59. Urologen-Kongress im Berliner ICC

Häufigkeit Erektile Dysfunktion - Quelle: AGS Medienservice
Häufigkeit Erektile Dysfunktion - Quelle: AGS Medienservice

Vom 26. bis 29. September findet der 59. Urologen-Kongress im Berliner ICC statt. Die Themen der Eröffnungs-Pressekonferenz des 59. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) gehen uns alle etwas an.

Die O­nline-Zeitung Mensch & Krebs wird die Pressekonferenz auf Video aufzeichnen und die einzelnen Vorträge in Text, Bild und Video hier am gleichen Tag veröffentlichen.
Die Videos werden als streaming-Videos und als download zur Verfügung gestellt.

Das Text- Bild- und Videomaterial darf downgeloadet werden und darf unverfälscht weiter veröffentlicht werden. Hochauflösende Videos z.B. für Fernsehproduktionen, können bei der Redaktion bestellt werden:
(während des DGU Kongress auch im Pressezentrum)
Tel.: 030-35508517, Fax: 030-35508518,
Email: info@mensch-und-krebs.de

Haben Sie einen Organspendeausweis?
Nur zwölf Prozent der Deutschen können diese Frage mit „ja“ beantworten. Die Folge: Es gibt zu wenig Spenderorgane. Derzeit warten in Deutschland etwa 12 000 Patienten auf ein Spenderorgan, fast 9000 davon auf eine Niere. In der Praxis heißt das: Es warten etwa dreimal so viele Menschen auf eine neue Niere, wie Transplantate vermittelt werden können.

Die Nieren-Lebendspende bedeutet für viele Dialysepatienten neue Hoffnung auf eine zeitnahe Transplantation. Organverpflanzung trotz Blutgruppenunverträglichkeit, minimal-invasive Entnahme der Spenderniere: DGUTransplantations- Experte Prof. Dr. Paolo Fornara, Direktor des Nierentransplantations- Zentrums Sachsen-Anhalt und Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer referiert über Fortschritte bei der Nierentransplantation.

Das Prostatakarzinom ist mit 50 000 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste Tumor beim Mann. Etwa zehn Prozent der Betroffenen haben ein metastasiertes Prostatakarzinom, das im Laufe der Zeit hormonunempfindlich wird, nicht mehr auf die übliche antihormonelle Therapie reagiert und damit unheilbar ist. In diesen Fällen ist ein medianes Überleben von zwölf Monaten zu erwarten.

Neue Chemotherapien konnten erstmals eine Verbesserung des Gesamtüberlebens für hormonresistente metastasierte Prostatakarzinom-Patienten erreichen, das in vielen Fällen mehrere Jahre betragen kann. Professor Dr. Peter Albers, Direktor der Klinik für Urologie am Klinikum Kassel und Mitglied des DGU-Arbeitskreises o­nkologie erläutert die aktuellen Möglichkeiten der Chemotherapie beim Prostatakarzinom unter Berücksichtigung laufender klinischer Studien.

Prostatakrebs – Früherkennung, Diagnose und Therapie
ist Gegenstand eines öffentlichen Patientenforums, das im Rahmen des 59. DGU-Kongresses am Donnerstag, den 27. September 2007, 19.30 bis 21.30 Uhr in Saal 6 des Internationalen Congress Centrums Berlin stattfindet.

Prostata – oder was?
Diese Frage klärt Professor Dr. Peter Alken, Direktor der Urologischen Klinik am Universitätsklinikum Mannheim auf der DGU-Pressekonferenz. Soviel vorweg: Es geht um Beschwerden des unteren Harntrakts wie häufiges Urinieren, unwillkürlichen Urinverlust oder Startschwierigkeiten beim Wasserlassen, die man bisher alle auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata zurückgeführt hat und unter den Begriffen BPS (Benignes Prostatasyndrom) und BPH (Benigne Prostatahyperplasie) bekannt sind. Heute weiß man, dass es verschiedene Ursachen gibt, die unterschiedlich behandelt werden können und müssen. Motto: Eine maßgeschneiderte Behandlung für jeden Patienten. Das Spektrum der Behandlungsmethoden reicht von Medikamenten über minimal invasive Eingriffe bis zur klassischen Operation. Betroffen ist jeder zweite Mann über 50 Jahre.

