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Weltblutkrebstag: Blutkrebs ist gut behandelbar.

30. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Interview mit Professor Alwin Krämer, Leiter der Klinischen Kooperationseinheit Moekulare Hämatologie/Onkologie des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg, zu Epidemiologie, Risikofaktoren, Behandlung und Prognose von Leukämien, Lymphomen und Myelom anlässlich des Weltblutkrebstages 2016 am 28.5.2016. Herr Professor Krämer, was versteht man unter Blutkrebs? Krämer: Blutkrebs im engeren Sinne sind natürlich Leukämien, weißes Blut zu Deutsch. Akute Leukämien bezeichnen Erkrankungen, die sehr fulminant auftreten, einen sehr raschen klinischen Verlauf nehmen und unbehandelt auch sehr schnell zum Tode führen. Im Gegensatz dazu nehmen chronische Leukämien meist einen eher langsamen Verlauf, zeigen häufig nur milde Symptome und führen auch unbehandelt über längere Zeiträume nicht zwingend zum Tode. Darüber hinaus gibt es die Lymphome, Lymphknotenkrebs, einhergehend mit Lymphknotenschwellungen an verschiedenen Stellen des Körpers. Das Myelom ist eine Krebsform, die von sogenannten Plasmazellen ausgeht, die typischerweise im Knochenmark ansässig sind. Durch deren Entartung kommt es an einzelnen Stellen im Knochenmark zu einer herdförmigen Vermehrung dieser Plasmazellen, verbunden mit Knochenbrüchen und Veränderungen der Blutbildung. Wie häufig ist Blutkrebs und wer erkrankt daran? Krämer: Die einzelnen Blutkrebsarten sind im Vergleich zu den häufigen soliden Tumorformen wie Brustkrebs, Darmkrebs oder Lungenkrebs sehr seltene Erkrankungen. Die meisten davon treten genau wie solide Tumoren mit zunehmendem Alter häufiger auf. Eine […mehr lesen]

In Leukämiezellen (hier lila) wird durch das neue Medikament der Signalweg zum natürlichen Absterben wieder freigemacht. Foto: Universitätsklinikum Ulm
Krebsthemen

Erstzulassung eines Leukämie-Medikaments in den USA

20. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Internationale Studie belegt Wirksamkeit Wissenschaftler des Ulmer Universitätsklinikums unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Stilgenbauer (Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin III) haben in einer internationalen Studie die Wirksamkeit eines neuen Medikaments bei einer besonders aggressiven Form der Chronisch Lymphatischen Leukämie (CLL) nachgewiesen. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat für das Medikament aufgrund dieser Studie die Erstzulassung erteilt. Eine solche Erstzulassung in den USA durch eine in Deutschland geführte Studie ist selten. Die Studienergebnisse sind aktuell in der Fachzeitschrift Lancet Oncology erschienen und stellen einen Durchbruch in der Behandlung dar. Das Medikament sorgt dafür, dass die Krebszellen sich nicht mehr mit Hilfe eines bestimmten Eiweißstoffs (B-Zell-Lymphom-2-Protein, BCL-2) vor dem natürlichen Absterben schützen können. Der Signalweg für das natürliche Absterben der Krebszellen wird durch Venetoclax, so der Name des Medikaments, wieder frei. Die Ulmer Universitätsklinik für Innere Medizin III ist als zentrales Referenzlabor der Deutschen CLL-Studiengruppe weltweit ein Zentrum für die Erforschung der Chronischen Lymphatischen Leukämie und hat große Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung internationaler Studien zur Erforschung der Wirkungsweise neuer Krebsmedikamente. „80 Prozent der 106 bereits durch eine andere Krebstherapie behandelten Patienten mit der besonders aggressiven Form der CLL, der 17p-Deletion, sprachen auf das Medikament […mehr lesen]

Logo: Tag des Sonnenschutzes - Quelle: Haut.de
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Sonnenschutz hat weiterhin hohe Priorität

20. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Kein Anlass für Entwarnung Darmstadt, den 19. Mai 2016 – „Gutes Wetter!“ für den Sommer, für den Urlaub, für Freizeitaktivitäten im Freien. Mit diesem Wunsch verbinden viele für die bevorstehenden Sommermonate vor allem Sonnenschein. Die Sonne gilt als Garant für Wohlbefinden. Tatsächlich hat Sonne durchaus positive Auswirkungen auf den Körper. Angesichts der weiterhin hohen Erkrankungsraten beim Hautkrebs empfiehlt die Hautärztin Prof. Dr. med. Christiane Bayerl gezielte Sonnenschutzmaßnahmen. Verbraucher sollten die Beratungsaktionen rund um den Tag des Sonnenschutzes, die u. a. von Gesundheitsämtern, Sportvereinen und Apotheken angeboten werden, nutzen. www.tag-des-sonnenschutzes.de „Ultraviolette Strahlen des Sonnenlichts aktivieren die Atmung, regen Durchblutung, Stoffwechsel und Drüsentätigkeit an und stimulieren die Abwehrkräfte des Körpers gegen Infektionen. Blutdruck und Cholesterinspiegel werden gesenkt. Mit Hilfe der UV-B-Strahlung des Sonnenlichts wird Vitamin-D gebildet“, so Frau Prof. Christiane Bayerl. Die Hautärztin stellt im Interview mit haut.de klar, dass es beim Sonnenvergnügen nach wie vor gilt, „das richtige Maß zu finden, damit die positiven Wirkungen nicht durch negative, wie Hautschädigungen oder Hautkrebserkrankungen, überschattet werden.“ Vor dem Hintergrund der Erkrankungsraten zu Hautkrebs gibt die Expertin keine Entwarnung. Es bestehe immer noch erhöhter Handlungsbedarf in der Aufklärung und Information über die Gefahren der UV-Strahlen der Sonne, insbesondere im Bereich der Freizeitaktivitäten und Urlaubspräferenzen. […mehr lesen]

Staphylococcus aureus von: en.wikipedia.org
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Trojanische Pferde für Krankenhauskeime

17. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Bakterien der Art Staphylococcus aureus sind in der Regel gefürchtete Krankheitserreger. Bisweilen finden sich allerdings im Blut von Patienten abgeschwächte Varianten. Forscher der Universität Würzburg haben jetzt eine dafür verantwortliche Mutation identifiziert. Das Bakterium Staphylococcus aureus besiedelt beim Menschen bevorzugt die Haut und die Nasenschleimhaut und macht sich dort normalerweise nicht bemerkbar. Gelingt es ihm aber, ins Körperinnere einzudringen, drohen den Betroffenen lebensgefährliche Konsequenzen in Form von Abszessen, einer Blutvergiftung, einer Lungenentzündung oder einer Entzündung der Herzinnenwand. Wie es der Erreger schafft, sein gefährliches Werk zu verrichten, ist trotz intensiver Forschung noch immer weitgehend unverstanden. Jetzt ist es Wissenschaftlern der Universitäten Oxford und Würzburg gelungen, ein Phänomen zu erklären, dass die Wissenschaft ebenfalls vor Rätsel gestellt hat. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PNAS stellen sie ihre Ergebnisse vor. Enge Verwandte mit deutlichen Unterschieden „Neueste Studien haben gezeigt, dass sich in manchen Fällen Staphylococcus-Bakterienstämme im Blut von Patienten deutlich von denen unterscheiden, die sich in deren Nase nachweisen lassen“, erklärt Professor Thomas Rudel, Inhaber des Lehrstuhls für Mikrobiologie an der Universität Würzburg und gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Dr. Martin Fraunholz einer der Hauptautoren der Studie. „Das ist ein überraschender Befund, weil beide Bakterientypen genetisch eng miteinander verwandt sind“, so Rudel. […mehr lesen]

Die Abbildung zeigt schematisch den Antikörper Atezolizumab, der den PD-Liganden (PD-L1) blockiert. So werden bestimmte Immunzellen (zytotoxische Lymphozyten) wieder aktiviert, den Tumor anzugreifen. Schema: privat
Krebsthemen

