Modell der Bindung des Hemmstoffes (Ringsystem, blau dargestellt) an den Rezeptor PPARβ/δ. Zentrum für Tumor- und Immunbiologie der Philipps-Universität Marburg
Eierstockkrebs

Grundlage für neue Therapie-Entwicklung bei Eierstockkrebs

19. November 2016 Detlef Hoewing 0

Forscher der Philipps-Universität entschlüsseln Kommunikations-Wege zwischen Tumor- und Immunzellen Eine Forschungs-Allianz des Zentrums für Tumor- und Immunbiologie (ZTI) sowie der Klinik für Gynäkologie der Philipps-Universität Marburg liefern möglicherweise eine neue Basis für die Therapie des Eierstockkrebs. Sie entdeckten ein Kommunikations-Netzwerk zwischen Tumor- und Immunzellen, welches über die Ausschüttung von Signal-Proteinen Tumorzellen aggressiver macht und Immunzellen hemmt. Diese Erkenntnisse sind eine vielversprechende Grundlage für die Entwicklung innovativer Wirkstoffe und neuer therapeutischer Prinzipien. Der Eierstockkrebs ist eine aggressive Tumorerkrankung, die in der Regel erst im Spätstadium entdeckt wird. Bei Frauen ist er die fünfthäufigste krebsbedingte Todesursache. Neue Therapieoptionen sind daher dringend notwendig. Protein fördert Tumor-Wachstum – Hemmstoff in präklinischer Studie Im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung mit rund 360.000 Euro über vier Jahre geförderten Projektes machten Privatdozentin Dr. Sabine Müller-Brüsselbach, Leiterin am Marburger Institut für Molekularbiologie und Tumorforschung (IMT) gemeinsam mit Dr. Silke Reinartz und Prof. Dr. Uwe Wagner, Marburger Klinik für Gynäkologie, eine wichtige Entdeckung: „Wir konnten nachweisen, dass ein das Tumorwachstum förderndes Protein durch bestimmte Fettsäuren im Bauchwasser der Patientinnen aktiviert wird“, erklärt Müller-Brüsselbach einen bedeutenden Befund. Demnach gelange der Aktivator für den Rezeptor „PPARβ/δ“ aus dem für diese Krebs-Form typischen Bauchwasser (Aszites) durch die Zellmembranen in den Zellkern. […mehr lesen]

Biopsie-Gerät Quelle: NCT Heidelberg
Allgemein

Erste Heidelberger Krebspatientin schwanger nach Transplantation von Eierstockgewebe

1. August 2014 Detlef Hoewing 0

Einfrieren von Eizellen oder Eierstockgewebe ermöglicht jungen Frauen Schwangerschaft nach Brustkrebs und Chemotherapie / Universitäts- Frauenklinik Heidelberg bietet verschiedene Verfahren zum Erhalt der Fruchtbarkeit an Erstmals ist eine Patientin des Universitätsklinikums Heidelberg nach der Transplantation eigenen Eierstockgewebes schwanger geworden. Die Frau war im Alter von 32 Jahren an Brustkrebs erkrankt und hatte sich vor Beginn der Therapie Teile eines Eierstocks entnehmen lassen. Das Gewebe wurde im Rahmen einer engen Kooperation an der Universitäts-Frauenklinik Bonn gelagert. Nach der Rücktransplantation kann sie nun ohne weitere medizinische Unterstützung Kinder bekommen. „Die Patientin ist momentan im fünften Monat schwanger und alles läuft gut. Wir haben keinen Grund zur Sorge“, erklärt Professor Dr. Bettina Toth, die an der Universitäts- Frauenklinik Heidelberg die Kinderwunschambulanz einschließlich dem Programm zum Fertilitätserhalt bei Chemo- und Strahlentherapien leitet. Deutschlandweit sind bisher vier Kinder nach einer solchen Behandlung zur Welt bekommen. Noch bis vor wenigen Jahren konnten Frauen, die jung an Brustkrebs oder bestimmten anderen Krebsarten erkrankten, aufgrund der aggressiven Chemotherapie häufig keine Kinder mehr bekommen. Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Chance auf eigenen Nachwuchs zu erhalten. Bestimmte Chemotherapien schädigen Eierstöcke und Hoden Bestimmte Medikamente für Chemotherapien sowie Bestrahlungen im Bereich des Beckens können – abhängig von der notwendigen Dosierung […mehr lesen]

