PET/MR-Aufnahme des Schädels Quelle: Siemens AG
Brustkrebs

Experten fordern Einsatz von PET/CT bei sechs häufigen Krebserkrankungen – vor allem bei Brustkrebs und Melanomen

13. Dezember 2017 Detlef Hoewing 0

Berlin – Eine Untersuchung, die Krebsmetastasen im Körper zuverlässig aufspürt, wird in Deutschland bisher kaum eingesetzt. Dabei stufen internationale Experten die PET/CT, eine Kombination aus Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Computertomografie (CT), bei sechs häufigen Krebserkrankungen teilweise als unverzichtbar ein. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) anlässlich einer aktuellen Empfehlung von amerikanischen und europäischen Fachgesellschaften hin. Der BDN fordert den Einsatz des PET/CT insbesondere zum frühzeitigen Erkennen von Rückfällen bei Brustkrebs und schwarzem Hautkrebs. Eine Computertomografie kann mithilfe von Röntgenstrahlen Krebsgeschwüre überall im Körper lokalisieren. Eine Positronen-Emissions-Tomografie zeigt mithilfe von radioaktiven Stoffen, ob die Tumore lebende Zellen enthalten. Moderne PET/CT-Geräte kombinieren beide Untersuchungen. „Das PET/CT erspart den Krebspatienten einen zusätzlichen Termin, und wir können sofort beurteilen, ob die Metastasen vital sind“, erklärt Professor Dr. med. Ken Herrmann, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Essen. Weiterer Vorteil der Kombi-Untersuchung: Die Ärzte können mit der Bildgebung kleinste Tumorreste und auch Neubildungen erkennen – so kann frühzeitig und systematisch therapiert werden. Trotz dieser Vorteile wird das Verfahren in Deutschland aber nur selten eingesetzt. Der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) schätzt, dass im vergangenen Jahr hierzulande etwa 150.000 PET/CT durchgeführt wurden. Zum Vergleich: In den USA waren es bereits 2,5 Millionen PET-Scans – bei 320 […mehr lesen]

Hirntumor-Zellen (Meningeom-Zellen) unter dem Mikroskop Universitätsklinikum Heidelberg
Forschung

Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung

25. April 2017 Detlef Hoewing 0

Methylierungsmuster als molekularer Fingerabdruck der Tumorzellen geben Hinweise darauf, wie aggressiv ein Meningeom ist und welche Therapie für den Patienten passt / Bisherige WHO-Klassifizierung kann präzisiert und Behandlung verbessert werden / Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums publizieren in der Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“ Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Heidelberg gelang es, eine wesentlich genauere Einteilung der häufigsten Hirntumoren von Erwachsenen, der Meningeome, zu erarbeiten als es die aktuelle Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlaubt. Das neue System unterscheidet somit sicherer zwischen gutartigen Tumoren, bei denen in der Regel eine Operation ausreicht, und solchen, bei denen die Patienten zusätzlich eine Bestrahlung benötigen. Basis ist der „molekulare Fingerabdruck“ der Tumorzellen, ihr sogenanntes Methylierungsmuster, also das Anheften kleiner biochemischer Gruppen an bestimmte Stellen der DNA. Diese Veränderungen können darüber entscheiden, ob ein Gen abgelesen wird oder nicht. Das Projekt unter Federführung von Dr. Felix Sahm, der eine Arbeitsgruppe der Abteilung Neuropathologie (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. A. von Deimling) am Universitätsklinikum Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum leitet, wird von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung mit insgesamt rund 470.000 Euro unterstützt. Die Folge ungenauer Klassifikationen sind vermeidbare Rückfälle bei zu harmlos eingestuften und daher fälschlicherweise nicht bestrahlten Tumoren oder unnötige Bestrahlungen im umgekehrten Fall. Die WHO-Einteilung beruht […mehr lesen]

Kein Bild
Hirntumoren

PET/CT bei Kopf-Hals-Tumoren: Einsatz zur Vermeidung invasiver Eingriffe wird Kassenleistung

