Links die normale Lage der Nebennieren (gelbe Pfeile) im Körper, rechts ein Nebennieren-karzinom in einer kernspintomographischen Darstellung. Bild: Medizinische Klinik

Nachsorge allzu oft vernachlässigt

26. Oktober 2004

Links die normale Lage der Nebennieren (gelbe Pfeile) im Körper, rechts ein Nebennieren-karzinom in einer kernspintomographischen Darstellung. Bild: Medizinische KlinikDie Betreuung von Patienten mit Nebennierenkarzinomen ist verbesserungsbedürftig. Um auf diesem Gebiet Fortschritte zu erzielen, haben das Tumorzentrum und die Medizinische Klinik der Uni Würzburg gemeinsam ein bundesweites Register zur Erfassung dieser Tumoren eingerichtet. Die Deutsche Krebshilfe (Bonn) fördert das Projekt. Das Nebennierenkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der bevorzugt bei jungen Erwachsenen, oft auch bei Kindern auftritt. Die Genesungschancen stehen häufig schlecht. Da die Krankheit recht selten ist – auf eine Million Einwohner kommen ein bis zwei Fälle pro Jahr – sind sich die behandelnden Ärzte oft unsicher darüber, wie die korrekte Diagnostik und die optimale Therapie durchzuführen sind. Zudem gebe es bisher keine einzige wissenschaftlich fundierte Behandlungsstudie für diese Erkrankung, sagt Professor Bruno Allolio von der Würzburger Medizinischen Uniklinik.

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Interviews: Das Netzwerk Darmkrebs

Auftaktveranstaltung des Vereins Netzwerk gegen Darmkrebs

21. Oktober 2004

Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. legt die konkrete Projektplanung für 2005 fest. Minister Schnappauf unterstützt die Arbeit des Vereins. Das im Juni 2004 gegründete Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. trifft erstmals am 21.10.2004 im Klinikum rechts der Isar, München, zusammen. Auf der Veranstaltung werden von über 60 anwesenden Mitgliedern und Partnern die Ziele und Projekte für das Jahr 2005 definiert sowie der Beirat des Vereins von den Mitgliedern bestätigt.

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Mikroskopische Aufnahme eines Gewebsschnitts durch einen Dickdarmtumor mit Spezialfärbung: Die blau angefärbten Zellen produzieren den Wachstumsfaktor Epiregulin. Es handelt sich zum Großteil um Bindegewebszellen (Tumorfibroblasten). - Foto: Dr. Clemens Neufert

Die EDV als ärztliches Instrument

20. Oktober 2004

Verbesserung der Diagnosequalität und Behandlung des Rektumkarzinoms. Darmkrebs – Krebserkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und des Anus – ist mittlerweile für beide Geschlechter die zweithäufigste Krebserkrankung. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland wird für Männer auf über 32.000, für Frauen auf über 34.000 geschätzt. Männer erkranken im Mittel mit 68, Frauen mit 73 Jahren – also vergleichsweise spät. Darmkrebs ist darüber hinaus sowohl für Frauen und Männer die zweithäufigste Krebstodesursache. Im Vergleich mit den Erkrankungsraten anderer EU-Länder steht Deutschland an erster Stelle in Europa.

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Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN

Neue Forschungsansätze im Kampf gegen Prostatakrebs

18. Oktober 2004

Welche genetischen Voraussetzungen erhöhen das Risiko, an Krebs der Vorsteherdrüse zu erkranken? Welche molekularen Veränderungen begleiten Entstehung und Ausbreitung dieses Tumors? Welche krebsfördernden Gene sind aktiviert, welche tumorhemmenden ausgeschaltet? Diesen und anderen Fragen versuchen die Mitglieder des Deutschen Prostatakarzinom-Konsortiums (DPPK) – ein interdisziplinärer Verbund von Wissenschaftlern aus den Bereichen Urologie, Pathologie, klinischer Chemie, Genetik und Grundlagenforschungseinrichtungen (Deutsches Krebsforschungszentrum, Max-Planck-Institut) sowie Patientenvertretern – gemeinsam auf den Grund zu gehen.

