66. DGU-Kongress öffnet heute in Düsseldorf seine Pforten

Kongress - pixabay
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Düsseldorf. Rund 7000 internationale Teilnehmer werden auf dem 66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) erwartet, der heute im Congress Center Düsseldorf (CCD) seine Pforten öffnet. Fortbildung und Wissenschaftsaustausch in allen Bereichen des Fachgebietes stehen auf dem Programm der weltweit drittgrößten urologischen Fachtagung vom 1. bis 4. Oktober 2014. Bereits heute von 11.00 bis 12.00 Uhr lädt die DGU die Medienvertreter zu einem informellen Pressegespräch in Raum 111 im CCD ein.

DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Jan Fichtner hat den Kongress unter das Motto „Demografischen Wandel gestalten“ gestellt. „Steigender urologischer Versorgungsbedarf in einer immer älter werdenden Gesellschaft und eine Verknappung der zur Verfügung stehenden Arztstunden erfordern neue Organisationsstrukturen, die den Umgang mit schrumpfenden Ressourcen optimieren“, sagt der Chefarzt der Urologischen Klinik des Johanniter Krankenhauses in Oberhausen. Rund um das Kongressmotto stehen zum Beispiel die Erektile Dysfunktion und die Testosteronersatztherapie, Sexualität im Alter, die geriatrische Urologie und die Palliativmedizin auf dem Programm. Kongressthemen wie der Organerhalt bei Nierenzellkrebs, die onkologische Sporttherapie, wie die Nierentransplantation oder die Gendermedizin, die Therapie der männlichen Infertilität oder die Frage nach einer HPV-Impfung für beide Geschlechter zeigen die Vielfalt des urologischen Fachgebietes und der DGU-Jahrestagung. Neue Leitlinien zur Behandlung des Prostatakarzinoms, der gutartigen Prostatavergrößerung und in der Kinderurologie lassen weitere patientenrelevante Neuigkeiten erwarten. Auch der Patientenschutz vor Problemkeimen sowie Fehlerkultur und Patientensicherheit werden auf dem 66. DGU-Kongress diskutiert.

Traditionell ist der DGU-Jahrestagung ein Pflegekongress für die urologischen Pflege- und Assistenzberufe angeschlossen. Das obligate Patientenforum findet am 1. Oktober, 18.00-20.00 Uhr im Haus der Universität in Düsseldorf statt. Der Schülertag auf dem Kongress bietet Oberstufenschülerinnen und -schülern aus der Region Düsseldorf am 2. Oktober außergewöhnliche Chancen zur Berufsorientierung. Mit dem „Kongresslauf“ startet die DGU am 3. Oktober um 7.00 Uhr in Düsseldorf erneut eine Benefiz-Aktion zugunsten von „Die Ärzte für Afrika“. In der begleitenden Industrieausstellung werden rund 180 Firmen aus der Pharmaindustrie und der Medizintechnik vertreten sein. Die Kongress-App „DGU 2014“ steht wie üblich allen Teilnehmern als praktischer Begleiter zur persönlichen Kongressplanung zur Seite. Erstmals dient sie auch der Evaluierung von Vorträgen und Sitzungen. Das spart Papier und fördert die Nachhaltigkeit, die die DGU künftig auf ihren Kongressen verfolgen wird. 2014 wurde u.a. die papierlose Registrierung eingeführt, überschüssige Lebensmittel werden an die Düsseldorfer Tafel weitergegeben.

Weitere wichtige Termine für Medienvertreter: die morgigen Öffentlichkeitsforen „Aktuelle Kontroversen in der Urologie“, 2. Oktober, 8.30-10 Uhr, CCD, Raum 16/17 sowie „Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms“, 2. Oktober, 13.00-14.30 Uhr, CCD, Saal X und die DGU-Pressekonferenz, 2. Oktober, 15:00-16:00 Uhr, CCD, Raum 111.

