Bayerische Fachärzte warnen vor Rationierung

Krankenkassen - pixabay
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Rationierung: Trotz ihrer Milliardenüberschüsse gestalten sich die Verhandlungen mit den Krankenkassen in Bayern schwierig. Sie scheinen nicht bereit, bei ihren Zahlungen dem medizinischen Fortschritt oder auch nur annäherungsweise der Inflationsrate Rechnung tragen zu wollen. Unter solchen Umständen kann die Versorgung der bayerischen Patienten nicht mehr im bisherigen Umfang aufrecht erhalten werden. Weitere Rationierungen sind daher vorprogrammiert.

Die fachärztlichen Berufsverbände Bayerns werden somit gezwungen, die jeweils fachspezifischen Leistungen zu definieren, die von den schmalen RLV/QZV-Budgets noch abgedeckt werden. Die Ärzteschaft muss schon aus Gründen der Transparenz und Ehrlichkeit gegenüber den Patienten dazu übergehen, selbst zu definieren, was eine „wirtschaftliche, angemessene, notwendige und zweckmäßige“ medizinische Versorgung im Sinne des §12 SGB V ist, statt sich immer wieder aufs Neue mit dem Nasenring des Versorgungsauftrags von den Kassen durch die Manege ziehen zu lassen.

Weitere Vorleistungen in der Versorgungsqualität, welche die Fachärzte ohnehin bereits schon weit über den gesetzlichen Mindestanforderungen des §12 SGB-V hinaus leisten, hat die Kassen nicht dazu bewogen, mehr Gelder bereit zu stellen. Das bestätigt die Befürchtung, dass die Kassen nicht primär an der Qualität der individuellen Patientenversorgung interessiert sind, sondern an Versorgung zu möglichst geringen Kosten.

Mehrleistungen müssen in Zukunft außerhalb der budgetierten Regelversorgung im Rahmen von Zusatzverträgen oder von Kostenerstattung angeboten werden, anstatt sich für das unverantwortliche Finanzgebahren der Krankenkassen von Politik und Öffentlichkeit prügeln zu lassen.

Die gemeinsame Forderung lautet: „Gutes Geld für gute Arbeit“


Dr. med. Wolfgang Bärtl, Vorsitzender des Bayer. Facharztverband e.V.
Dr. med. Peter Heinz, Vorsitzender der Facharzt Allianz Bayern

Pressemeldung des Bayerischen Facharztverbandes (BFAV) und der Facharzt Allianz Bayern (FAABY)


Krebszeitung

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