Bessere Chancen bei Lungenkrebs und Darmkrebs dank EGFR-Blockade

So wirkt der EGFR-Blocker - Publics Vital PR

Seit im Jahr 2003 die neuartigen Krebsmedikamente der Klasse der EGFR-Blocker in den USA zugelassen wurden (sehr bekannt ist das Gefitinib), haben Ärzte weit über 100 000 Patienten damit behandelt und berichteten auf dem amerikanischen Krebskongress von den Erfahrungen, die sie damit gesammelt haben. Die meisten Studien bleiben vorerst freilich auf den Lungenkrebs, den Darmkrebs und die Kopf-Hals-Tumoren beschränkt.

So wirkt der EGFR-Blocker - Publics Vital PRHerr M. hatte seit einigen Wochen zunehmend unter Atemnot gelitten. Sein Arzt diagnostizierte ein Adenokarzinom, eine Form des Lungenkrebses. Nach einer Operation und der Radiotherapie schien alles gut, doch der Tumor kam bald wieder. Herr M erhielt eine Chemotherapie, die den Tumor zunächst schrumpfen ließ, doch bald wurden auch Tumore im Raum zwischen Lunge und Rippenfell und an der Hauptschlagader gefunden. Sein Zustand verschlechterte sich immer mehr, bald konnte er nicht mehr schlucken und verlor fast täglich an Gewicht. Niemand glaubte, dass er noch lange überleben würde. Doch sein Arzt hatte zuvor auf einem Kongress von dem neuen EGFR-Blocker gehört und sorgte dafür, dass er es bekam. Das Unerwartete geschah: sein Zustand besserte sich deutlich, er konnte wieder Nahrung zu sich nehmen, der Tumor schrumpfte, und er konnte für viele Monate wieder seinem Hobby nachgehen: Holzhacken.

Sieht so die Zukunft für Krebspatienten aus? Anerkannte Experten glauben in der Tat, dass man sich von der Vorstellung verabschieden müsse, dass der Tumor komplett verschwindet und halten es für aussichtsreicher, Behandlungsmethoden zu entwickeln, die den Tumor beherrschen und den Krebspatienten in Zukunft mit dem Tumor leben lassen. Das Wort EGFR-Blocker besagt, dass die Wirkung eines bestimmten Stoffes, der Krebszellen zum Wachstum bringt, blockiert wird. Dadurch kommt es zum Stillstand des Tumorwachstums, in der Fachsprache als Stabilisierung bezeichnet. In vielen Fällen ist der Tumor sogar so abhängig von der EGFR-Wirkung, dass die Tumorzellen durch die Behandlung mit dem EGFR-Blocker absterben. Dann kommt es zur Schrumpfung des Tumors.

Die Wissenschaftler sind heute soweit, dass sie schon voraussagen können, wann man den EGFR-Blocker am besten einsetzt. Es gibt bei Patienten mit Lungenkrebs einige, die ganz bestimmte so genannte Mutationen in ihrem Tumor tragen. Diese Tumoren sprechen so sicher auf die Behandlung an, dass man davon ausgehen kann, dass der EGFR-Blocker einen höheren Nutzen bietet als jede Chemotherapie. Bei anderen Patienten wiederum ist zunächst eine Chemotherapie die beste Behandlungsmöglichkeit, bevor man das neue Medikament einsetzt.

Umfangreiche Studien zeigten darüber hinaus, dass das Wirkprinzip auch bei anderen Tumoren funktioniert. Der Darmkrebs ist eine dieser Krebsarten. Dort sind in den letzten Jahren ungeheure Fortschritte gemacht worden. Neue Antikörper-Therapien und die EGFR-Blocker-Therapie tragen weiter zu diesem Fortschritt bei. Kombiniert man eine solche neue Therapie mit einer Chemotherapie, wie sie beim Darmkrebs eingesetzt wird, so lassen sich die Tumoren häufiger als mit einer alleinigen Chemotherapie wieder in den Griff bekommen. Experten glauben heute, dass der Darmkrebs die erste Tumorerkrankung sein könnte, die durch Therapie in Richtung einer chronischen Dauererkrankung gewandelt werden kann. Der Nutzen intensiver Forschung zeigt sich auch bei Tumoren im Kopf-Hals-Bereich und der Speiseröhre. Diese Erkrankungen sind derzeit mit den üblichen Chemotherapien nur sehr schwer zu behandeln.

