Evaluationsergebnisse der Entscheidungshilfe Prostatakrebs
Deutsche Krebshilfe

Prostatakrebs-Studie PREFERE wird nicht fortgeführt

6. Dezember 2016 Detlef Hoewing 0

Deutsche Krebshilfe, Krankenkassen und -versicherungen beenden Förderung vorzeitig Bonn/Berlin – Die Deutsche Krebshilfe, die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen werden die PREFERE-Studie zur Bewertung der gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs nicht fortführen und die Studienförderung zum 31. Dezember 2016 beenden, weil die Zahl der eingeschriebenen Patienten weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Damit bleibt weiter unklar, von welcher der vier Möglichkeiten – Radikaloperation (radikale Prostatektomie), perkutane Strahlentherapie, Brachytherapie (dauerhaft in der Prostata platzierte Strahlenquellen), Aktive Überwachung – Patienten mit einem Prostatakarzinom im frühen Stadium am meisten profitieren. Das vor dreieinhalb Jahren begonnene Studienprojekt hat die Erwartungen zur Durchführbarkeit, insbesondere der Rekrutierungsrate, die der Entscheidung, die Studie zu fördern, zugrunde lagen, nicht erfüllt. Zu diesem Fazit kommen die Deutsche Krebshilfe sowie die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen nach einer weiteren Zwischenbewertung der Studie, die unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Stöckle, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg/Saar, und Prof. Dr. Thomas Wiegel, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Ulm, durchgeführt wurde. Hinzu kommt, dass kürzlich veröffentlichte Daten einer englischen Studie (ProtecT-Studie) nach eigenen Aussagen der Studienleiter grundlegende Änderungen im Studiendesign notwendig gemacht hätten. Für die weitere Betreuung der 343 […mehr lesen]

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Ersatzkassen weiten Versorgung mit innovativer Krebstherapie aus

27. April 2016 Detlef Hoewing 0

Vereinbarung zur Protonentherapie mit Uniklinik Carl Gustav Carus Dresden geschlossen Berlin – Versicherte der Ersatzkassen Techniker Krankenkasse (TK), BARMER GEK, DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse und Handelskrankenkasse (hkk) können sich ab sofort bei bestimmten schweren Krebserkrankungen auch in Sachsen mit Protonentherapie behandeln lassen. Dies regelt ein Vertrag des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Die neuartige Strahlenbehandlung kommt insbesondere Patienten mit Tumoren in empfindlichen Geweberegionen zugute, wie zum Beispiel Kopf, Becken oder Wirbelsäule. Profitieren können von der Behandlung vor allem Betroffene, deren Erkrankung anderweitig nur schwer therapierbar ist. Auch für Kinder mit seltenen Krebserkrankungen kann die Bestrahlung mit Protonen eine Therapiealternative darstellen. „Den Versicherten der Ersatzkassen neue, innovative aber auch sichere Behandlungsmethoden anzubieten, ist uns ein besonders wichtiges Anliegen. Wir sind froh, mit dem neuen Vertrag unser Angebot in diesem fortschrittlichen Verfahren ausweiten zu können“, sagte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Die Behandlungen erfolgen in Studien unter Beteiligung interdisziplinär besetzter Tumorboards. Auf diese Weise kann eine höchstmögliche Qualität bei der Therapie sichergestellt werden. Die Protonenstrahlung kann auch tief im Körper liegende Tumore mit einer ausreichend hohen Strahlendosis erreichen. Zudem können Protonenstrahlen höchst präzise auf den Tumor gelenkt werden, wodurch das umliegende Gewebe geschont wird. […mehr lesen]

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Barmenia Krankenversicherung übernimmt Kosten für Zweitmeinung bei Krebsdiagnose

11. November 2013 Detlef Hoewing 0

Wuppertal – Kunden, die bei der Barmenia Krankenversicherung vollversichert sind, können bei einer Krebsdiagnose ab sofort einen zusätzlichen Service in Anspruch nehmen. Über das Onlineportal www.krebszweitmeinung.de erhalten sie kostenlos sowie schnell und unkompliziert eine fachlich fundierte Zweitmeinung von renommierten Experten deutscher Universitätskliniken und Tumorzentren.

Die Barmenia unterzeichnete dazu eine Vereinbarung mit dem Betreiber des Onlineportals, der Health Management Online AG (HMO AG), mit Sitz in Oberhaching. Hier steht den Betroffenen von der Anmeldung bis zum Abschluss der erstellten Zweitmeinung ein persönlicher Berater zur Seite. Er leitet auch die notwendigen Schritte ein und sorgt dafür,dass jeder Angemeldete innerhalb von sieben Tagen seine Zweitmeinung erhält. Die Kosten in Höhe von 379 Euro trägt die Barmenia Krankenversicherung. „Die Diagnose Krebs ist für die meisten Betroffenen ein Schock. Mit dem neuen Service wollen wir unseren Versicherten helfen, in einem solchen Fall mehr Sicherheit zu gewinnen, sei es durch Bestätigung der Diagnose oder eine begründete Alternative“, so Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe.

