Auch bei Vitamin-D-Mangel nicht ins Solarium!

Solarium - pixabay

Bonn (sts) – Die Stärke der UV-Strahlen in Solarien ist so intensiv wie die der Sonne mittags am Äquator. Je stärker die UV-Strahlung, umso höher ist die Gefahr, dass Hautkrebs entsteht. Solarien sollten deshalb grundsätzlich nicht genutzt werden, auch nicht für die körpereigene Produktion von Vitamin D. Diese Ansicht vertreten die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

„UV-Strahlen sind krebserregend und der größte Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs“, erklärt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Gleichwohl haben UV-Strahlen – wohldosiert – aber auch eine lebenswichtige Funktion: Der Körper bildet mit ihrer Hilfe in der Haut Vorstufen von Vitamin D und kann so selbst seinen Bedarf an diesem Vitamin sicherstellen. Dies ist bedeutsam, da nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) rund 60 Prozent der Bundesbürger unzureichend mit Vitamin D versorgt sind. Regelmäßige Aufenthalte im Freien können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Vitamin-D-Bedarf zu decken. „Wer sich umsichtig in der Sonne verhält, nutzt die körpereigene Vitamin-D-Synthese und beugt der Entstehung von Hautkrebs vor“, rät Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der ADP.

Der Körper benötigt Vitamin D für den Aufbau und Erhalt der Knochen. Es reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und fördert so die Mineralisierung und Härtung der Knochensubstanz. Ob Vitamin D als „Schutzfaktor“ vor Multipler Sklerose, Diabetes oder auch Krebs wirken kann, ist wissenschaftlich derzeit noch unzureichend erforscht.

Der Bedarf an Vitamin D wird hierzulande nur in geringem Maße über die Nahrung gedeckt. Denn nur wenige Lebensmittel, wie beispielsweise Makrelen und Heringe, enthalten das Vitamin in bedeutenden Mengen. Durch den Einfluss der UVB-Strahlen des Sonnenlichts bildet der Körper im Idealfall bis zu 90 Prozent des benötigten Vitamins selbst. Dies hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab: dem Breitengrad, der Jahres- und Tageszeit, der Witterung, der Aufenthaltsdauer sowie dem Hauttyp. In den Wintermonaten ist es in Deutschland aufgrund der geographischen Lage schwer möglich, genügend Vitamin D über das Sonnenlicht zu gewinnen. Im Sommer gebildetes Vitamin D wird allerdings gespeichert und kann in den Wintermonaten genutzt werden. „Bewegen Sie sich täglich im Freien. Bei einem gesunden Menschen reicht es, Gesicht und Arme 15 bis 20 Minuten pro Tag der Sonne auszusetzen, um den Vitamin-D-Spiegel aufrecht zu erhalten“, erklärt Professor Breitbart. „Solarien sollten in jedem Fall gemieden werden“.

Die Eigensynthese dieses Vitamins lässt bei Menschen über 65 Jahren allerdings nach. Zudem halten sich Ältere meist weniger im Freien auf, so dass die Eigenversorgung mit Vitamin D zusätzlich sinkt. Dies ist insbesondere bei chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen der Fall. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt in diesem Fall die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten. Hierfür ist es sinnvoll, dass der Hausarzt zuvor den Vitamin-D-Spiegel bestimmt und gegebenenfalls ein geeignetes Präparat verschreibt.

Ausführliche Informationen, Ratgeber und Plakate zum Schutz der Haut vor zu viel UV-Strahlen und zu den Risiken durch Solarien können bei der Deutschen Krebshilfe e. V., Postfach 1467, 53004 Bonn, unter der Telefonnummer 02 28/7 29 90-0 und im Internet unter www.krebshilfe.de kostenlos bestellt werden.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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  • Kongress - pixabay
    DGU-Kongress 2010

    Düsseldorf. Die häufigste Krebserkrankung, mit der Deutschlands Männer konfrontiert sind, ist das Prostatakarzinom. Jährlich diagnostizieren Urologen rund 60.000 neue Fälle. „Zugleich sind bei kaum einer anderen Tumorerkrankung die Möglichkeiten der Behandlung so vielfältig wie beim Prostatakarzinom“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und des 62. Jahreskongresses der DGU vom 22. bis 25. September 2010 in Düsseldorf. Angesichts der Fülle verfügbarer Informationen sei es für Patienten, die in alle Therapieentscheidungen einbezogen werden müssten, zunehmend schwieriger, einen Überblick zu behalten. Das Laienforum am Donnerstag, den 23. September 2010, ab 19.00 Uhr im Congress Center Düsseldorf, soll den Betroffenen Orientierungshilfe geben.

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