Weitere Informationen:
DGU-Pressestelle
Bettina-C. Wahlers
Sabine M. Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel.: 040 – 79 14 05 60
Mobil: 0170 – 48 27 28 7
E-Mail: redaktion@bettina-wahlers.de
Internet: www.urologenportal.de
www.dgu-kongress.de

Pressemitteilung von DGU-Pressestelle Bettina-C. Wahlers, Sabine M. Glimm

Kontroversen in der Urologie


Krebszeitung

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  • Gliom (rote Pfeile; obere Reihe), das bereits zum Zeitpunkt der ersten Operation begonnen hatte zu entarten. Untere Reihe: Nachgewachsener, jetzt sehr bösartiger Tumor (gelber Pfeil). © Foto: M. Simon/Neurochirurgie/UKB
    Forschung

    Hirnhautkrebs, das sogenannte Meningeom, verläuft in den meisten Fällen gutartig. Patienten sind nach einer Operation jedoch einem erheblichen Wiedererkrankungs-Risiko ausgesetzt. Außerdem besteht bei seltenen bösartiger Formen die Gefahr, dass Sie in das Hirngewebe einwachsen, was für den Patienten eine schlechte Heilungschance bedeutet. Die Entwicklung zu solch einem aggressiven atypischen Tumor könnte durch das kleine Molekül miRNA-145 unterdrückt werden. Prof. Dr. Christian Mawrin und sein Team am Universitätsklinikum Magdeburg untersuchen die Rolle der miRNA-145 daher in einem aktuellen Forschungsprojekt und können bereits erste Ergebnisse vorweisen.

    MicroRNAs (miRNAs) sind besonders kleine Nukleinsäure-Moleküle, deren Bedeutung erst in den vergangenen zehn Jahren erkannt wurde. Die bis dahin bekannten RNA-Klassen waren entweder direkt für die Bildung spezifischer Eiweiße der Zelle verantwortlich oder ganz allgemein für die Eiweißsynthese notwendig. Im Gegensatz dazu fungieren die miRNAs als Regulatoren. So hemmt jede Sorte miRNA die Bildung einer bestimmten Serie zellulärer Eiweiße. In deren Genen sind entsprechende Andockstellen für die jeweilige miRNA ausgeprägt. Zwar können solche Zielstrukturen im Erbgut durch eine Computeranalyse identifiziert werden, eine gute Vorhersage der tatsächlichen Hemmwirkung in lebenden Zellen ist dennoch nicht möglich. Diese muss experimentell aufgeklärt werden. In den vergangenen Jahren wurde zunehmend erkannt, dass manche miRNAs als krebsfördernd wirken, andere jedoch einer Entartung entgegenwirken. Von der miRNA-145 nehmen Forscher an, dass sie bei verschiedenen Tumoren eine hemmende Funktion ausübt.

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  • Hautlupe
    Hautkrebs

    BERLIN/EUSKIRCHEN – Jeder kann selbst etwas tun, um sich vor Hautkrebsgefahren zu schützen. Das ist die wichtigste Botschaft der Euromelanoma-Woche 2013, die in Deutschland vom 3. bis 9. Juni stattfindet. Im Mittelpunkt der europaweiten Kampagne der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) steht 2013 die Selbstbeobachtung der Haut und das regelmäßige Hautkrebsscreening beim Facharzt.

    Hautkrebs ist sichtbar und das kann Leben retten. Voraussetzung dafür ist, die eigene Haut zu kennen, möglichst einmal im Monat genau zu inspizieren und vor allem auf Veränderungen zu achten. Verändert sich ein Muttermal mit der Zeit in Farbe, Form und Größe kann das ein Hinweis sein, die Fachfrau bzw. den Fachmann zu fragen. „Ein Zeitraum von ein bis zwei Jahren mit unentdecktem Wachsen von schwarzem Hautkrebs bedeutet eine rapide Gefährdung für den Betroffenen“, betont Dr. Ralph von Kiedrowski vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen zum Start der Euromelanoma-Woche 2013. „Außerdem gilt es, alle Neubildungen im Auge zu behalten, denn ein nicht unerheblicher Anteil der malignen Melanome entsteht neu, d.h. nicht auf dem Boden eines schon bestehenden Pigmentmals.“

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