Wenn Sie näheres über die Selbsthilfe Lungenkrebs erfahren möchten, so besuchen Sie bitte auch deren Webseiten unter:
>www.selbsthilfe-lungenkrebs.de

Anja Dörner, Publicis Vital PR


Krebszeitung

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  • Alkohol ist ein Leberzellgift und kann die Entwicklung von Leberkrebs in drei Stufen initiieren. Durch Teilung gesunder Leberzellen kann der Tod einzelner Leberzellen kompensiert werden. Ein kontinuierlicher Alkoholkonsum verursacht eine chronische alkoholische Leberschädigung mit starker Leberzellteilung. Dabei besteht das Risiko, dass sich einige Leberzellen in Tumorzellen (kleine Zellen) umwandeln und Leberkrebs verursachen.
    Leberkrebs

    Forscher entwickeln neue Therapien mit Hochenergie-Strahlung und krebsfressenden Viren

    Nürnberg – Das hepatozelluläre Karzinom, kurz Leberkrebs, gehört mittlerweile zu den häufigsten Tumoren weltweit. In Deutschland sind die Fallzahlen in den vergangenen zehn Jahren um ein Viertel angestiegen – vor allem durch Alkohol, Übergewicht und Hepatitis-Infektionen. Nur zwanzig Prozent der Patienten leben länger als fünf Jahre. Regelmäßige Ultraschall-untersuchungen bei Risikogruppen im Abstand von sechs Monaten können die Früherkennung – und somit letztendlich die Heilungschancen – deutlich verbessern, teilen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2013 mit.

    In Deutschland erkranken mittlerweile jedes Jahr rund 8500 Menschen an Leberkrebs. Die Zunahme ist unter anderem auf die steigende Zahl von Fettlebern infolge starken Übergewichts und die Zunahme von Hepatitis B- und C-Infektionen zurückzuführen. Diese Erkrankungen können sich langfristig zu Leberzirrhosen entwickeln. „Eine Leberzirrhose wiederum ist der mit Abstand größte Risikofaktor für die Entstehung von Leberkrebs“, sagt Professor Dr. med. Guido Gerken, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen und einer der Kongresspräsidenten der Viszeralmedizin 2013. „Deshalb sind regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen bei Risikogruppen – also Patienten, die an einer Leberzirrhose, an chronischer Hepatitis B und C oder einer Fettleberhepatitis leiden – besonders wichtig.“ Je früher Leberkrebs erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Früherkennungsuntersuchungen mittels Ultraschall sollten etwa alle drei bis sechs Monate erfolgen.

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  • Krebssymbol - pixabay
    Krebsthemen

    Krebs ist mehr als ein Gesundheitsthema – darauf macht die Berliner Krebsgesellschaft anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar aufmerksam

    Berlin, 29. Januar 2013 – Noch immer ist die öffentliche Wahrnehmung von falschen Vorstellungen über die Krankheit Krebs geprägt. Um gängige Mythen über die Erkrankung auszuräumen, wirbt der diesjährige Weltkrebstag am 4. Februar für seriöse Informationen und Aufklärung zum Thema Krebs.

    Zu den häufigsten Krebs-Irrtümern gehört etwa, dass Krebs nur ein Gesundheitsthema ist. Stimmt nicht, sagt die Berliner Krebsgesellschaft. Krebs hat weitreichende soziale und wirtschaftliche Folgen. Studien zur wirtschaftlichen Auswirkung einer Krebserkrankung haben gezeigt, dass Dreiviertel der Patienten finanzielle Einbußen mit Beginn der Krankheit erleben. Nicht wenige verlieren durch die Erkrankung ihren Job und rutschen in die Armut ab. „Gerade in Berlin, wo es deutschlandweit die meisten Empfänger von Sozialhilfe gibt, sehen wir heute zunehmend Notsituationen im Rahmen einer Krebserkrankung“, sagt der Vorsitzende der Berliner Krebsgesellschaft Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag im Vorfeld des Weltkrebstags. Betroffen sind aber nicht nur die sozial Schwachen. Auch für Familien aus dem Mittelstand und insbesondere Alleinerziehende kann eine Krebserkrankung zum sozialen Abstieg führen: „Wenn der Hauptverdiener ausfällt, dann kann das für die ganze Familie zu einer existenziellen Bedrohung werden.“

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