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vdek-Pressestatement zu den Koalitionsgesprächen

29. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Berlin – Anlässlich der heutigen Sitzung der AG Gesundheit zu den Koalitionsgesprächen (u. a. zum Thema Pflege) erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek):

„Eine Reform der Pflegeversicherung ist eine zentrale Aufgabe der nächsten Bundesregierung. Diese Reform muss die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs in den Focus stellen. Pflegebedürftigkeit darf nicht mehr allein von der Feststellung der körperlichen Einschränkungen abhängig sein, sondern muss auch gleichberechtigt die Alltagskompetenz und Möglichkeit zur Teilhabe am sozialen Leben berücksichtigen. Dafür muss die Bundesregierung die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen. Der aktuelle festgeschriebene Beitragssatz von 2,05 Prozent bzw. 2,3 Prozent sollte daher angemessen angepasst werden. Um die Pflegeversicherung demografiefester zu gestalten, sollten die Leistungen zudem regelmäßig dynamisiert und an den wachsenden Bedarf angepasst werden.

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Das Plus der Rentenkasse für nachhaltige Alterssicherung investieren

29. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Sozialverband VdK sieht in Aussicht gestellte Rentenerhöhung von 2,5 Prozent skeptisch

„Die Botschaft hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube“, so  kommentierte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die im Rahmen einer Veranstaltung der Deutschen Rentenversicherung heute genannte mögliche Rentenerhöhung zwischen 2 und 2,5 Prozent für das Jahr 2014. „Damit würden die Renten erstmals seit vielen, vielen Jahren wieder gleichauf mit den Löhnen steigen. Aus den bitteren Erfahrungen der vergangenen Jahre wissen wir aber, dass zwischen den alljährlichen Herbstprognosen und den tatsächlichen Rentenerhöhungen im darauf folgenden Sommer oft Welten liegen“, erläuterte sie ihre Skepsis. Man müsse abwarten, was aus diesen Versprechungen wird. „Und selbst wenn es zu dieser Erhöhung kommen sollte, so gleicht sie längst nicht die fast zehnprozentigen Wertverluste der Renten seit 2004 aus“, ergänzte sie.

Es sei zudem ein falsches Signal, bei ständig sinkenden Renten und drohender Altersarmut durch eine Absenkung des Beitragssatzes die bestehenden Rücklagen bis auf die Mindestrücklage aufzulösen. So kommentiert Mascher die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung  Bund, wonach von einer Renten-Beitragssenkung von 18,9 auf 18,3 Prozent ausgegangen wird. Eine Senkung um 0,6 Prozentpunkte wirkt sich in den Geldbörsen der Beitragszahler nur minimal aus, rund 7,50 Euro bei einem Brutto-Monatseinkommen von 2500 Euro. „Es geht jedoch um eine langfristige Sicherung der Rentenkassen. Bei hohen Rücklagen Beiträge zu senken, ist zwar populär, aber keine nachhaltige Politik. Statt einer kurzsichtigen Beitragssenkung sollten die Mehreinnahmen weitsichtig zur Stabilisierung der Renten genutzt werden, zum Beispiel bei der Erwerbsminderungsrente und im Bereich der Rehabilitation“, so Mascher. Sie stimmt in ihrer Kritik mit der Deutschen Rentenversicherung überein, die an einem stabilen Beitrag festhalten möchte: „Die globale Wirtschaftskrise ist noch nicht gebannt. Daher ist ein sorgloser Umgang mit den Rücklagen der Rentenversicherung bedenklich. Die Reserven sind schnell aufgebraucht. Deshalb ist eine Beitragssenkung ein Irrweg“, so die VdK-Präsidentin. 

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Tarif wechseln – Kosten senken

18. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung sind stark gestiegen. Betroffene sind den Erhöhungen nicht hilflos ausgeliefert.

themenfoto_kostenfalle pkv_foto_fotolia_electriceyeDie Beiträge in der privaten Krankenversicherung sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Nach einer kräftigen Beitragserhöhung können Versicherte ihren Vertrag zwar außerordentlich kündigen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. In der Regel ist dies allerdings mit hohen Verlusten verbunden. Langjährige Privatpatienten verlieren in diesem Fall oft ihre kompletten Altersrückstellungen.

