„Aus Liebe zur Vorsorge“

Postkarte für die Darmkrebs-Vorsorge - Quelle: Dr. Thomas Block

(11.03.2013) Das Motto des diesjährigen Darmkrebsmonats ist zweideutig, um Aufmerksamkeit zu wecken. „Es soll die Menschen motivieren, ihren Angehörigen oder Freunden den Anstoß zu geben, die Möglichkeit der vorsorglichen Darmspiegelung tatsächlich zu nutzen“, sagt der Darmkrebsexperte Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

Das Ziel der Initiative ist es, Menschen zu erreichen, die noch niemals eine Darmspiegelung hatten. „Im Unterschied zum Brustkrebs, bei dem die Frauen von Gesetz wegen angeschrieben werden, gab es beim Darmkrebs bisher kein Einladungsverfahren“, erklärt der bng-Vorsitzende Dr. Dietrich Hüppe. Die Versicherten kennen zwar das Angebot der Vorsorge-Koloskopie. Sie müssen diesen Schritt aber auf eigene Initiative hin tun. „Dies wird sich in absehbarer Zeit verbessern, wenn die politisch inzwischen beschlossenen Einladungsverfahren für Gebärmutterhalskrebs und für Darmkrebs eingeführt werden“, erwartet Dr. Hüppe.

„Es wäre sehr wünschenswert, dass die Hausärzte ihre Patienten regelmäßig darauf ansprechen, wenn eine Vorsorge-Koloskopie ansteht. Leider ist das nur selten der Fall“, meint Dr. Theilmeier. „Wir benötigen strukturierte Programme, die als Vorsorgemodule in die Computersysteme der Hausärzte eingebunden sind und die Alarmglocken läuten, wenn die Darmkrebsvorsorge ansteht. Sehr wichtig sind auch die Folgeuntersuchungen, die zum Beispiel anstehen, wenn bei einer ersten Darmspiegelung Polypen entfernt worden sind. Hier gibt es feststehende Intervalle, die eingehalten werden müssen. Ein Vorsorgemodul könnte sicher stellen, dass daran gedacht wird.“

Der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) stellt anlässlich des Darmkrebsmonats März 2013 eine Pressemappe mit Experten-Interviews, Hintergrundinformationen, Bildern und Kampagnenmaterial zur Verfügung. Darin findet sich auch das vollständige Gespräch mit dem bng-Experten Dr. Theilmeier. Die Pressemappe kann bei der Geschäftsstelle in Ulm angefordert werden und steht auf der bng-Internetseite www.bng-gastro.de/presse.html zum Download bereit.

Angebot an die Redaktionen:

Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.bng-gastro.de.

Quelle im Internet: http://www.gastromed-bng.de/patienten-aktuelles.html?id=1541

Kontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.
Holdergärten 13, 89081 Ulm, Telefon: 0700 26426426, Fax:0731 7054711
eMail: kontakt@bng-gastro.de, Internet: www.bng-gastro.de.

Aktuelle Meldungen finden Sie auch im Internet unter www.bng-gastro.de.

Pressemitteilung des Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V., Dr. Holger Böhm


Krebszeitung

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