Immuntherapie bei Lungenkrebs

14. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Internationale Studie mit Beteiligung des LungenTumorZentrums Universität Göttingen erprobt neue Immuntherapie zur Behandlung von metastasiertem Lungenkrebs. Publikation in renommierter Fachzeitschrift „The Lancet“. (umg) Krebszellen können das Immunsystem gezielt in die Irre führen. Normalerweise attackiert das Immunsystem neu entstandene bösartige Zellen und verhindert so, dass Menschen an Krebs erkranken. Wenn es den Krebszellen gelingt, bestimmte Signale (PD-L1) zu zeigen, wird das Immunsystem inaktiviert und der Krebs kann ungehindert wachsen. In den letzten Jahren wurden Therapieansätze entwickelt, die das Immunsystem reaktivieren können, so dass der eigene Körper den Krebs wieder angreift. In einer internationalen klinischen Studie haben Forscher jetzt einen neuen Antikörper geprüft. Im Gegensatz zu einem bereits für die Behandlung von Lungenkrebs zugelassenen Antikörper, der den gleichen Signalweg auf der Oberfläche der beteiligten Immunzellen (PD-1) blockiert, wurde jetzt erstmals ein Antikörper getestet, der direkt das Tumorsignal (PD-L1) abschirmt. Seniorautor der Studie ist Dr. Achim Rittmeyer, Oberarzt an der Lungenfachklinik Immenhausen und Mitglied des LungenTumorZentrums Universität Göttingen. Dr. Rittmeyer ist zuständig für die Thorakale Onkologie. Die Ergebnisse wurden Ende April 2016 in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht: Originalveröffentlichung: Louis Fehrenbacher, Alexander Spira, Marcus Ballinger, Marcin Kowanetz, Johan Vansteenkiste, Julien Mazieres, Keunchil Park, David Smith, Angel Artal-Cortes, Conrad Lewanski, Fadi Braiteh, Daniel […mehr lesen]

Professor Dr. Micheal Manns (links) und Professor Dr. Frank Wacker (rechts) bei einer Fallbesprechung. - "Foto: MHH/Kaiser"
Krebsthemen

Doppelter Lymphdrüsenkrebs – Mediziner untersuchen Genveränderungen

14. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Essen, 13.05.2016 – Die Diagnose ist doppelt schlimm: Sehr selten treten bei einem Patienten zwei Formen von Lymphdrüsenkrebs gleichzeitig auf. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Essen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersuchen gemeinsam mit Kollegen in Frankfurt/Main die Genveränderungen solcher ungewöhnlichen Erkrankungen. Sie erforschen, wie sich schrittweise eine normale Blutzelle verändert. Die Deutsche Krebshilfe fördert das dreijährige Projekt mit rund 370.000 Euro. Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) sind Krebsformen von Lymphozyten, einer Unterart der weißen Blutzellen. Normale Lymphozyten spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem. Es gibt über 30 verschiedene Formen von Lymphomen – diese unterscheiden sich nicht nur im Erscheinungsbild, in der zellulären Herkunft und den Genveränderungen, sondern auch in ihrem klinischen Verhalten. Selten gibt es zwei unterschiedliche Lymphome zugleich, was als Kombinationslymphom bezeichnet wird. Die Krebszellen der beiden Lymphome stammen meist von einer gemeinsamen Ursprungszelle ab. Erst mehrere Genmutationen bewirken, dass aus einer normalen weißen Blutzelle ein Lymphom wird. „Daher wird vermutet, dass die gemeinsame Vorläuferzelle bereits Mutationen getragen hat, und dann in Tochterzellen unterschiedliche Genveränderungen hinzugekommen sind“, erklärt Prof. Dr. Ralf Küppers vom UDE-Institut für Zellbiologie (Tumorforschung), der das Projekt gemeinsam mit Prof. Martin-Leo Hansmann aus Frankfurt am Main leiten wird. Die Wissenschaftler versuchen nun, die krebsverursachenden Genschäden aufzudecken. Sie isolieren […mehr lesen]