Sterben die Deutschen aus?
Jedes sechste Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos – wie Urologen helfen können. Professor Dr. Sabine Kliesch, Oberärztin an der Urologischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Münster referiert als Urologin und Andrologin über neue Aspekte der Behandlung der männlichen Unfruchtbarkeit, der Impotenz und den Hormonersatz beim (alternden) Mann. Insbesondere die Weiterentwicklung der medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten der Testosterontherapie ermöglicht Betroffenen mit einem Hormonmangel eine deutliche Besserung des Befindens und nicht zuletzt der Lebensqualität.

Ähnlich positiv sieht die Entwicklung der Medikamente für die Therapie der Erektionsstörungen aus – nicht nur eine Linderung des Leidensdruckes, sondern oftmals auch die Früherkennung von Herz-Kreislauferkrankungen sind mit der Erkennung und Behandlung von Erektionsstörungen verbunden. Weniger durch Tabletten, als vielmehr durch eine sehr detaillierte Abklärung von Störungen der Zeugungsfähigkeit und der korrekten Wahl des geeigneten Behandlungsverfahrens – wobei durchaus auch operative Eingriffe zum Einsatz kommen können – in enger Zusammenarbeit mit den Frauenärzten ermöglicht es heutzutage in vielen Fällen, dem kinderlosen Paar zum erhofften Nachwuchs zu verhelfen.
DGU-Pressesprecherin und Chefärztin im Urologischen Zentrum Hamburg, Professor Dr. Margit Fisch wird Sie als Moderatorin durch die Eröffungs-Pressekonferenz führen.

Der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e. V., Dr. Martin Bloch, gibt nach exakt einjähriger Amtszeit, Auskunft über Aktuelles aus der Berufspolitik und lädt Sie zum diesjährigen Berufspolitischen Forum ein: Sonnabend, 29. September 2007, 8.30 Uhr, ICC Berlin, Vortragssaal Halle unter anderem mit dem Thema „Wie viele Ärzte braucht ein gesundes Deutschland?“.

Weitere Informationen:
DGU-Kongress-Pressestelle
Bettina-C. Wahlers & Sabine M.Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel.: 040 – 79 14 05 60 Mobil: 0170 – 48 27 28 7 Fax: 040 – 79 14 00 27
Mail: info@wahlers-pr.de
www.dgu-kongress.de

Detlef Höwing – Pressestelle der DGU


Krebszeitung

--Download 59. Urologen-Kongress im Berliner ICC als PDF-Datei --


  • Immunzellen (T-Zellen) im Bauchspeicheldrüsenkrebs, die ihre Entzündungsstoffe (Zytokine) über den alternativen p38-Signalweg bilden und dadurch das Tumorwachstum fördern. Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg
    Forschung

    Immunologen an der LMU haben eine neue Technologie entwickelt, die ebenso bei der Bekämpfung von Tumoren wie bei der Heilung von Autoimmunkrankheiten eingesetzt werden kann. Dafür werden sie nun vom Bundesbildungsministerium gefördert.

    Das Immunsystem verteidigt den Körper gegen Infektionen und Tumore. Dabei spielen T-Zellen eine wichtige Rolle. Sie haben Rezeptoren, die körperfremde Antigene anhand ihrer Strukturen erkennen. Die allermeisten dieser Antigene sind noch unbekannt. Eine besonders wichtige Gruppe von T-Zellen sind die zytotoxischen T-Zellen. Sie erkennen körpereigene Zellen, die zum Beispiel von Viren oder anderen Erregern infiziert sind, und töten daraufhin die infizierten Zellen. Eine ähnliche Funktion haben sie bei der Bekämpfung von Tumoren: Sie erkennen krankhaft veränderte Zellen und töten diese. Bei Autoimmunkrankheiten hingegen greifen sie fälschlicherweise eigenes Gewebe an und zerstören es. Beispiele dafür sind multiple Sklerose und Psoriasis („Schuppenflechte“).

    […mehr lesen]

  • Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister - Quelle: GEKID
    GIST

    In Deutschland erkranken jährlich mehr als 100.000 Menschen an einem bösartigen Krebsleiden der Verdauungsorgane. Hierzu zählen Tumoren der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarms, der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie der Gallenblase und Gallenwege – fast ein Drittel aller neu festgestellten Krebsleiden. Immer noch ist die Diagnose einer Tumorerkrankung in vielen Fällen mit einer schlechten Prognose verbunden, da vor allem in fortgeschritteneren Erkrankungsstadien wirkungsvolle Therapieverfahren meist fehlen.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit