Ambulante psychoonkologische Versorgung in Berlin durch Qualifizierungs-Curriculum der Berliner Krebsgesellschaft gestärkt

Krebssymbol - pixabay
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Berlin, 22. August 2014 – Am Mittwoch, 27. August bekommen 20 Beraterinnen und Berater der Berliner Gesundheitsämter ihre Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme am ersten psychoonkologischen Curriculum der Berliner Krebsgesellschaft ausgehändigt. Die Übergabe erfolgt in Anwesenheit von Berlins Staatssekretärin für Gesundheit Emine Demirbüken-Wegner durch den Vorsitzenden der Berliner Krebsgesellschaft Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag.

Zur Feierstunde am Mittwoch, den 27. August 2014 ab 17 Uhr
im Galerieraum des Kaiserin Friedrich-Hauses laden wir Sie herzlich ein,

Programm:

  • 17 Uhr Begrüßung durch Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag , Vorsitzender Berliner Krebsgesellschaft e.V.
  • 17.10 Uhr Grußwort der Staatssekretärin Emine Demirbürken-Wegner, Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
  • 17.20 Uhr Festvortrag „Psychoonkologische Versorgung in Berlin zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ von Sibylle Kraus, Leiterin Sozialdienst und Case Management im St. Hedwig Krankenhaus und Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V.
  • 17.40 Uhr Übergabe der Urkunden durch Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag , Vorsitzender Berliner Krebsgesellschaft e.V.

anschließend Fototermin und Get-together. Wir freuen uns auf Sie.

Die Berliner Krebsgesellschaft hat das Fortbildungsprogramm entwickelt und finanziert, um die ambulante psychoonkologische Beratung von Krebsbetroffenen in Berlin zu stärken. Anders als im stationären Bereich fehlt im ambulanten Bereich immer noch ein flächendeckendes, qualifiziertes psychoonkologisches Beratungsstellennetz. Die zwölf Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung, Krebs und AIDS der Bezirksämter sind – neben der Beratungsstelle der Berliner Krebsgesellschaft – seit Jahren wichtige Anlaufpunkte für ratsuchende Betroffene.

„Krebserkrankte sind psychisch stark belastet. Sie benötigen für ihre Entscheidungen gute Informationen und Menschen, die sich mit ihrer besonderen Situation auskennen und sie dementsprechend beraten können“, sagt Berlins Staatssekretärin für Gesundheit Emine Demirbüken-Wegner. „Das Fortbildungsangebot der Berliner Krebsgesellschaft greift diese beiden Aspekte einer guten, komplexen Versorgung auf und vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowohl medizinische Hintergrundinformationen als auch den richtigen Umgang mit den Betroffenen. Damit leistet die Berliner Krebsgesellschaft einen wertvollen Beitrag zur Sicherstellung der Qualität in der ambulanten Versorgung von Krebspatienten“, so die Staatssekretärin.

Das Fortbildungsprogramm Psychoonkologie der Berliner Krebsgesellschaft besteht aus acht halbtägigen Modulen und thematisiert sowohl medizinische als auch psychoonkologische Aspekte einer Krebserkrankung. Dabei werden den Beratern das subjektive Erleben der Betroffenen und die professionelle Sichtweise nahe gebracht.

„Der Bedarf an ambulanter psychoonkologischer Versorgung nimmt durch den bekannten Anstieg von Krebserkrankungen in der Bevölkerung, den verkürzten stationären Liegezeiten und den erfreulicher Weise verbesserten Heilungschancen kontinuierlich zu. Hieraus ergibt sich der zwingende Bedarf  einer nachhaltig und flächendeckend organisierten psychoonkologischen Fürsorge“, erläutert der Vorsitzende der Berliner Krebsgesellschaft und Initiator des Berliner Projekts Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag. Durch die Beratungsstellen kann jeder Betroffene in Berlin relativ wohnortnah Zugang zu Information und Unterstützung bekommen. „Mit der Qualifizierung wollen wir über die strukturelle Versorgung hinaus sicherstellen, dass die Patienten von den Beratern die bestmöglichen und aktuellen Informationen und Ratschläge bekommen, die sie benötigen“, so der Vorsitzende.

Am Fortbildungsprogramm nahmen zwischen März und Mai 20 Beraterinnen und Berater aus den zwölf Bezirksämtern teil. Sie dürfen nun ihre Teilnahmeurkunden in einem feierlichen Rahmen entgegennehmen.

