Augentumoren

Licht zerstört Tumoren im Auge

21. Juli 2014 Detlef Hoewing 0

Das Aderhautmelanom ist eine seltene Krebsgeschwulst des Auges, jährlich erkranken knapp 500 Menschen in Deutschland daran. Die klassische Behandlung großer Aderhautmelanome besteht in der Entfernung des kompletten Augapfels, eine körperlich und psychisch extreme Belastung für den Betroffenen. Mittlere Melanome werden meist mit einem lokalen Strahlenträger behandelt (sog. Brachytherapie mit Ru-106). Mit der strahlenchirurgischen Cyberknife-Methode können, das hat eine neue Studie1 ergeben, vor allem große Tumore schmerzfrei und ohne operativen Eingriff zerstört werden. Erste Studie zur rahmenlosen, radiochirurgischen Behandlung des Aderhautmelanoms mittels Robotertechnologie belegt Wirksamkeit Beim Aderhautmelanom bildet sich anfangs ein flach wachsender Tumor, der sich zunehmend wölbt und dabei die über ihm liegende Netzhaut abhebt. Die Krebsgeschwulst geht von der sog. Aderhaut aus und kann an verschiedenen Stellen im Auge auftreten so z.B. auch am hinteren Augenpol, dort, wo der Sehnerv aus der Augenhöhle zum Gehirn führt. Anfangs bestehen meist keine Beschwerden. Allmählich bemerken die Patienten eine zunehmende Sehminderung oder einen Schatten. Selten beobachtet man eine Augendrucksteigerung oder einen Durchbruch des Tumors durch die Lederhaut (Sklera) in die Augenhöhle. Bei Diagnosestellung haben nur ca. 1 % der Patienten Metastasen. Diese finden sich meist in der Leber. Behandlungsalternativen Neben der kompletten Entfernung (Enukleation) des Augapfels, gibt es verschiedene Alternativen. Diese reichen […mehr lesen]

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Augentumoren

Augentumoren – Heilung aus dem Teilchenbeschleuniger

21. Juli 2014 Detlef Hoewing 0

Am Freitag, dem 3. September, wurde die Behandlung des 500. Patienten abgeschlossen, der wegen eines Augentumors mit schnellen Protonen aus dem Teilchenbeschleuniger des Hahn-Meitner-Instituts bestrahlt worden ist. 500 Augentumorpatienten am Hahn-Meitner-Institut behandelt Seit sechs Jahren setzt man am Ionenstrahllabor des Hahn-Meitner-Instituts Protonen – Kerne von Wasserstoffatomen – zur Therapie von Augentumoren ein. Der Teilchenbeschleuniger, der Teilchenstrahlen für Forschungsarbeiten in Physik, Materialwissenschaften und Medizin liefert, erzeugt auch die Protonenstrahlen für die Therapie. Dieses in Deutschland bisher einzigartige Verfahren macht es möglich, Tumoren im Inneren des Augapfels zu zerstören, ohne das umliegende gesunde Gewebe wesentlich zu schädigen. So kann die Sehkraft eines Auges auch dann gerettet werden, wenn der Tumor sich in der Nähe eines empfindlichen Organs wie dem Ort des schärfsten Sehens befindet. Größtenteils werden Aderhautmelanome – Verwandte des schwarzen Hautkrebses – behandelt, die als bösartige Tumoren nicht nur das Augenlicht, sondern auch das Leben des Patienten gefährden und deswegen auf jeden Fall unschädlich gemacht werden müssen. Die Kapazität des Instituts ist ausreichend für alle Patienten in Deutschland, bei denen die Protonentherapie anderen Behandlungsformen überlegen ist. Während der Behandlung sitzen die Patienten in einem speziellen Behandlungsstuhl; aufwendige Technik und die physikalischen Eigenschaften der Protonen sorgen dafür, dass der Protonenstrahl seine Wirkung […mehr lesen]

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Augentumoren

Augentumor: Schlüsselgene identifiziert

17. Juli 2013 Detlef Hoewing 0

Einem interdisziplinären Forscherteam der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist es kürzlich gelungen, zwei Schlüsselgene zu identifizieren, die für die Entwicklung des häufigsten Augentumors, dem Aderhautmelanom, relevant sind. Ihre Ergebnisse wurden in einer der führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht*. Möglich wurde diese Studie dank modernster DNA-Sequenzierungstechnologie und genominformatischer Analysemethoden die seit kurzem am Universitätsklinikum Essen verfügbar sind.

Das Aderhautmelanom tritt vor allem im mittleren bis höheren Lebensalter auf. Knapp die Hälfte der Patienten bekommen Metastasen und sterben meist innerhalb weniger Monate daran, trotz modernster Behandlungsmethoden. Seit Jahrzehnten ist die Augenklinik des Universitätsklinikums Essens ein nationales Zentrum für die Behandlung von Patienten mit Aderhautmelanom. Am Institut für Humangenetik wird erforscht, weshalb dieser Tumor entsteht und metastasiert. Die Essener Forscher konnten bereits vor längerer Zeit nachweisen, dass es zwei Formen des Aderhautmelanoms gibt, die sich genetisch unterscheiden. Ob ein Patient Metastasten ausbildet, ist abhängig davon, welche Form er hat.

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