Brustkrebsangst: Vorbeugend operieren oder nicht?

Brustkrebsrisiko - © dkfz.de

Online-Umfrage „Entscheidungsfindung bei familiärer Belastung für Brust- und Eierstockkrebs

Welche Gründe bewegen eine Frau, ihre gesunde Brust operativ abnehmen zu lassen? Die vorbeugende Entfernung der Brust als Vorsorgeoption bei erblichem Brustkrebs ist bekannt und wird nicht nur in Medizinerkreisen kontrovers diskutiert.

Die betroffenen Frauen müssen sich über sehr komplexe medizinische Zusammenhänge informieren, um eine solch schwierige Entscheidung treffen zu können.

Aber was geschieht wirklich? Reichen die Beratungen der Fachleute aus, welche Rolle spielen psychische Faktoren oder auch die finanzielle Belastungen? Ob und wie Frauen ausreichend Informationen bekommen, will eine Umfrage klären, die sich auf der Homepage des BRCA Netzwerkes abrufen lässt.

Befragt werden gesunde oder bereits erkrankte Frauen, die eine familiäre Belastung für Brust- und Eierstockkrebs haben, einen Gentest durchführen ließen und sich für oder gegen eine Operation entschieden haben.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit sollen Parameter entwickelt werden, die künftige Betroffene bei ihrer Entscheidung über eine mögliche, tiefgreifende operative Veränderung ihres Körpers begleiten können.

Eine erbliche Ursache wird für mindestens 25 Prozent der 72.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs vermutet. Für eine vorbeugende Mastektomie entscheiden sich aktuell rund 30 Prozent der Frauen mit einer familiären Belastung für Brustkrebs.

Zur Umfrage geht es hier: http://www.brca-netzwerk.de

Das BRCA-Netzwerk – Hilfe bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs ist eine bundesweite tätige Selbsthilfeorganisation. Ziel des gemeinnützigen Vereins, der durch die Deutsche Krebshilfe gefördert wird, ist es, Austausch und weitreichende Informationen für Angehörige aus Risikofamilien anzubieten.

Ansprechpartnerin:
Andrea Hahne,
Vorstandsvorsitzende,
Telefon: 0173-2944843
BRCA-Netzwerk – Hilfe bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs – e.V.
Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn
Tel.: 0228 / 33889-100, Fax: 0228 / 33889-110
info@brca-netzwerk.de
www.brca-netzwerk.de

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V., Dr. med. Svenja Ludwig

Brustkrebs: Bluttest soll Früherkennung verbessern


Krebszeitung

--Download Brustkrebsangst: Vorbeugend operieren oder nicht? als PDF-Datei --


  • Abb. a: Symptomatische Pneumonitis vier Wochen nach Strahlentherapie eines Lungenkarzinoms mit 60 Gy. Abb. b: Fibrotische Residuen sechs Monate nach Strahlentherapie.
    Brustkrebs

    Radioonkologen betonen: Das Berücksichtigen der Herzdosis ist entscheidend

    Berlin – Im März 2013 veröffentlichten britische Forscher die Ergebnisse einer Untersuchung zum Risiko von Herzerkrankungen nach Strahlentherapie bei Brustkrebspatientinnen aus Skandinavien. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) bestätigen die Daten die aktuelle Praxis in Deutschland, bei der CT-gestützten Bestrahlungsplanung unbedingt die Dosis am Herzen unterhalb der kritischen Schwellendosis zu halten. Die Meta-Analyse bezieht sich auf Daten der letzten fünf Jahrzehnte bei Patientinnen aus Dänemark und Schweden. Heutzutage ist die Strahlendosis jedoch wesentlich geringer, die Bestrahlung wird exakt geplant und mit modernen Geräten durchgeführt. Damit ist die Strahlenbelastung innerer Organe gering, erklärt die Fachgesellschaft.

    Häufig wird im Anschluss an eine Brustkrebsoperation eine Bestrahlung durchgeführt, um so einen Rückfall des Krebsleidens zu verhindern und die Heilungschancen zu verbessern. In einer aktuellen Studie im New England Journal of Medicine hatten Experten der Universität Oxford nun erklärt, dass das Risiko für Herztodesfälle nach der Bestrahlung bei Brustkrebspatientinnen erhöht sei. Zugrunde lagen die Krankenakten von fast 2200 Frauen aus Dänemark und Schweden aus den Jahren 1958 bis 2001. „Das Ergebnis ist für uns nicht neu“, erklärt Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Präsident der DEGRO und Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck. „Schon seit Jahren ist aus anderen Meta-Analysen ein erhöhtes Risiko für Todesfälle infolge von Herzerkrankungen durch Bestrahlung bekannt, wenn die Schwellendosis am Herzen überschritten wird.“ Insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren waren die Strahlendosen am Herzen höher. Bei Frauen, die in dieser Zeit bestrahlt wurden, war daher das Risiko für Folgeerkrankungen erhöht.

    […mehr lesen]

  • Asco-Brunnen - pixabay
    Krebsthemen
    Wiesbaden – Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Alleine in der Bundesrepublik erkranken jedes Jahr etwa 500 000 Menschen neu an der Krankheit. Das Gefährliche: Krebszellen teilen sich unkontrolliert, können in benachbartes Gewebe eindringen [...mehr lesen]

Google News – Gesundheit