25. April 2017 Detlef Hoewing 0

Berlin, 16. März 2017 – Patientinnen und Patienten mit bestimmten Kopf-Hals-Tumoren können zukünftig auch mit der Positronenemissionstomographie (PET)/Computertomographie (CT) untersucht werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist nach Auswertung der aktuellen Studienlage zu der Erkenntnis gelangt, dass die PET/CT in bestimmten Fällen geeignet ist, die invasiven Eingriffe Neck Dissection und laryngoskopische Biopsie zu vermeiden. Der G-BA hat mit seinen Beschlussfassungen am Donnerstag in Berlin die Leistungserbringung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung in der ambulanten Versorgung ermöglicht und für die Behandlung im Krankenhaus bestätigt. „Mit einer PET/CT kann bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren oder mit unbekannten Primärtumorsyndromen des Kopf-Hals-Bereichs entschieden werden, ob ggf. eine weiträumige Entfernung der Lymphknoten vermieden werden kann und den Betroffenen damit erhebliche Belastungen erspart werden können“, so Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung. „Zudem kann die therapierelevante Abklärung eines Rezidivverdachts bei Kehlkopfkrebs durch die Bildgebung der PET/CT erfolgen, Patientinnen und Patienten bleibt eine Gewebeentnahme am Kehlkopf erspart.“ Eine Neck Dissection stellt einen invasiven Eingriff dar, der in Vollnarkose durchgeführt wird und der für den Patienten auch deshalb sehr belastend ist, weil er in Abhängigkeit vom Umfang der Operation (Ausmaß der Lymphknotenausräumung) einen dauerhaften Funktionsverlust und schwerwiegende Komplikationen bedingen kann. Bei einer […mehr lesen]

Hirntumor - Quelle: NGFN
Chemotherapie

Hirntumor Glioblastom

7. April 2017 Detlef Hoewing 0

Radiochemotherapie auch bei älteren Patienten sicher und effektiv Das Glioblastom, ein seltener, aber äußerst bösartiger Hirntumor, kann nach der Operation durch eine Radiochemotherapie zurückgedrängt werden. Auch hochbetagte Patienten profitieren davon. Bislang erhielten sie – gestützt auf einen Gentest – entweder eine Chemo- oder eine Strahlentherapie. Eine gleichzeitige Radiotherapie kombiniert mit Temozolomid hat die Überlebenszeit dieser Patientengruppe verlängert. Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) und die NOA – Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. empfehlen die Radiochemotherapie unabhängig vom Alter der Patienten und unterstützen weitere Studien zur Bedeutung des Biomarkers MGMT. Die meisten Menschen mit einem Glioblastom sind über 65 Jahre alt, wenn ihr Hirntumor entdeckt wird. Eine Operation kann den Tumor in der Regel nicht heilen. Strahlen- und Chemotherapie können jedoch die Lebenszeit verlängern und bei den meisten Patienten auch die Lebensqualität verbessern. Die Behandlung ist jedoch anspruchsvoll und die Nebenwirkungen von Strahlen- und Chemotherapie können sich verstärken. „Wir waren deshalb bisher sehr zurückhaltend, die Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie älteren Patienten anzubieten, zumal diese häufig Begleiterkrankungen haben, die die Verträglichkeit der Behandlung verschlechtern können“, berichtet Professor Dr. med. Stephanie Combs, Direktorin der Klinik und Poliklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie an der Technischen Universität München. Diese Vorbehalte werden […mehr lesen]

Gliom (rote Pfeile; obere Reihe), das bereits zum Zeitpunkt der ersten Operation begonnen hatte zu entarten. Untere Reihe: Nachgewachsener, jetzt sehr bösartiger Tumor (gelber Pfeil). © Foto: M. Simon/Neurochirurgie/UKB
Allgemein

