“ mit Bier und Zigaretten vor dem Fernseher zu verbringen. Wie groß die schädlichen Effekte tatsächlich sind, die ein solch ungesunder Lebensstil mit sich bringt, haben Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nun präzise ermittelt. Die DKFZ-Epidemiologen um Prof. Rudolf Kaaks errechneten, wie viele Jahre jedes einzelne Risikoverhalten von der durchschnittlichen Lebenserwartung eines heute Vierzigjährigen raubt. Außerdem ermittelten sie die Auswirkungen der kombinierten Risiken. Das günstigste Risikoprofil und damit die größte Lebenserwartung hatten demnach Nichtraucher (und Nichtraucherinnen) mit einem Body Mass Index* zwischen 22,5 und 24,9, die wenig Alkohol tranken, körperlich aktiv waren und wenig rotes Fleisch, dafür aber viel Obst und Gemüse aßen: Diese Menschen dürfen sich im Alter von 40 auf 47,5 (Männer) bzw. sogar 48,7 weitere Lebensjahre (Frauen) freuen. Betrachteten die Wissenschaftler die verschiedenen riskanten Lebensstilfaktoren jeweils […mehr lesen]

Prof. Uta Dirksen mit ihrem Kollegen Dr. Konstantin Agelopoulos aus der Medizinischen Klinik A bei der Arbeit im Labor Foto: WWU/DU

Gen-Umwelt-Interaktion kann Knochentumoren auslösen

13. August 2014

Neuherberg, 12.08.2014. Eine bestimmte Variante des Retinoblastom 1-Gens (Rb1) kann, wenn bestimmte Umweltfaktoren wie Strahlenbelastung hinzukommen, ein erhöhtes Risiko für das Osteosarkom, einen Knochentumor, bedeuten. Dieses Zusammenspiel zwischen genetischen und Umweltfaktoren haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München gemeinsam mit der TU München enthüllt. Im Fachjournal ‚Molecular Cancer‘ berichten sie, wie sich die Entdeckung für die Medizin nutzen lässt. Die natürlich vorkommende genetische Rb1-Variante hat eine verringerte Aktivität des eigentlich tumorschützenden Gens zur Folge. Liegt dieser Polymorphismus* im Tiermodell vor und findet eine Strahlenexposition statt, ist das Risiko für einen Knochentumor um bis zu 30 Prozent erhöht, so das Ergebnis der Studie des Teams um Dr. Michael Rosemann, Dr. Ralf Schneider und Prof. Dr. Michael Atkinson. Rb1-Polymorphismus auch beim Menschen für Osteosarkome verantwortlich? Ein ähnlicher Rb1-Polymorphismus ist auch beim Menschen bekannt. Osteosarkome treten vor allem im Kindes- und Jugendalter auf, häufig als Zweittumor nach Behandlung einer kindlichen Krebserkrankung. Die Vermutung liegt nahe, dass es auch hier durch die Krebstherapie, wie Bestrahlung oder Chemotherapeutika, zum sogenannten „genotoxischen“ Stress kommt, der bei entsprechender genetischer Veranlagung die Entstehung solcher bösartiger Knochentumoren begünstigt. An einer umfangreichen Sammlung von Gewebeproben soll nun überprüft werden, ob die Genvariante auch am Entstehungsmechanismus von Osteosarkomen beim Menschen beteiligt ist. […mehr lesen]

