Betriebliche Gesundheitsförderung gefragt

Krebssymbol - pixabay
Krebssymbol - pixabay

Mainz (ek) – Bei der 20. Arbeitsmedizinischen Herbsttagung in Mainz (20. bis 23. Oktober 2004) stieß das neue Material der Deutschen Krebshilfe zur betrieblichen Gesundheitsförderung auf großen Zuspruch. „Beim Thema Krebs-Prävention ist die Deutsche Krebshilfe ein verlässlicher Partner der Betriebsärzte“, sagte Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation. Das kostenlose Material für Arbeitsmediziner unter dem Motto „Umdenken! Dem Krebs aktiv vorbeugen.“ umfasst Broschüren, Faltblätter und Powerpoint-Präsentationen zur Brust-, Darm- und Hautkrebs-Vorbeugung sowie zum Nichtrauchen.

Deutsche Krebshilfe bietet kostenloses Material zur Krebs-Prävention

Die Wissenschaft hat es bewiesen: Der Lebensstil eines Menschen ist mit verantwortlich für seine Gesundheit. Wer gesund lebt, trägt also erheblich dazu bei, dass er gesund bleibt. Viele Unternehmen haben erkannt: Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung spielt die Krankheitsvorbeugung (Prävention) eine immer größere Rolle, denn die Gesundheit der Mitarbeiter wird zu einem zentralen Faktor im Unternehmen. Klassische Maßnahmen des Arbeitsschutzes werden ergänzt durch Verhältnis- und Verhaltensprävention in Bezug auf weit verbreitete Krankheiten. Dazu gehört auch die Vorbeugung vor Krebs.

„Faktoren des Lebensstils, wie ungesunde Ernährung, Rauchen, übermäßige Sonnenbestrahlung, mangelnde körperliche Bewegung und Umgang mit krebserregenden Substanzen, erhöhen das Krebs-Risiko. Hier setzt unser Präventions-Material an“, erläuterte Gerd Nettekoven. Auch das Thema Krebs-Früherkennung gehört zur Palette der Aufklärungsmaterialien. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Unternehmen bei der Planung und Durchführung von Kampagnen, Gesundheitstagen und Aufklärungsveranstaltungen.

Die rund 1.000 Arbeitsmediziner, die an der Tagung in Mainz teilnahmen, interessierten sich sehr für dieses Angebot: „Die Betriebs- und Werksärzte erreichen Menschen, die sonst keinen Arzt aufsuchen. Darüber hinaus werden gerade die unteren sozialen Schichten zu Präventionsmaßnahmen motiviert. In der jetzigen Kampagne der Betriebs- und Werksärzte wird daher gerade die Krebs-Prävention als wichtige Aufgabenstellung in der Arbeitsmedizin beschrieben. Gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe sind wir sicher, die Beteiligung an Krebs-Vorsorgeuntersuchungen erhöhen zu können“, so Dr. Wolfgang Panter, Präsident des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte.

Nähere Informationen zum Präventions-Material der Deutschen Krebshilfe gibt es im Internet
oder telefonisch unter 0228-7299096.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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  • Brustkrebsrisiko - © dkfz.de
    Brustkrebs

    Showstar Kylie Minogue und der ehemalige Lauterer Bundesliga-Profi Wolfram Wuttke haben eines gemeinsam: Ihr Arzt stellte bei beiden dieselbe Krankheit fest – Brustkrebs. Mit einem Unterschied. Der australische Popstar ist eine Frau. Bei ihr waren die Chancen, die Krankheit in einem gut heilbaren Frühstadium zu entdecken, größer als bei Wolfram Wuttke. Der Grund: Das Thema Brustkrebs wird von Männern und auch deren Ärzten bislang nicht ernst genug genommen. Deshalb wird Brustkrebs bei Männern oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt – das heißt, der Tumor ist größer und die Krebszellen haben sich weiter ausgebreitet. Dadurch fällt die Heilungschance bei Männern deutlicher geringer aus als bei Frauen. Für Männer liegt die Wahrscheinlichkeit, den Brustkrebs zu besiegen, zwischen 45 und 85 Prozent, bei Frauen dagegen im Mittel bei 76 Prozent, so die Einschätzung des Berliner Robert-Koch-Instituts.

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  • Kunstblase
    Harnblasenkrebs

    ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Erstmalig wurde wohl in einem Münchner Klinikum im Juli 1983 bei einem 44 -jährigen Mann, der an einer tuberkulösen Schrumpfblase litt, die Blase durch ein Reservoir aus Darmsegmenten ersetzt.

    Im gleichem Jahr verwendete die Mainzer Klinik bei genau der gleichen Indikationsstellung ein Dünndarmsegment, welches längs aufgeschnitten und dann N-, S- oder W-förmig zu einer Darmplatte genäht wurde. Ein sogenanntes detubularisiertes Ileocoekalsegment.
    Innerhalb von wenigen Jahren kam es zu einer Flut von Publikationen über verschiedene Modelle der orthotopen Neoblase. Wie ist eine solche, fast explosionsartige Entwicklung erklärbar?

    Ganz offensichtlich war, nachdem die einzelnen Bausteine längst beschrieben worden waren, die Zeit dafür herangereift, dass der Schritt zu komplexen Harnableitungen gewagt werden konnte.

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