Großer Hirntumor-Informationstag in Würzburg

25. Oktober 2016 Detlef Hoewing 0

Würzburg/Leipzig, 24.10.2016 – Am Samstag, den 29. Oktober 2016 findet der überregionale Hirntumor-Informationstag der Deutschen Hirntumorhilfe statt, zu dem die gemeinnützige Organisation interessierte Patienten, Angehörige und Ärzte von 9:30 bis 18.30 Uhr an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg einlädt. In Zusammenarbeit mit der neurochirurgischen Klinik und Poliklinik des ortsansässigen Universitätsklinikums steht die Veranstaltung mit ihren acht Vorträgen anerkannter Spezialisten ganz im Zeichen der modernen Hirntumortherapie. Im Mittelpunkt des Informationstags stehen aktuelle Ergebnisse klinischer Studien sowie die Zukunft der Hirntumortherapie. Auch etablierte Behandlungsoptionen in der Neuroonkologie und die psychoonkologische Betreuung sind Teil des vielfältigen Vortragsprogramms. Renommierte Experten, unter anderem Prof. Ulrich Herrlinger aus Bonn, Prof. Michael Platten aus Mannheim und Prof. Stephanie Combs aus München, decken mit ihren Referaten das gesamte Spektrum der Neuroonkologie ab und geben einen Überblick zu neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Hirntumorforschung. Bei Podiumsdiskussionen und in persönlichen Gesprächen mit den Referenten haben die Teilnehmer der Veranstaltung zudem die Möglichkeit, individuelle Fragen zu klären. Im Anschluss an die fachlichen Vorträge wird Patienten und Angehörigen im zweiten Teil des Informationstags die Möglichkeit gegeben, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten, Tipps zur besseren Bewältigung der Erkrankung auszutauschen und eigene Erfahrungen zu teilen. Teilnehmende Ärzte können den Informationstag als kompakte Weiterbildung […mehr lesen]

PET/MR-Aufnahme des Schädels Quelle: Siemens AG
Forschung

Maßgeschneiderte Strategie gegen Glioblastome

27. September 2016 Detlef Hoewing 0

Bei Glioblastome handelt es sich um unheilbare, bösartige Hirntumore. Meistens überleben die Betroffenen nur wenige Monate. Jeder Tumor ist dabei auffallend verschiedenartig, weshalb sie sich nur schwer behandeln lassen. Forscher der Universität Bonn haben nun eine vollkommen neue Methode entwickelt, die zu maßgeschneiderten zweistufigen Therapien führen soll. An Tumorproben eines Patienten testen sie im Labor, welche Substanzen die verschiedenartigen Krebszellen zunächst vereinheitlichen und dann wirksam abtöten. Die Studie ist bereits vorab online veröffentlicht und erscheint demnächst in der Druckausgabe des Fachjournals „Clinical Cancer Research“. Glioblastome zählen zu den häufigsten und bösartigsten Hirntumoren. „Charakteristisch ist, dass die Tumorzellen eine große Verschiedenartigkeit aufweisen“, sagt Prof. Dr. Björn Scheffler vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn, der seit kurzem auch am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg forscht und eine Professur am Universitätsklinikum Essen innehat. Die Zellen in einem solchen Hirntumor können sehr unterschiedliche Eigenschaften wie zum Beispiel hinsichtlich der Größe der Zellen oder der Zahl der Zellkerne aufweisen. Weil die verschiedenen Krebszellen innerhalb eines Tumorgewebes auch unterschiedliche Abwehrmethoden gegen Therapiemaßnahmen entwickeln, gestaltet sich die Behandlung der Patienten außerordentlich schwierig. Nach einer operativen Entfernung, Bestrahlung und Chemotherapie kehrt diese Tumorart häufig wieder, Medikamente wirken dann meist nicht mehr. Ein Team um Prof. Scheffler aus […mehr lesen]

Gliom (rote Pfeile; obere Reihe), das bereits zum Zeitpunkt der ersten Operation begonnen hatte zu entarten. Untere Reihe: Nachgewachsener, jetzt sehr bösartiger Tumor (gelber Pfeil). © Foto: M. Simon/Neurochirurgie/UKB
Hirntumoren

