Krebsthemen

Neue Ziele in der Leukämieforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum

Gleich vier Wissenschaftlerteams am Deutschen Krebsforschungszentrum beginnen derzeit viel versprechende Forschungsprojekte, mit denen sie die Therapiemöglichkeiten bei Leukämie und verwandten Blutkrankheiten verbessern wollen. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. unterstützt diese Forschungsarbeiten, die jeweils zwei bzw. drei Jahre dauern werden, mit insgesamt rund 900 000 Euro. Die Wissenschaftler der vier Gruppen verfolgen dabei ganz unterschiedliche Forschungsansätze.

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Sicherere Diagnose-Methode zur Erkennung von Bauchspeicheldrüsen-Krebs entwickelt

Mediziner der Universität Jena präsentieren neues aussagekräftiges Verfahren zur Erkennung von Pankreaskrebs am 1. Oktober auf Ostthüringer Endosonographie-Symposium. Eine international einzigartige neue Methode zur sichereren Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs haben Mediziner des Universitätsklinikums Jena entwickelt. Mit Hilfe der Endosonographie bei gleichzeitiger Verwendung von Kontrastmitteln ist es ihnen gelungen, ein wesentliches Erkennungsmerkmal…


EGFR-Blockade als neuer Therapieansatz in der Onkologie

Bei der Krebsbehandlung wurden in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, sodass heute immer mehr Menschen vom Krebs geheilt werden oder deutlich länger damit leben. Forscher auf der ganzen Welt sind weiter auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten, die möglichst wenig Nebenwirkungen haben, das Leben verlängern und die Lebensqualität steigern.


Gefitinib – viel versprechende Therapieoption beim bronchioalveolären Karzinom

Dass chemotherapeutisch vorbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC von einer Gefitinib-Monotherapie profitieren, haben nicht nur die beiden Studien IDEAL 1 und IDEAL 2 eindrucksvoll gezeigt; auch die Daten des Expanded-Access-Programms mit inzwischen mehr als 21000 Patienten belegen den klinischen Nutzen. Einen besonders großen Benefit von dem EGFR-Blocker haben die konventionell schwer zu behandelnden Patienten mit bronchioalveolärem Karzinom (BAC), wie die beim ASCO 2004 publizierten Daten der prospektiven Studie SWOG S0126 zeigen.


Wenn der Krebs zweimal kommt

Die Behandlung mit alleiniger Strahlentherapie könnte gegenüber einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie für Patienten mit Hodgkin-Lymphom langfristig zu einem erhöhten Risiko führen, Jahre später an einer anderen Krebsart zu erkranken. Dies ist ein Ergebnis einer Meta-Analyse der „Hodgkin Second Malignancies Collaborative Group“ im Kompetenznetz Maligne Lymphome, die Dr. Jeremy Franklin heute in Köln vorgestellt hat.


Kinder mit fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom sprechen auf BEACOPP gut an

Das von der Deutschen Hodgkin-Lymphom Studiengruppe (DHSG) entwickelte Therapieschema BEACOPP ist erstmals in einer Studie in den USA überprüft worden und hat sich als sichere und effektive Behandlungsoption für Kinder und Jugendliche mit Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium erwiesen. Dies berichtete die pädiatrische o­nkologin Dr. Kara Kelly vom Morgan Stanley Childrens Hospital of New York-Presbyterian heute im Rahmen des 6. Internationalen Hodgkin-Symposiums in Köln.


Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen

Im Rahmen des 6. Internationalen Hodgkin-Symposiums treffen sich rund 40 Kliniker und Wissenschaftler aus aller Welt, um Daten zur Behandlung von Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom zu analysieren. Jugendliche Hodgkin-Patienten werden bisher entweder in Studien für Kinder oder in Studien für Erwachsene behandelt, so dass Jugendliche gleichen Alters oft sehr unterschiedliche Therapien erhalten und die entsprechenden Daten über verschiedene Altersgruppen und Studien verstreut sind. Mit einigen Tausend Datensätzen liegt den Wissenschaftlern nun der bisher größte Datenpool speziell zu Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom vor. Initiatoren und Leiter dieser internationalen Kooperation sind Richard Fisher, Jonathan Friedberg und Louis (Sandy) Constine von der University of Rochester sowie Cindy Schwartz von der Johns Jopkins University (ehem. Rochester).


Brustkrebs: Mehr Entscheidung, mehr Lebensqualität, mehr Heilung

14 Fachgesellschaften erarbeiten Leitlinien für Diagnostik, Therapie und Reha. Neue Leitlinien für Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Brustkrebspatientinnen geben eine wissenschaftlich gesicherte Orientierung im Dschungel der Verfahren. Auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg diskutieren die Experten auch, wie die Umsetzung dieser Leitlinien vorangebracht und überprüft werden kann.


Studie belegt Behandlungsdefizite bei Patientinnen mit Eierstock-Krebs

(HAMBURG) Patientinnen mit Eierstock-Krebs haben eine bessere Überlebenschance, wenn sie sich in Kliniken behandeln lassen, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen – unabhängig davon, ob sie selbst im Rahmen einer klinischen Studie behandelt werden oder nicht. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung, die Experten auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg präsentieren. Die Studie belegt darüber hinaus, dass die Therapie-Ergebnisse in Deutschland – trotz Forschritte in den letzten Jahren – das internationale Niveau noch nicht erreicht haben.


Erste Brustzentren nach europäischen Standards akkreditiert

Die Behandlungsqualität von Brustkrebspatientinnen nach europäischen Standards anpassen. Darum wurden 12 Brustzentren benannt, welche gemeinsam die Akkreditierung nach den strengen Standards der Europäischen Gesellschaft für Brustkunde (EUSOMA) beantragt haben. Diese Standards sind auch vom EU-Parlament bestätigt. Nun wurden die ersten beiden Kliniken – die Universitätsfrauenkliniken von Lübeck und Kiel – akkreditiert. Experten bezeichneten dies auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg“als Meilenstein auf dem Weg zu einer Versorgung von Brustkrebspatientinnen auf höchstem Niveau“.