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So wirkt der EGFR-Blocker - Publics Vital PR

Bessere Chancen bei Lungenkrebs und Darmkrebs dank EGFR-Blockade

11. Oktober 2004

Seit im Jahr 2003 die neuartigen Krebsmedikamente der Klasse der EGFR-Blocker in den USA zugelassen wurden (sehr bekannt ist das Gefitinib), haben Ärzte weit über 100 000 Patienten damit behandelt und berichteten auf dem amerikanischen Krebskongress von den Erfahrungen, die sie damit gesammelt haben. Die meisten Studien bleiben vorerst freilich auf den Lungenkrebs, den Darmkrebs und die Kopf-Hals-Tumoren beschränkt.

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Darstellung eines Hirntumors mit Computer- und Positronenemissions- Tomographie. Die farbigen Konturen dienen zur Planung einer Strahlentherapie - Quelle: dkfz

Hirntumoren im Kindesalter:

9. Oktober 2004

Bonn – Die zweite bundesweite Tagung des Behandlungsnetzwerks HIT am 1./2. Oktober 2004 in Düsseldorf – „HIT“ steht für Hirntumoren – stieß auf großes Interesse. Den 280 Teilnehmern, je zur Hälfte aus den Reihen der Ärzte und Wissenschaftler sowie der Eltern und Patienten, bot sich ein breit gefächertes Programm mit wissenschaftlichen und laienverständlichen Vorträgen, Diskussionsforen und Workshops.

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Quelle: Björn Schulz Stiftung

Kinderhospiz SONNENHOF

8. Oktober 2004

Die Mitarbeiter des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes übergaben am Vormittag des 11.Februars 2005 dem Vorstand der Björn Schulz STIFTUNG und Gründer des Kinderhospizes SONNENHOF, Jürgen Schulz, einen Scheck in Höhe von Euro 2.000,00 für Familien mit einem schwerst- oder unheilbar kranken Kind.

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Risiko der Krebserkrankung bei einer Infektion mit HPV - Quelle: Institut für Mikroökologie

Hoffnungen und Hindernisse auf dem Weg zur vorbeugenden Impfung gegen humane Papillomviren (HPV)

7. Oktober 2004

Experten sind optimistisch, dass mit der Verfügbarkeit von HPV-Impfungen die Zahl der Frauen, die sich diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung von Krebsvorstufen im Bereich des Gebärmutterhalses unterziehen müssen, innerhalb einer Dekade deutlich zurückgehen wird. Mehrere Multicenterstudien dazu sind unterwegs, mit Ergebnissen ist in wenigen Jahren zu rechnen, betonte Professor Laura Koutsky, University of Washington, Seattle, bei einer Pressekonferenz am 5. Oktober im Deutschen Krebsforschungszentrum.

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Immun-Fluoreszenzfärbung, um die Differenzierung einer Stammzelle festzustellen. Fett-Tropfen (rot) sind charakteristisch für Fettzellen, die aus den Stammzellen entstanden sind. Die noch undifferenzierten Zellen sind durch grüne Fluoreszenz in den Zellkernen zu erkennen. Foto: O. Karpiuk

Immuntest soll Stammzelltransplantationen sicherer machen

5. Oktober 2004

Die Stammzelltransplantation wird bei verschiedenen Formen von Leukämien eingesetzt. Um den Blutkrebs auszulöschen, wird beispielsweise bei der allogenen Transplantation das komplette blutbildende System des Patienten durch das eines Fremdspenders ersetzt. Diese Therapie ist mit einer starken Schwächung der Immunabwehr verbunden, da sich aus dem neuen Knochenmark erst nach einer Weile wieder intakte Abwehrzellen und Antikörper gegen Krankheitserreger nachbilden. Eine einfache Infektion, die ein Gesunder womöglich ohne weiteres wegsteckt, kann den Genesungsprozess eines transplantierten Patienten sehr gefährden.

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Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN

Gemeinsam im Kampf gegen Prostatakrebs

30. September 2004

Rund 30.000 Männer in Deutschland erkranken jährlich an Prostatakarzinom. Damit ist diese Krebsart mit Abstand die häufigste bei Männern. Die Heilungschancen sind zwar überwiegend gut, aber das variiert je nach der Art des Karzinoms. Wie es zu dazu kommt, dass bei einem Mann das Karzinom sich nur langsam ausbreitet und kaum Beschwerden verursacht, während andere Patienten mit Karzinomen in der Vorsteherdrüse rasch aggressive Metastasen entwickeln, ist noch ungeklärt.

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