ZNS-Lymphom – Neuer Therapieansatz bei aggressivem Hirntumor

23. März 2016 Detlef Hoewing 0

Die Therapie des primären ZNS-Lymphom, einer seltenen und sehr aggressiven Lymphom- bzw. Hirntumorart, ist ausgesprochen schwierig. Vor allem Patienten, die nicht auf die Ersttherapie ansprechen oder einen Rückfall erleiden, haben eine schlechte Prognose. In der internationalen Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology (JCO) haben Wissenschaftler der Deutschen Studiengruppe für Primäre ZNS-Lymphome (G-PCNSL-SG) nun die Ergebnisse einer Phase-II-Studie mit dem Wirkstoff Temsirolimus publiziert. Zwar stellen die Ergebnisse keinen Therapiedurchbruch dar, eröffnen aber neue Perspektiven für Patienten und dokumentieren den Erfolg deutscher Wissenschaftler in der Hirntumorforschung. Primäre ZNS-Lymphome sind Gewebeneubildungen (= lymphatische Neoplasien), die zum Zeitpunkt der Erstdiagnose auf das zentrale Nervensystem (ZNS), insbesondere das Gehirn und das Nervenwasser, begrenzt sind. Die meist sehr aggressiven Lymphome können durch Therapien mit Zytostatika, die die Blut-Hirn-Schranke passieren, oder durch Ganzhirnbestrahlung manchmal über mehrere Jahre zurückgedrängt werden. In einigen Fällen gelingt sogar eine Heilung. Allerdings spricht etwa ein Viertel der Patienten auf die primäre Therapie nicht an und mehr als die Hälfte erleidet ein Rezidiv. Für diese erfolglos vorbehandelten Patienten haben Ärzte und Wissenschaftler der Deutschen Studiengruppe für Primäre ZNS-Lymphome (G-PCNSL-SG) mit Sitz an der Charité Berlin eine Phase-II-Studie mit dem Wirkstoff Temsirolimus als Monotherapie durchgeführt. Das zielgerichtete Medikament, das bereits bei anderen rezidivierten Lymphomen eine […mehr lesen]

Darstellung eines Hirntumors mit Computer- und Positronenemissions- Tomographie. Die farbigen Konturen dienen zur Planung einer Strahlentherapie - Quelle: dkfz
Hirntumoren

Gliome – Warum Hirntumore entarten

1. Dezember 2015 Detlef Hoewing 0

Gliome zählen zu den verbreitetsten Hirntumoren. Viele werden nach einer Phase des langsamen Wachstums sehr bösartig. Ein Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Murat Günel von der Yale School of Medicine in New Haven (USA), zu dem auch Forscher aus der Neurochirurgie des Universitätsklinikums Bonn gehören, konnte die molekularbiologischen Veränderungen entschlüsseln, die zu dieser gefährlichen Verwandlung der Tumorzellen führen. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal „Nature Genetics“ vorgestellt. Unter dem Begriff „Gliom“ werden verschiedene Hirntumore zusammengefasst, die fast ein Drittel aller Tumoren des Zentralnervensystems ausmachen. Ihnen gemeinsam ist, dass sie aus Gliazellen entstehen, nicht aus den eigentlichen, benachbarten Nervenzellen im Gehirn. Ein internationales Forscherteam um den Wissenschaftler Prof. Dr. Murat Günel hat nun untersucht, welche Gene am Fortschreiten eines wichtigen Teils der Gliome beteiligt sind. „Viele Gliome wachsen zunächst nur langsam“, berichtet Prof. Dr. med. Matthias Simon, stellvertretender Klinikdirektor der Neurochirurgischen Universitätsklinik Bonn. „Häufig erst wenn die Tumoren wiederkehren, werden sie bösartig und schnell fortschreitend.“ Die zentrale Frage des Forscherteams war, welche molekularen Ursachen für die erstaunliche Verwandlung der Tumorzellen verantwortlich sind. Die Wissenschaftler untersuchten Tumorproben von insgesamt 41 Patienten, bei denen ein Gliom mit einer charakteristischen Erbgutveränderung (IDH1-Gen-Mutation) operiert worden war. Proben ermöglichen Vergleich von frühen und späten Gliom-Stadien Von denselben […mehr lesen]

Gliom (rote Pfeile; obere Reihe), das bereits zum Zeitpunkt der ersten Operation begonnen hatte zu entarten. Untere Reihe: Nachgewachsener, jetzt sehr bösartiger Tumor (gelber Pfeil). © Foto: M. Simon/Neurochirurgie/UKB
Hirntumoren

Tumortherapiefelder: Mit Strom gegen das Glioblastom?