Hintergrund

Krebsberatungsstellen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur psychosozialen Versorgung von Krebspatienten und ihren Angehörigen. Die Notwendigkeit solcher Leistungen ist allseitig anerkannt und ihre Weiterentwicklung Konsens. Bisher ist es aber in Deutschland nicht gelungen, eine nachhaltige Finanzierung von ambulanten Krebsberatungsstellen sicher zu stellen. Die Berliner Krebsgesellschaft setzt sich gemeinsam mit anderen Krebsberatungsstellen für die Regelfinanzierung von Krebsberatungsstellen verbunden mit der Einführung von Qualitätsstandards ein (Brief an Bundesminister für Gesundheit zur Weiterentwicklung und Sicherung der ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen in Deutschland vom März 2014).

Über die Berliner Krebsgesellschaft

Die Berliner Krebsgesellschaft ist für krebsbetroffene Menschen der Ansprechpartner vor Ort. Kostenfreie persönliche Beratung, direkte Hilfe und weitreichende Unterstützung von Patienten und Angehörigen sind die Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation. Weitere wichtige Aufgaben sind Aufklärung und Information der Berliner Bevölkerung sowie Förderung der Krebsforschung und der ärztlichen Weiterbildung. Der gemeinnützige Verein ist seit über 60 Jahren für das Wohl krebskranker Menschen in Berlin tätig und finanziert sich ausschließlich über Erbschaften und Spenden. Ziel der Berliner Krebsgesellschaft ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und ihre Heilungschancen und Rehabilitation zu erhöhen.

Pressekontakt

Berliner Krebsgesellschaft e.V.
Maren Müller, Beatrice Hamberger

Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin

Tel.: 030 – 280 41 955
Fax: 030 – 282 41 36

E-Mail: presse@ berliner-krebsgesellschaft.de

berliner-krebsgesellschaft.de

Pressemitteilung der Berliner Krebsgesellschaft e.V.  Maren Müller, Beatrice Hamberger

Krebs: Fachgesellschaft verweist auf Bedarf in der Versorgungsforschung


Krebszeitung

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  • Kongress - pixabay
    Allgemein

    Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Alleine im Jahr 2014 werden in Deutschland mehr als 500.000 Menschen diese Diagnose erhalten. Der rasante medizinische Fortschritt, besonders in den letzten Jahren, hat Krebs in vielen Fällen zu einer chronischen Erkrankung gemacht. Jeder zweite Krebspatient kann heute geheilt werden.

    Doch Krebs ist für jeden Betroffenen zunächst einmal eine lebensbedrohliche Erkrankung, die ihn tief erschüttert. Die Diagnose trifft die meisten Menschen plötzlich und völlig unerwartet, und das Leben verändert sich mit einem Schlag. Nicht nur das körperliche Wohlbefinden ist beeinträchtigt. Auch das seelische Gleichgewicht gerät ins Wanken: Ängste, Hilflosigkeit, Kontrollverlust treten an die Stelle von Sicherheit und Vertrauen. In dieser Situation benötigen viele krebskranke Menschen nicht nur die bestmögliche medizinische Therapie, sondern auch seelische Begleitung. Diese Unterstützung zu leisten, ist Aufgabe der Psychoonkologie.

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    Lymphome

    Das komplette Erbgut der Krebszellen von Burkitt-Lymphomen konnte jetzt ein interdisziplinärer Forscherverbund, an dem auch Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) beteiligt sind, entschlüsseln. Eingebunden war insbesondere Prof. Dr. Ralf Küppers mit seiner Arbeitsgruppe Molekulare Genetik aus dem Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) am Universitätsklinikum Essen. Ihre Ergebnisse wurden jetzt in der renommierten Zeitschrift Nature Genetics publiziert.

    Als Teil des Internationalen Krebs-Genom-Konsortiums haben sich die Wissenschaftler zum Ziel gesetzt, eine Art „Katalog der Fehler“ im Erbgut von Krebszellen solcher Lymphome zu erstellen. In ihrer jetzt publizierten ersten Datenauswertung konnten sie zeigen, dass das Erbgut der Tumorzellen des Burkitt-Lymphoms an über 2.000 Stellen im Vergleich zu normalen Zellen verändert ist. Dabei entdeckten die Forscher ein Gen, das in über Zweidrittel aller Burkitt-Lymphome mutiert ist, was neue Angriffspunkte für die Diagnostik und Behandlungsstrategien dieser aggressiven Lympohme liefert. Die Arbeiten werden vom Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

    Lymphome sind Krebserkrankungen, die sich von Zellen des Immunsystems, den Lymphozyten ableiten. Das Burkitt-Lymphom tritt häufig im Kindesalter auf, ist aber nicht darauf beschränkt. Betroffene Kinder und Jugendliche in Deutschland haben heute eine Überlebenschance von ca. 80 Prozent, wenn sie mit modernen Kombinations-Chemotherapie-Protokollen behandelt werden.

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