S3-Leitlinie Harnblasenkarzinom
Deutsche Krebshilfe

S3-Leitlinie Blasenkarzinom erschienen

2. Oktober 2016 Detlef Hoewing 0

Am 30.September 2016 ist die erste S3-Leitlinie für Blasenkarzinom, anlässlich des DGU-Kongress in Leipzig erschienen. Die Leitlinie kann seit diesem Tag in zwei Versionen unter folgende Webseiten heruntergeladen werden:              LL_Harnblasenkarzinom_Langversion_1.0.pdf (4MB) = 371 Seiten LL_Harnblasenkarzinom_Kurzversion_1.0.pdf (1MB) =   94 Seiten Im Jahr 2009 hatte der Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs e.V. bereits während des DGU-Kongresses eine S3-Leitlinie für das Harnblasenkarzinom von den führenden Gesellschaften eingefordert, da die bestehende die Tumorklassifikationen des Harnblasenkarzinoms essentiell neu geregelt wurden und die entsprechenden Therapieoptionen damit neu geregelt werden musste. Die nun neu erschienene S3-Leitlinie Blasenkarzinom als Konsultationsfassung wird überwiegend von der Deutschen Krebshilfe e.V . finanziert und im Leitlinienprogramm Onkologie (OL) mit der Anwendung des AWMF-Regelwerks veröffentlicht.  Die Leitlinie behandelt die Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Harnblasenkarzinoms. Ziel ist es auf medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen ein Regelwerk zu schaffen und ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements in der Onkologie und Urologie zu geben. Die S3-Leitlinie bezweckt einen systematischen und transparenten Entwicklungsprozess. Sie behandelt wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Handlungsempfehlungen. Ihr Hauptzweck ist die Darstellung des fachlichen Entwicklungsstandes. Sie geben Ärzten, Patienten und anderen an der medizinischen Versorgung Beteiligten Orientierung im Sinne von Entscheidungs- und Handlungsoptionen. Die Umsetzung liegt bei der fallspezifischen Betrachtung im Ermessensspielraum des […mehr lesen]

Evaluationsergebnisse der Entscheidungshilfe Prostatakrebs
DGU-Kongress 2016

Evaluationsergebnisse der Entscheidungshilfe Prostatakrebs aus den ersten drei Monaten

1. Oktober 2016 Detlef Hoewing 0

Die Therapieentscheidung beim lokalisierten Prostatakarzinom ist besonders anspruchsvoll, da sehr verschiedene Behandlungsoptionen gegeneinander abgewogen werden müssen. Für diese wichtige Indikation mit etwa 60.000 Neudiagnosen pro Jahr ist nun seit dem 01. Juni 2016 die Entscheidungshilfe Prostatakrebs kostenlos online verfügbar. Das Angebot wurde auf Basis der aktuellen deutschen S3-Leitlinie unter dem Dach der PatientenAkademie der Deutschen Urologen entwickelt. Diese Initiative tragen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. gemeinsam. Die Umsetzung besorgte die Firma ASD Concepts mit freundlicher Unterstützung der Firma Takeda. Für den Urologen ist dabei der gesamte Ablauf analog gestaltet und es sind von ärztlicher Seite keine Eingaben in dem OnlinePortal nötig. Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs vermittelt dem Patienten über Videosequenzen mit einem betreuenden Arzt (Schauspieler) die relevanten Informationen zu seiner Erkrankung und möglichen Behandlungsformen. Durch Eingaben des Patienten können klinische Parameter in die Details der angebotenen Information einfließen. Anschließend bewertet der Patient die möglichen Nebenwirkungen sowie die Vorund Nachteile der einzelnen Behandlungsoptionen. Zum Schluss kann der Patient alle Angaben als Zusammenfassung ausdrucken und in das folgende Gespräch zu seinem betreuenden Urologen mitnehmen. Insgesamt überblickt der Patient die Folgen der einzelnen Therapieentscheidungen so besser und kann nach Reflexion seiner eigenen Prioritäten im Gespräch mit […mehr lesen]