Kongress - pixabay

DGU-Kongress-App 2014 steht zum Downloaden bereit

12. August 2014

Digitaler Begleiter für die 66. Jahrestagung der Urologen Seitdem sie 2011 zum ersten Mal auf den Markt kam, hat sie sich zum praktischen und beliebten Kongress-Begleiter entwickelt: die DGU-App. Deutlich optimiert in Konzept und Gestaltung präsentiert sich die Smartphone-Applikation zum 66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), der vom 1. bis 4. Oktober 2014 in Düsseldorf stattfindet. Die App enthält nicht nur das umfangreiche Hauptprogramm der DGU-Jahrestagung in digitaler Form, sondern bietet wieder eine Vielzahl weiterer nützlicher und neuer Funktionen. Sie steht ab sofort kostenlos zum Download zur Verfügung. Ob tägliche Veranstaltungsübersicht, Informationen über Referenten, Sitzungsformate oder Ausstellungsangaben – alle Eckdaten sind übersichtlich erfasst. Dazu kommen Features, die die App zu einem ganz persönlichen Kongress-Begleiter machen. „Die Applikation umfasst alle Veranstaltungen, Vorträge, Präsentationen, Ausstellungen und weitere Angebote und ermöglicht jedem Teilnehmer, sein individuelles Kongress- Programm zusammenzustellen“, sagt DGU- und Kongress-Präsident Prof. Dr. Jan Fichtner. Für jeden Termin sind wichtige Informationen etwa zu Referenten und Vorträgen abrufbar – auch die räumliche Orientierung wird unterstützt: Mit nur einem Klick auf die ausgewählte Veranstaltung öffnet sich eine interaktive Karte, die anzeigt, wo sich der gesuchte Raum im Congress Center Düsseldorf befindet. Ebenso funktioniert auch die Suche nach einem bestimmten Aussteller. Eine […mehr lesen]

Innovative Therapie bei Prostatakrebs

12. August 2014

Offenbacher Spezialisten weltweit führend Offenbach am Main, 11. August 2014 – Prostatakrebs wird auch heute noch meist durch Operation und Bestrahlung behandelt, wie eine aktuelle Studie zeigt. Trotz der damit verbundenen erheblichen Nebenwirkungen wie Impotenz und Inkontinenz. Ein Aspekt, der dringend neu bewertet werden muss. Schließlich erkranken zunehmend auch jüngere Männer unter 50 Jahren an Prostatakrebs. Innovative Therapien wie die Irreversible Elektoporation (IRE, NanoKnife®-Therapie) bieten hier eine wirksame Alternative – ohne gravierende Langzeitschäden zu verursachen. Die Ergebnisse der Studie zwingen jedoch auch aus einem anderen Grund zum Nachdenken: Sie zeigen, dass die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Therapie oftmals weniger von einer medizinisch-objektiven Rationale getragen wird, sondern in erster Linie davon abhängt, welcher Arzt konsultiert wurde.1 Ein Umstand, der dem Ausmaß, den eine Therapieentscheidung für das Leben des Betroffenen hat, in keiner Weise gerecht wird. Eine präzise Diagnose ist das A und O „Bei Verdacht auf Prostatakrebs ist die Magnet-Resonanz-Therapie, kurz MRT, für eine präzise Diagnose unverzichtbar“, so die Aussage von Prof. Dr. Michael K. Stehling, Leiter des Prostata-Centers in Offenbach am Main und einer der wenigen international renommierten Experten für Prostata-MRT. Die MRT-Technologie ist mit einer Nachweisempfindlichkeit von über 85 % für Karzinome das beste bildgebende Verfahren.3 Und […mehr lesen]

Logo: Tag des Sonnenschutzes - Quelle: Haut.de

Hautkrebs – Vorsorge fängt im Kindesalter an

11. August 2014

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Sonnenbrände im Kindesalter gehören zu den Hauptursachen von Hautkrebs. Doch obwohl Sonnenbrände leicht vermeidbar sind, steigt die Zahl der Hautkrebsfälle seit Jahren an. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in seinem neuen Jahresbericht hin. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks warnt deshalb davor, den Sonnenschutz von Kindern zu vernachlässigen. „Hautkrebs-Vorsorge fängt im Kindesalter an“, sagte Hendricks anlässlich der Vorstellung des BfS- Berichts. „Eltern tragen dafür eine besondere Verantwortung. Gerade in der Urlaubszeit sollten sie penibel auf den Sonnenschutz ihrer Kinder achten. Dass die Haut am Ende eines Sonnentags am Meer oder am Badesee schmerzhaft rot ist, ist schnell passiert – und damit kann schon der erste Grundstein für späteren Hautkrebs gelegt sein.“ Schwerpunkt des BfS-Jahresberichts ist der Weg von der Wissenschaft zum vorbeugenden Gesundheits- und Verbraucherschutz. „Die Frage, wie sich die wissenschaftlich-technische Expertise des BfS in einen konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger umsetzen lässt, hat seit der Gründung des BfS immer stärkeres Gewicht bekommen“, sagte BfS-Präsident Wolfram König. „Der UV-Schutz ist hierfür ein gutes Beispiel. Das Wissen, dass die UV- Strahlung der Sonne Hautkrebs verursacht, ist mittlerweile Allgemeingut. Doch daraus folgt nicht automatisch auch das […mehr lesen]