Tiefgefrierung von Eierstockgewebe - Quelle: Prof. Dr. Ralf Dittrich, Frauenklinik Erlangen.
Eierstockkrebs

Mit Musik gegen Eierstockkrebs

7. Februar 2014 Detlef Hoewing 0

Am 25. März 2014 findet im Berliner Konzerthaus das 2. Benefizkonzert zugunsten der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs statt Berlin – Mit und durch Musik den Kampf gegen Krebs unterstützen – am 25. März 2014 gibt es dazu eine gute Gelegenheit. Am Abend dieses Tages findet im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt das 2. Benefizkonzert zugunsten der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs statt. Drei Berliner Chöre, unter anderem der Madrigalchor Kreuzberg, werden gemeinsam mit der Neuen Preußischen Philharmonie unter Leitung von Thorsten Hansen das berührende Deutsche Requiem von Johannes Brahms aufführen. Dabei soll der Abend neben dem musikalischen Genuss die Gäste für ein wichtiges Thema sensibilisieren – die Krankheit Eierstockkrebs. Der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Fast 8.000 Frauen in Deutschland bekommen jährlich diese niederschmetternde Diagnose. Ein großes Problem dieser Erkrankung ist, dass der Tumor oft erst sehr spät erkannt wird und dementsprechend schwierig zu therapieren ist. Auch wenn die Forschung und Behandlungsmethoden des Tumors in den vergangenen Jahres große Fortschritte gemacht haben, verläuft die Krankheit in vielen Fällen tödlich. Um den Kampf gegen den Eierstockkrebs aktiv voranzutreiben, wurde deshalb 2010 die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs ins Leben gerufen. „Unsere Ziele sind; über die Krankheit zu informieren, aufzuklären und die Forschung zu […mehr lesen]

Kein Bild
Eierstockkrebs

Nutzen von PET und PET/CT bei Eierstockkrebs ist nicht belegt

23. Mai 2012 Detlef Hoewing 0

Mangels Studien gibt es derzeit keine Belege, dass Patientinnen mit Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) von der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) einen Nutzen haben. Was die diagnostische Güte betrifft, lassen sich Rückfälle (Rezidive) in bestimmten Fällen mit PET oder PET/CT früher und genauer erkennen als mit konventionellen bildgebenden Verfahren. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), den die Kölner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 23. Mai 2012 publiziert haben.

Nur in bestimmten Fällen werden Rezidive zuverlässiger erkannt als mit herkömmlichen Verfahren

Zuverlässigere Diagnose soll Therapie verbessern

Eierstockkrebs ist der fünfthäufigste Tumor bei Frauen. In Deutschland erkranken von 100.000 Frauen jährlich 15,9 an einem Ovarialkarzinom und 8 von 100.000 Frauen sterben jährlich daran. Da Eierstöcke tief im Bauchraum liegen und ein Tumor dort üblicherweise lange keine Beschwerden bereitet, werden Tumoren im Bereich der Eierstöcke häufig erst spät entdeckt.

[…mehr lesen]

Tiefgefrierung von Eierstockgewebe - Quelle: Prof. Dr. Ralf Dittrich, Frauenklinik Erlangen.
Eierstockkrebs

Neuer Ansatz für Eierstock-Krebstherapie

16. Mai 2009 Detlef Hoewing 0

Ein Wissenschaftsverbund der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Bonner Forschungszentrums „caesar“ und der Berliner Charité klärt einen Mechanismus der Resistenz von Eierstockkrebs gegen Chemotherapie auf. Ein neuer Ansatzpunkt für die Eierstock-Krebstherapie.

[…mehr lesen]

Tiefgefrierung von Eierstockgewebe - Quelle: Prof. Dr. Ralf Dittrich, Frauenklinik Erlangen.
Eierstockkrebs

Studie belegt Behandlungsdefizite bei Patientinnen mit Eierstock-Krebs

15. September 2004 Detlef Hoewing 0

(HAMBURG) Patientinnen mit Eierstock-Krebs haben eine bessere Überlebenschance, wenn sie sich in Kliniken behandeln lassen, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen – unabhängig davon, ob sie selbst im Rahmen einer klinischen Studie behandelt werden oder nicht. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung, die Experten auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg präsentieren. Die Studie belegt darüber hinaus, dass die Therapie-Ergebnisse in Deutschland – trotz Forschritte in den letzten Jahren – das internationale Niveau noch nicht erreicht haben.

[…mehr lesen]