GIST

Seltene Tumore effektiv behandeln

31. Juli 2014 Detlef Hoewing 0

Hierzulande erkranken etwa 100 000 Menschen jährlich an Tumoren im Magen- Darm-Bereich. Nur zwei Prozent davon erhalten die Diagnose GIST, kurz für Gastrointestinale Stromatumoren. Das Tückische: Diese sehr seltene Krebserkrankung bleibt in frühen Stadien oft unbemerkt, die Bindegewebstumoren entwickeln sich schleichend. Bei der Hälfte der Patienten haben sich bereits Metastasen gebildet, wenn die Erkrankung diagnostiziert wird. Ihre Lebenserwartung liegt meist unter drei Jahren. Bislang wird die Erkrankung mit Tyrosinkinase-Hemmern behandelt, die für die Zelle wichtige Eiweiße auf der Oberfläche blockieren. Doch häufig entwickeln GIST eine Resistenz gegen diese Medikamente. Im EU-Projekt MITIGATE widmen sich zehn Partner aus Forschung und Industrie der Entwicklung und Validierung eines »closed loop«-Prozesses, um Patienten mit GIST und Metastasen effektiv behandeln zu können. Dieses personalisierte Therapiekonzept umfasst innovative Strategien für die Biopsieentnahme und Zellanalyse. Darüber hinaus werden bildgebende Verfahren und entsprechende Konzepte für eine minimal-invasive Behandlung optimiert und angepasst. Forscher der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie PAMB des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA entwickeln eine flexible Biopsienadel, mit der sich Proben des Gewebes entnehmen lassen. Das endoskopische Instrument verfügt über eine Schnittstelle zu einem Modul für die Zerkleinerung des Gewebes. Die GIST-Zellen werden dann in einem mikrofluidischen System spezifisch isoliert. Anschließend charakterisieren […mehr lesen]

Überlebensraten von Kindern und Jugendlichen mit Krebs - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
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Forschungsprojekt zur zielgerichteten Behandlung von Gastrointestinalen Stromatumoren

15. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Start des von Mannheim aus koordinierten europaweiten Forschungsprojektes MITIGATE

Am 1. Oktober fiel der Startschuss für ein europaweites Forschungsprojekt, das sich einer verbesserten Diagnostik und Therapie der seltenen Erkrankung der Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) widmet. Das Projekt MITIGATE wird durch das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission (FP7) gefördert und hat sich damit europaweit gegenüber einer Vielzahl anderer Projekte durchgesetzt. Im Februar dieses Jahres erhielt der Antrag die Zusage der vollen Förderung des beantragten Volumens in Höhe von 4,5 Millionen Euro für vier Jahre.

Insgesamt zehn Partner sind an dem Projekt beteiligt, darunter drei Universitäten: die Universität Heidelberg, die Medizinische Universität Innsbruck sowie die Universität Turin. Koordiniert wird das Projekt von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem European Institute for Biomedical Imaging Research (EIBIR), Wien. EIBIR ist eine gemeinnützige GmbH zur Koordination der Forschung in der biomedizinischen Bildgebung. Wissenschaftlicher Koordinator ist Professor Dr. Stefan Schönberg, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin (IKRN) an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM).

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Überlebensraten von Kindern und Jugendlichen mit Krebs - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
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Denn niemand ist allein mit GIST

26. Februar 2006 Detlef Hoewing 0

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind bösartige Tumoren des Verdauungstraktes, die erst seit wenigen Jahren diagnostiziert werden können. Jährlich gibt es im deutschsprachigen Raum ca. 1.500 bis 2.000 Neuerkrankungen. Das Lebenshaus e.V. ist seit Juni 2003 die Gemeinschaft für Betroffene mit GIST. Der Verein ist als Non-Profit-Organisation mit eigenen regionalen Selbsthilfegruppen in Deutschland, der Schweiz und Österreich tätig. In Kooperation mit den führenden medizinischen GIST-Experten und der forschenden Pharma-Industrie informiert und betreut „Das Lebenshaus“ bereits über 400 GIST-Patienten und ihre Familien.

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Überlebensraten von Kindern und Jugendlichen mit Krebs - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
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GIST – Eine „neue“ Krankheit

15. September 2005 Detlef Hoewing 0

Seit fünf Jahren erst gibt es die Diagnose: Gastrointestinale Strumatumoren (GIST). Was vorher in die Weichteil-Sarkome klassifiziert wurde, ist nun als eigenständige Krankheit erkannt, die zwar selten, aber dennoch in den Mittelpunkt des o­nkologischen Interesses gelangt ist. Erst im März 2004 wurden Standards zur Diagnose und Behandlung der Tumorart definiert. In diesem Monat eröffnet das Klinikum der Universität München eine Spezialambulanz.

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Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister - Quelle: GEKID
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Frühere Erkennung und bessere Therapie

7. Februar 2005 Detlef Hoewing 0

In Deutschland erkranken jährlich mehr als 100.000 Menschen an einem bösartigen Krebsleiden der Verdauungsorgane. Hierzu zählen Tumoren der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarms, der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie der Gallenblase und Gallenwege – fast ein Drittel aller neu festgestellten Krebsleiden. Immer noch ist die Diagnose einer Tumorerkrankung in vielen Fällen mit einer schlechten Prognose verbunden, da vor allem in fortgeschritteneren Erkrankungsstadien wirkungsvolle Therapieverfahren meist fehlen.

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