Patientin - pixabay

Offener Brief des Bundesverbandes der Asbestose Selbsthilfegruppen an die Deutsche Krebsgesellschaft

10. August 2014

Alle 16 deutschen Landeskrebsgesellschaften und u.a. auch internationale Krebsorganisationen fordern mehr Unterstützung und Erleichterungen in Berufskrankheitenverfahren für die deutschen Asbestopfer. Nur die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) sieht sich trotz dieser positiven Voten bisher nicht in der Lage, die Ziele der Asbestose Selbsthilfegruppen zu unterstützen. Warum? Eine Erklärung hat die Asbestopferorganisation trotz eines Schreibens bis heute nicht erhalten. Was steht dahinter? Auf dem deutschen Krebskongress im Februar des Jahres in Berlin wurde auf Imitative der norddeutschen Landeskrebsgesellschaften Hamburg-Schleswig-Holstein – Bremen im Verbund mit der UICC (Union of International Cancer Control) eine Berliner Erklärung zu Gesundheitsrisiken durch Asbest und Lage der asbestbedingt Erkrankten verabschiedet (Anlage). Neben den internationalen Forderungen u.a. nach einem absoluten Asbestverbot, die unstrittig sind, geht es darum, die Betroffenen in Deutschland bei der Realisierung ihrer Rechte gegenüber den Berufsgenossenschaften und bei der Anerkennung ihrer asbestbedingen Berufserkrankungen zu unterstützen: So geht es u.a. um Beweislastumkehr bzw. Beweiserleichterungen in Berufskrankheitenverfahren, um Aufarbeitung und Wiedergutmachung für Fälle, über die aufgrund veralteter wissenschaftlicher Standards ablehnend entschieden und konsequente Umsetzung der wissenschaftlichen Standards in der Diagnostik und Begutachtung. Der Bundesverband der Asbestose Selbsthilfegruppen bittet nunmehr mit einem Offenen Brief um die Unterstützung der Deutschen Krebsgesellschaft und um die Unterzeichnung der Berliner Erklärung. Für Nachfragen: Dr. […mehr lesen]

Wissenschaftler untersuchen, wie Antikörper gesundes Gewebe von Leukämiepatienten am besten schützen können. © Dirk Mahler/Fraunhofer

Neuer Mechanismus in der Entstehung von Leukämien entdeckt

6. August 2014

Protein hebelt zellulären Schutzmechanismus aus Hamburg (05.08.2014) – Krebsgen aus dem „Molekülbaukasten“: Ein aus falsch zusammengesetzten DNA-Strängen entstandenes Kombi-Protein mit dem Namen PML-RAR-alpha lässt neue Krebszellen entstehen. Der PML-Teil des Proteins sorgt dafür, einen zellulären Schutzmechanismus zu hemmen, der RAR-alpha- Teil lässt die Zellen weiter wachsen. Beide Teile sind damit verantwortlich für die Entstehung der akuten Promyelozytenleukämie (APL). Das ist, stark verkürzt, das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler des Forschungsinstituts Kinderkrebs-Zentrum Hamburg jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences U.S.A. (PNAS) veröffentlicht haben (1). Dr. Thomas Sternsdorf und Katharina Korf ist es mit ihrer Arbeitsgruppe gelungen nachzuweisen, dass die Entstehung der APL mit dem Verlust eines Schutzmechanismus, der so genannten zellulären Seneszenz, beginnt. „Wir sind überzeugt, dass wir nun auf einem interessanten Weg sind, weil uns diese Erkenntnisse nicht nur etwas über die Leukämieentstehung zeigen, sondern auch über andere Formen von Krebs, da Mutationen in Komponenten desselben Schutzmechanismus bei kindlichen Hirntumoren und neuroendokrinen Tumoren beschrieben wurden“, erläutert Thomas Sternsdorf die Bedeutung seiner Ergebnisse. Kommt es zu krebsauslösenden Mutationen, reagieren gesunde Zellen automatisch mit Seneszenz, einem dauerhaften Stopp des Zellwachstums. Der krebsauslösende Prozess kommt so zu einem vorzeitigen Ende, bevor echte Tumorzellen entstehen können. Wird dieser […mehr lesen]

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