6 Millionen Menschen sterben weltweit durch Tabakkonsum

Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer

Berlin. In der dritten Auflage des Welt-Tabak-Atlas, der jetzt in Dublin vorgestellt wurde, berichten die Amerikanische Krebsgesellschaft und die Welt-Lungenstiftung, dass schon im kommenden Jahr 6 Millionen Menschen weltweit an den Folgen des Tabakkonsums sterben werden. In Deutschland rauchen dem Atlas zufolge 37,4 Prozent der Menschen.

Damit rangiere Deutschland im europäischen Vergleich noch vor Frankreich, Großbritannien oder Spanien. „Die Daten sind einmal mehr Beleg dafür, wie es um die Bemühungen zur Tabakprävention in Deutschland bestellt ist“, erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, und verweist auf den nach wie vor fehlenden Nichtraucherschutz in Deutschland: “Seit Jahren ist es nicht gelungen, in Deutschland einen einheitlichen Nichtraucherschutz und Tabakverbote etwa in der Gastronomie zu etablieren. Wir fallen hier Jahr für Jahr hinter europäische Maßstäbe zurück“. Die Deutsche Krebsgesellschaft fordert hier nochmals Bund und Länder auf, sich endlich auf einen einheitlichen und konsequenten Nichtraucherschutz zu verständigen.

Krebsgesellschaft: weltweit sind 2,1 Millionen Krebstodesfälle Tabak bedingt – also vermeidbar

Der Welt-Tabak-Atlas warnt, dass 2015 weltweit 2,1 Millionen Tote an den Folgen des Tabakkonsums sterben würden – „also vermeidbare Todesfälle“, wie Bruns ergänzt. In Deutschland sind es schon jetzt jährlich 140.000 Menschen,  die an den Folgen des Rauchens sterben – Tendenz steigend.

Die Forderungen der Deutschen Krebsgesellschaft zur Tabakprävention:

  1. Schutz vor Tabakrauch in Innenräumen
  2. Erhöhung der Tabaksteuer und Einführung einer Präventionsabgabe
  3. Verbot der Tabakwerbung
  4. Einschränkung des Angebots von Tabakprodukten
  5. Verbesserung des Jugendschutzes
  6. Verbesserung von Produktkontrolle und Verbraucherinformationen
  7. Verbesserung der massenmedialen Prävention
  8. Ausbau von Beratung und Therapie
  9. Eindämmung des Tabak-Schmuggels

Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

André Franck
Tel.:     03643 – 743749
Fax:      03643 – 743536

Internet: www.krebsgesellschaft.de

Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.


Krebszeitung

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    Impressum

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    20. Oktober 2014 Detlef Hoewing 0
    Anbieterinformationen Detlef Höwing Schloßstr. 9 15732 Schulzendorf Deutschland Telefon: 033762 811755 Website: www.krebszeitung.de, www.mensch-und-krebs.de E-Mail-Adresse: info@mensch-und-krebs.de Rechtliche Angaben Vertretungsberechtigt: Detlef Höwing ( info@mensch-und-krebs.de) Redaktion – Journalistin Petra Höwing-Kuhn Redaktion – Journalist Detlef Höwing Technische Angaben Technisch [...mehr lesen]
  • Das Gen MLH1 wird mit Next-Generation Sequencing komplett analysiert. Nicht nur die vertikalen Balken des Gens (Exons), sondern auch die „Leerzeilen“ des Bauplans (Introns und Promotor) gehören dazu.
    Darmkrebs

    Das Gen MLH1 wird mit Next-Generation Sequencing komplett analysiert. Nicht nur die vertikalen Balken des Gens (Exons), sondern auch die „Leerzeilen“ des Bauplans (Introns und Promotor) gehören dazu.Einige Gene für erblichen Darmkrebs sind bekannt, aber nicht bei allen Patienten mit Hinweis auf diese erbliche Belastung kann die Ursache in den Genen gefunden werden. Eine neue Methode der Sequenzierung soll daher an 30 Patienten mit familiär gehäuftem Darmkrebs im Erbgut angewandt werden. Dabei stehen bei Professor Elke Holinski-Feder und Dr. Monika Morak von der LMU nicht nur die bisher als relevant betrachteten drei Prozent des Gens im Fokus, sondern der gesamte Genbereich, um weitere mögliche Fehlerursachen zu finden. Die Information eines erhöhten Risikos hilft Betroffenen und ihren Angehörigen, da sie in diesem Fall geeignete Vorsorgemaßnahmen treffen können.

    Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland und dessen Erforschung daher von großer Relevanz. Von jährlich rund 73.000 Neuerkrankungen an Dickdarmkrebs sind etwa 3 Prozent erblich. Aufgrund veränderter Erbanlagen haben diese Menschen ein erhöhtes Tumorrisiko, auch schon in jüngeren Jahren. Die Ursache für das erhöhte Dickdarmkrebs-Risiko bei erblichem Darmkrebs („Lynch-Syndrom“) liegt in krankheitsverursachenden Veränderungen von Reparatur-Genen (MLH1, MSH2, MSH6 und PMS2). Im Tumorgewebe zeigen sich Hinweise auf diesen Gendefekt auch mit Färbetechniken. Allerdings konnten in 30 Darmkrebs-Patienten mit Verdacht auf Erblichkeit in den bisher untersuchten Regionen der Gene MLH1 bzw. PMS2 noch keine Veränderungen gefunden werden, obwohl die Ergebnisse der Tumoruntersuchungen auf einen Defekt in diesen Genen hinweisen.

    Bei Genanalysen werden allgemein nur die wichtigen, aussagekräftigen Teile mit Inhalt (Exons) analysiert, die etwa nur drei Prozent der Gensequenz ausmachen. Während den „Leerzeilen“ des Bauplans bisher kaum Bedeutung zugemessen wurde, konnte nun gezeigt werden, dass auch dort Veränderungen zu einem Gendefekt führen können: Veränderte Leerzeilen zu Beginn des Bauplans (Promotor) können das Erstellen des Bauplans durch Stilllegung des Gens blockieren (Regulation), während Veränderungen in dazwischenliegenden Leerzeilen des Bauplans (Introns) das Zusammenschneiden des Bauplans stören und beispielsweise zusätzliche Informationen einfügen oder wichtige Bauplanteile überspringen können (Spleißveränderungen). Da diese Leerzeilen einen Anteil von etwa 97 Prozent am Gen haben, bedeutet eine komplette Genanalyse einen arbeitsintensiven und großen finanziellen Aufwand, der jedoch mit einer neuen Methode des Next-Generation Sequencings machbar wird.

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