Kegelstrahl-CT der Brust - Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft
Brustkrebs

Brustkrebs: Informationen lindern die Angst

14. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Eine gute Aufklärung über ihre Erkrankung kann die Lebensqualität von Brustkrebs-Patientinnen deutlich steigern. Auf diesen Zusammenhang weisen Wissenschaftler der Universitäten Köln und Bonn sowie der Deutschen Krebsgesellschaft in einer aktuellen Studie hin. Als erste Konsequenz haben die Forscher eine Art Checkliste erarbeitet. Damit können Betroffene beim Arztgespräch sicherstellen, alle für sie wichtigen Aspekte angesprochen zu haben. Die Druckfassung der vorab online veröffentlichten Arbeit erscheint im Mai in der Zeitschrift „Patient Education and Counseling“. An der Studie nahmen insgesamt 445 Brustkrebspatientinnen im Alter von 65 bis 88 Jahren teil. Sie alle hatten sich gerade einer Brustkrebs-Operation unterzogen. Die Teilnehmerinnen wurden kurz nach dem Eingriff und 40 Wochen später gebeten, einen Fragebogen zu ihrer Gesundheitskompetenz auszufüllen. Darin klopften die Forscher vier verschiedene Aspekte ab: Wie leicht fiel es den Betroffenen, relevante Informationen zu ihrer Erkrankung zu finden? Konnten sie diese Informationen verstehen? Waren sie dazu in der Lage, ihre Vertrauenswürdigkeit zu beurteilen? Halfen ihnen die neuen Kenntnisse, Entscheidungen bezüglich ihrer Erkrankung zu treffen? Massive Ängste beeinträchtigen den Alltag Gleichzeitig wurden die Patientinnen nach Ängsten im Zusammenhang mit ihrer Brustkrebs-Diagnose befragt. Weit verbreitet ist etwa die Sorge, die Krankheit könne fortschreiten oder – nach Abschluss der Therapie – wiederkehren. „Bis zu 70 Prozent […mehr lesen]

barrierefreier Zugang - pixelbay
Allgemein

Behindertengleichstellungsgesetz erfüllt Erwartungen nicht

14. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Deutscher Behindertenrat (DBR) sieht im Behindertengleichstellungsgesetz Mängel „Einige Vorschläge des DBR und seiner Mitgliedsverbände sind in die Neufassung des Behindertengleichstellungsgesetzes eingeflossen. Das erkennen wir an, sind aber mit dem Gesamtbild unzufrieden, da insbesondere beim Abbau von Barrieren die Privatwirtschaft nicht in die Pflicht genommen wird.“ Das erklärt Ulrike Mascher, Sprecherratsvorsitzende des DBR und Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der morgigen zweiten und dritten Lesung der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag. Für den DBR muss auch die Privatwirtschaft ihren Beitrag zur Barrierefreiheit leisten, damit künftig Menschen mit Behinderung vor weniger Hürden stehen. „Es ist zwar richtig, dass der Bund seine eigenen Institutionen und die Sozialleistungsträger zu Barrierefreiheit verpflichtet, aber die Menschen nutzen nun einmal im Alltag private Geschäfte, Gaststätten, Kinos und Arztpraxen viel häufiger als Bundesministerien und -behörden“ , erklärt Mascher. Auch gibt es zum Beispiel beim wichtigen Thema der barrierefreien Informationstechnik zu wenig Fortschritt im Gesetz. Die Novelle droht zu einem Spartengesetz zu werden. Vom Anspruch, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen und für alle Menschen mit Behinderung herzustellen, ist der Entwurf weit entfernt. „Ausnahmen darf es generell nicht geben. Mit der Metallrampe vor Geschäften ist es nicht getan. Insbesondere die private Wirtschaft kann von digitaler Barrierefreiheit profitieren. Potenzielle Kunden wie […mehr lesen]

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DGU-Kongress 2016

5000 Hodentumor-Zweitmeinungen verbessern Behandlungsqualität

11. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

10 Jahre Zweitmeinung in der Urologie Fast 90 Prozent der Deutschen würden bei ernsthaften Erkrankungen eine ärztliche Zweitmeinung einholen. Etwa jeder Vierte hat diese Möglichkeit bereits genutzt, und drei von vier Patienten haben daraufhin, wie Barmer GEK und Bertelsmann Stiftung jüngst repräsentativ erhoben, ihre ursprüngliche Behandlungsentscheidung geändert. Strukturierte Zweitmeinungsverfahren sind allerdings noch längst nicht etabliert – lediglich für bestimmte, planbare Eingriffe im Versorgungsstärkungsgesetz verankert. Eine Ausnahme gibt es in der Urologie: „Das Zweitmeinungsprojekt Hodentumor der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) kann 2016 auf zehn Jahre gelebte internetbasierte Zweitmeinungspraxis zurückblicken – es ist hiermit weltweit einzigartig“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Das Netzwerk der Deutschen Hodentumor Studiengruppe zählt in diesen Tagen fast 5000 Zweitmeinungs-Konsultationen und ist als Erfolgsmodell für einen systematischen Zweitmeinungsabgleich bei der Therapiefestlegung anerkannt. „Jüngste Daten zeigen eine hohe Akzeptanz und eine signifikant verbesserte Behandlungsqualität, weshalb das Projekt bereits als Modell für den Aufbau eines nationalen Zweitmeinungszentrums Peniskarzinom und eines nationalen Zweitmeinungszentrums Sarkom fungiert“, so Prof. Wülfing weiter. Über die Internetseite „www.zm-hodentumor.de“ können Urologen anonymisiert die Daten ihrer Patienten mit einem diagnostizierten Hodentumor und ggf. die eigene Therapieplanung online an eines der 32 Zweitmeinungszentren in Deutschland und Österreich übermitteln. „Auf dieser Datengrundlage folgen in der Regel binnen […mehr lesen]

Logo der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO)
Hautkrebs

Hautkrebs-Netzwerk Deutschland gegründet: Gemeinsam gegen Hautkrebs

4. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

Schon seit vielen Jahren organisieren sich Hautkrebspatienten, denn gemeinsam mit anderen Betroffenen ist es leichter, die Krankheit zu bewältigen. Und damit diese über ganz Deutschland verteilten Gruppen sich noch besser gegenseitig unterstützen und als Lobby für Patienten auftreten können, wurde am 16. März 2016 das Hautkrebs-Netzwerk Deutschland gegründet. Ähnliche bundesweite Verbände gibt es für andere Krebsarten schon lange. Sie sind wichtig, um die Perspektive und die Versorgung von Patienten zu stärken. Im Hautkrebs-Netzwerk Deutschland können sich nicht nur Betroffene, sondern alle engagieren, die gemeinsam gegen Hautkrebs aktiv werden möchten. „Die Kooperation mit Experten ist für unsere Arbeit genauso wichtig“, findet Annegret Meyer, die frisch gewählte Vorsitzende des Netzwerks und Leiterin der Selbsthilfegruppe Hautkrebs Buxtehude. Am 16.3.2016 setzten Vertreterinnen und Vertreter mehrerer regionaler Hautkrebs-Selbsthilfegruppen und Mediziner ihre Unterschrift unter das Gründungsprotokoll, doch die eigentliche Arbeit hat längst begonnen. Schon länger kooperieren die Gruppen und haben z.B. im letzten November gemeinsam in Berlin einen Hautkrebspatiententag auf die Beine gestellt, eine gut besuchte Informationsveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte. Konkret wollen wir dazu beitragen, das Wissen in der Bevölkerung zum Thema Hautkrebs zu verbessern, den Informationsstand und die Kompetenz der Patienten zu verbessern, den Zugang zu innovativen Therapien zu sichern, die Behandlungsqualität zu […mehr lesen]

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