Privatpatienten sind Beitragserhöhungen ihrer Versicherung aber dennoch nicht hilflos ausgeliefert. „Jeder privat Krankenversicherte hat das Recht, seinen Tarif innerhalb der Gesellschaft zu wechseln“, betont Finanzberater Harald Leissl, Gründer und Mitinhaber von beitragsoptimierung24.de, ein Versicherungsberatungsunternehmen, das sich ausschließlich auf die Tarifwechselberatung zur privaten Krankenversicherung spezialisiert hat. Sinnvoll sei eine solche Veränderung vor allem dann, wenn man schon zehn Jahre oder länger privat krankenversichert sei. „In den meisten Fällen finden sich dann immer Tarife bei derselben Gesellschaft mit einem deutlich besseren Leistungsniveau und geringeren Kosten“, so Leissl. Ganz entscheidend sei, dass das bisherige Leistungsniveau mindestens beibehalten werde. Von einem Wechsel zu einem anderen Versicherer rät der Finanzberater dagegen dringend ab: „In der Regel verliert man bei einem solchen Wechsel alle angesparten Altersrückstellungen.“ Bei einer Vertragsveränderung innerhalb der Gesellschaft bleibe dagegen die Altersrückstellung komplett erhalten, die Versicherung dürfe zudem keine Gesundheitsfragen bezüglich der bereits versicherten Leistungen stellen.

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Patientensicherheit muss vor Industrieinteressen stehen

16. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

vdek fordert zentrale Zulassungsstelle für risikoreiche Medizinprodukte

Berlin – Industriesilikon im Brustimplantat, Metallabrieb im künstlichen Gelenk und Fehler im Herzschrittmacher zeigen, wie gefährlich Medizinprodukte sein können. Deshalb fordert der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) eine zentrale Zulassungsstelle für Hochrisikomedizinprodukte in Europa.

„Patientensicherheit muss vor Industrieinteressen stehen. Deutsche Patienten dürfen nicht länger als Versuchskaninchen der Medizinprodukteindustrie herhalten“, erklärt vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner im Vorfeld der 1. Lesung des Europäischen Parlamentes zur Medizinprodukteverordnung am 23. Oktober 2013. Elsner fordert daher die Bundesregierung auf, sich innerhalb des Europäischen Rates für eine zentrale Zulassungsstelle einzusetzen.

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Bundesweit hohes Qualitätsniveau in Krankenhäusern – Verbesserungspotenzial aber noch nicht ausgeschöpft

10. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Berlin, 19. September 2013– Der Gemeinsame Bundesausschuss
(G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die Veröffentlichung des Qualitätsreports 2012 beschlossen. Der seit elf Jahren erscheinende Report bietet einen umfassenden Überblick über die bundesweite Behandlungs- und Ergebnisqualität zu ausgewählten medizinischen und pflegerischen Leistungen in Krankenhäusern.

Insgesamt wurden im Erfassungsjahr in 1658 Krankenhäusern mehr als 4 Millionen Datensätze zu 464 Qualitätsindikatoren erhoben. Das gesetzlich verpflichtende Verfahren umfasst 30 verschiedene Leistungsbereiche, die der G-BA festlegt. Die Ergebnisse von 289 der 464 Indikatoren müssen ab diesem Jahr jährlich von den Krankenhäusern veröffentlicht werden.

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Keine Beitragserhöhungen bei der Barmenia Krankenversicherung:

20. September 2013 Detlef Hoewing 0

Hohe Beitragsrückerstattung und Beitragssenkungen für 240.000 Kunden

Wuppertal – Fast 84.000 Personen werden in den nächsten Tagen für ihr kostenbewusstes Verhalten belohnt: Durchschnittlich rund 622 Euro Beitragsrückerstattung werden Mitte Oktober an leistungsfreie Versicherte ausgezahlt. Insgesamt fließen über 52 Millionen Euro an die Kunden zurück.

Der Krankenversicherer honoriert damit – wie in den Jahren zuvor – das kostenbewusste Verhalten der Versicherten. Bereits im letzten Jahr wurden insgesamt rund 49 Millionen Euro ausgeschüttet. Je nach Anzahl der leistungsfreien Jahre gehen bis zu drei Monatsbeiträge für Kompakt- und bis zu sechs Monatsbeiträge für Einzeltarife an die Kunden. Andreas Eurich, Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Versicherungen, kommentiert die positive Entwicklung: „Wir freuen uns, dass sich die Zahl der in 2012 leistungsfrei gebliebenen Kunden noch einmal erhöht hat. Mit ihrem maßvollen Verhalten tragen die Versicherten dazu bei, die Beiträge stabil zu halten. Für zahlreiche Barmenia-Kunden wird es darüber hinaus – und zum zweiten Mal in Folge – auch in 2014 keine Beitragserhöhungen geben. Vielfach sinken die Beiträge sogar, und das kommt insbesondere unseren älteren Versicherten zugute.“

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Debeka Krankenversicherung zahlt 361 Millionen Euro an Beiträgen zurück

16. September 2013 Detlef Hoewing 0

Koblenz – In diesen Tagen haben rund 445.000 Debeka-Mitglieder eine Beitragsrück­erstattung von 361 Millionen Euro für das Jahr 2012 erhalten. Das sind pro Versichertem durchschnittlich mehr als 800 Euro und insge­samt nochmals zwölf Millionen Euro mehr als im letzten Jahr.

Die Debeka, Marktführer in der privaten Krankenversicherung, zahlt ihren vollversicherten Mitgliedern einen großen Teil ihrer Beiträge zurück, wenn sie in einem Kalenderjahr keine Leistungen zur Erstattung einreichen.

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