Nierentransplantation-Lebendspende
DGU-Kongress 2016

Nierentransplantation – Lebendspende

1. Oktober 2016 Detlef Hoewing 0

Vorentwurf der Richtlinie erstellt und innovatives Operationsverfahren etabliert Trotz der Erfolge der letzten Jahrzehnte sieht sich die Transplantation weiterhin großen Herausforderungen gegenüber. Zum einen bleibt der eklatante Spenderorganmangel mit den sich daraus ergebenden immer noch offenen Fragen das Hauptproblem, zum anderen gilt es gleichzeitig, Ergebnisse und Rahmenbedingungen zu verbessern. Dies gilt auch und insbesondere für die Lebendnierentransplantation, die in Deutschland 30 % aller Nierentransplantationen ausmacht. Für die Nierenlebendspende liegt nun der endgültige Entwurf einer Lebendspenderichtlinie vor. Die Richtlinie ist gezielt auf den Schutz des Spenders ausgelegt. Dieser Schutz beinhaltet eine individuelle Evaluation sämtlicher wesentlicher Umstände, die mit der Lebendspende im Zusammenhang stehen, sowie aber auch die voraussichtliche gesundheitliche Entwicklung nach der Lebendspende und die danach zu ergreifenden Maßnahmen inklusive der Rehabilitation sowie der lebenslänglichen Nachsorge. In der Richtlinie finden sich also detaillierte Angaben über die einzelnen Schritte, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge einer Lebendspende zwingend von den jeweiligen Transplantationszentren einzuhalten sind. Damit wird eine eklatante Lücke in Deutschland geschlossen, da Deutschland europaweit das einzige Land war, das bisher über keine Richtlinie bei der Lebendspende verfügte. Innovatives Operationsverfahren Die roboterassistierte Chirurgie ist in der Urologie mittlerweile Routine geworden, heute werden immer komplexere onkologische Operationen robotisch assistiert durchgeführt, vorwiegend funktions- […mehr lesen]

Logo des 68. DGU-Kongress 2016
DGU-Kongress 2016

Einladung zur DGU-Pressekonferenz am 29. September 2016 in Leipzig

20. September 2016 Detlef Hoewing 0

68. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. In Sachsens größter Stadt werden in wenigen Tagen über 7000 internationale Fachbesucher zur 68. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) erwartet. Der DGU-Kongress ist die wichtigste Wissenschafts- und Fortbildungs-Plattform der Urologie in Deutschland und weltweit die drittgrößte urologische Fachtagung. Vertreter der Fachpresse und der Publikumsmedien sind herzlich zur Eröffnungs-Pressekonferenz am 29. September 2016, 13.00 bis 14.30 Uhr im Congress Center Leipzig, Raum 11, Ebene 2 eingeladen. DGU-Pressesprecher Prof. Dr. med. Christian Wülfing freut sich, die Medienvertreter im CCL zu begrüßen und wird die Pressekonferenz moderieren. Vor Ort wird zunächst DGU- und Tagungspräsident Prof. Dr. med. Kurt Miller, der den diesjährigen Kongress der Fachgesellschaft unter das Motto „Ökonomie – Medizin – Qualität“ gestellt hat, ebendieses Dilemma beleuchten. Außerdem wird der Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik Charité auf der Pressekonferenz die Verleihung des Medienpreises Urologie 2016 vornehmen. Nachfolgend steht Neues zur Nierenlebendspende auf dem Programm: Erste roboter-assistierte Transplantationen in zwei deutschen Transplantationszentren sorgten jüngst für Aufsehen. Darüber hinaus kann der 2. DGU-Vize-Präsident, Univ.-Prof. Dr. med. Paolo Fornara, als Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer Aktuelles zur geplanten Richtlinie zur Lebendspende berichten. Kontrolliertes Abwarten, Totaloperation oder Bestrahlung? Im Schnitt alle neun […mehr lesen]

Krebssymbol - pixabay
DGU-Kongress 2016

5000 Hodentumor-Zweitmeinungen verbessern Behandlungsqualität

11. Mai 2016 Detlef Hoewing 0

10 Jahre Zweitmeinung in der Urologie Fast 90 Prozent der Deutschen würden bei ernsthaften Erkrankungen eine ärztliche Zweitmeinung einholen. Etwa jeder Vierte hat diese Möglichkeit bereits genutzt, und drei von vier Patienten haben daraufhin, wie Barmer GEK und Bertelsmann Stiftung jüngst repräsentativ erhoben, ihre ursprüngliche Behandlungsentscheidung geändert. Strukturierte Zweitmeinungsverfahren sind allerdings noch längst nicht etabliert – lediglich für bestimmte, planbare Eingriffe im Versorgungsstärkungsgesetz verankert. Eine Ausnahme gibt es in der Urologie: „Das Zweitmeinungsprojekt Hodentumor der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) kann 2016 auf zehn Jahre gelebte internetbasierte Zweitmeinungspraxis zurückblicken – es ist hiermit weltweit einzigartig“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Das Netzwerk der Deutschen Hodentumor Studiengruppe zählt in diesen Tagen fast 5000 Zweitmeinungs-Konsultationen und ist als Erfolgsmodell für einen systematischen Zweitmeinungsabgleich bei der Therapiefestlegung anerkannt. „Jüngste Daten zeigen eine hohe Akzeptanz und eine signifikant verbesserte Behandlungsqualität, weshalb das Projekt bereits als Modell für den Aufbau eines nationalen Zweitmeinungszentrums Peniskarzinom und eines nationalen Zweitmeinungszentrums Sarkom fungiert“, so Prof. Wülfing weiter. Über die Internetseite „www.zm-hodentumor.de“ können Urologen anonymisiert die Daten ihrer Patienten mit einem diagnostizierten Hodentumor und ggf. die eigene Therapieplanung online an eines der 32 Zweitmeinungszentren in Deutschland und Österreich übermitteln. „Auf dieser Datengrundlage folgen in der Regel binnen […mehr lesen]