29. Oktober 2015 Detlef Hoewing 0

28. Oktober 2015 – Tumortherapiefelder: Ein neuartiges Konzept zur Behandlung bösartiger Hirntumoren ist kürzlich in den USA zugelassen worden und darf gemäß EU-Bestimmungen auch in Deutschland zum Einsatz kommen. Einer ersten positiven Studie zufolge könnte das haubenartige Gerät, das auf der Kopfhaut getragen wird und Wechselstromfelder erzeugt, das Überleben von Patienten verbessern. „Von einem Durchbruch zu sprechen wäre allerdings übertrieben“, urteilt Professor Wolfgang Wick von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Die bislang vorliegenden Daten seien zwar prinzipiell erfreulich, sie müssten aber in weiteren Studien bestätigt werden. „Es gibt noch viele offene Fragen“, erklärt der Ärztliche Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg. „Wir müssen uns Zeit nehmen für eine sorgfältige Bewertung dieser neuen Methode, denn dies wird uns weiter bringen als intensives Marketing.“ Das Behandlungssystem der Firma Novocure wird auch in Deutschland vermarktet. Das tragbare Gerät erzeugt elektrische Wechselfelder, die sogenannten Tumortherapiefelder (TTfields, TTF), welche von einer speziellen Haube mit integrierten Keramik-Gel-Pads durch die Schädeldecke abgegeben werden, um die Teilung von Krebszellen zu bremsen oder zu stoppen. Für Europa hat das Medizinprodukt das CE-Zeichen zur Behandlung eines rezidivierenden Glioblastoms bei Erwachsenen erhalten. Das für den Heimgebrauch konzipierte Gerät darf also gemäß Richtlinie 93/42/EWG der EU auch hierzulande in Verkehr gebracht werden, […mehr lesen]

MRT-Bildgebung des Gehirns (C) Klaus Scheffler / Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen
Hirntumoren

Gemeinsam Zeichen setzen: Welthirntumortag am 8. Juni

28. Mai 2015 Detlef Hoewing 0

Leipzig, 26.05.2015 – Wird das Gehirn durch einen Tumor bedroht, ist das für die Patienten und ihre Familien eine extreme Belastung. Auf diese schwierige Situation macht die Deutsche Hirntumorhilfe jedes Jahr am 8. Juni mit dem Welthirntumortag aufmerksam. Ziel des Aktionstages ist es, Betroffene und die Öffentlichkeit über die Erkrankung aufzuklären. Das Gehirn steuert unsere Gedanken und Gefühle. Es speichert unsere Erinnerungen ab und verarbeitet die Eindrücke, die wir mit unseren Sinnen aufnehmen. Viele sehen es als den Sitz unserer Seele. Doch was bedeutet es, wenn diese wichtige Schaltzentrale durch einen Tumor gefährdet wird? Es gibt etwa 130 verschiedene Arten von Hirntumoren. Einige davon sind bösartig und nicht heilbar. Auch wenn man den Patienten ihre Krankheit von außen mitunter kaum ansieht, leiden sie oftmals unter schweren Symptomen, die von Leistungseinschränkungen über körperliche Ausfallerscheinungen bis hin zu mentalen Veränderungen reichen können. In dieser ohnehin sehr schwierigen Situation müssen sich die Betroffenen mit einem vielschichtigen und komplexen Thema auseinandersetzen. Hier bietet der Welthirntumortag mit zahlreichen Informationsveranstaltungen rund um den 8. Juni Patienten eine gute Gelegenheit, sich über ihre Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Sie können dadurch Sorgen und Ängste abbauen und mit dem erworbenen Wissen besser eigenständige Entscheidungen über ihre Behandlung […mehr lesen]

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