Logo des 68. DGU-Kongress 2016
DGU-Kongress 2016

68. Urologen-Kongress: „Ökonomie – Medizin – Qualität“

14. April 2016 Detlef Hoewing 0

Unter dem Motto „Ökonomie – Medizin – Qualität“ findet der 68. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vom 28. September bis 1. Oktober 2016 im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Zu der weltweit drittgrößten urologischen Fachtagung unter der Leitung von DGU-Präsident Prof. Dr. Kurt Miller werden rund 7000 internationale Teilnehmer sowie hochrangige Akteure aus dem deutschen Gesundheitswesen erwartet. „Die Medizin braucht dringend Wege aus dem Dilemma zwischen Ökonomie und Qualität, und deshalb freue ich mich sehr, dass wir sowohl den Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Prof. Josef Hecken als auch den Leiter des Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Dr. Christof Veit, und Franz Knieps, Vorstand BKK Dachverband e.V., zu einer Round-Table-Diskussion im Eröffnungsforum in Leipzig begrüßen können“, sagt DGU-Präsident Prof. Miller, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik Charité, Universitätsmedizin Berlin. Zahlreiche Veranstaltungen im Kontext des Kongressmottos vertiefen die Debatte. Dabei geht es um Versorgungsforschung, Evidenz, Ökonomie und Forschung, um Mindestmengen, Zentren, Risikomanagement und Fehlerkultur. Mit insgesamt rund 100 Einzelveranstaltungen deckt die 68. DGU-Jahrestagung praxisrelevante Fortbildung sowie aktuellen Wissenschaftsaustausch in Diagnostik und Therapie auf allen Kerngebieten der Urologie ab. Neuigkeiten werden vor allem in der Uro-Onkologie mit Blick auf die Immuntherapie beim Nieren- und Blasenkrebs und […mehr lesen]

Roche
Allgemein

Fortschritte im Kampf gegen Nieren- und Blasenkrebs

5. März 2016 Detlef Hoewing 0

Urologen erwarten in Kürze neuen Therapieansatz in der Immunonkologie Düsseldorf. Eine Tumorerkrankung mit dem eigenen Immunsystem angreifen? Genau dieser Mechanismus wird durch verschiedene neue Substanzen aus dem Bereich der „Immunonkologie“ verfolgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Therapieansätzen, wie der Chemotherapie, bei denen der Tumor direktes Ziel des Wirkstoffes ist, funktionieren die Immunonkologika über eine verstärkte Immunantwort und die daraus resultierende anti-tumoröse Wirkung der körpereigenen Abwehr. „Dieser Mechanismus greift auch bei urologischen Tumoren und wird die Therapievielfalt beim metastasierten Nierenzellkarzinom und beim metastasierten Harnblasenkarzinom in Kürze erweitern“, sagt Prof. Dr. Christian Wülfing, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) angesichts der bevorstehenden Zulassung neuer Wirkstoffe in der uroonkologischen Immuntherapie. Jährlich erkranken laut Statistik des Robert Koch-Instituts in Deutschland rund 15 000 Männer und Frauen neu an Nierenkrebs und etwa 29 000 an Blasenkrebs. Schlüssel für den Fortschritt im Kampf gegen Krebs sind die „T-Zellen“. Prof. Wülfing: „Die körpereigenen zytotoxischen T-Zellen, die in der Lage sind, körperfremde Zellen – auch Tumorzellen – zu erkennen und zu zerstören, werden durch ein komplexes Zusammenspiel bestimmter aktivierender und hemmender Signale gesteuert. Diese sogenannten Immun-Checkpoints steuern die Zerstörung von fremden Zellen, verhindern dabei aber eine dauerhafte Immunantwort und somit eine Schädigung gesunden Gewebes. Die wichtigsten Regulatoren in […mehr lesen]