Elektronenmikroskopische Aufnahme der Interaktion von Lymphomzellen mit Epithelzellen der Blutgefäße. Foto: Wilting
Krebs bei Kindern

Kinder mit fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom sprechen auf BEACOPP gut an

20. September 2004 Detlef Hoewing 0

Das von der Deutschen Hodgkin-Lymphom Studiengruppe (DHSG) entwickelte Therapieschema BEACOPP ist erstmals in einer Studie in den USA überprüft worden und hat sich als sichere und effektive Behandlungsoption für Kinder und Jugendliche mit Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium erwiesen. Dies berichtete die pädiatrische o­nkologin Dr. Kara Kelly vom Morgan Stanley Childrens Hospital of New York-Presbyterian heute im Rahmen des 6. Internationalen Hodgkin-Symposiums in Köln.

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Verteilung der Kindertumoren - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
Krebs bei Kindern

Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen

20. September 2004 Detlef Hoewing 0

Im Rahmen des 6. Internationalen Hodgkin-Symposiums treffen sich rund 40 Kliniker und Wissenschaftler aus aller Welt, um Daten zur Behandlung von Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom zu analysieren. Jugendliche Hodgkin-Patienten werden bisher entweder in Studien für Kinder oder in Studien für Erwachsene behandelt, so dass Jugendliche gleichen Alters oft sehr unterschiedliche Therapien erhalten und die entsprechenden Daten über verschiedene Altersgruppen und Studien verstreut sind. Mit einigen Tausend Datensätzen liegt den Wissenschaftlern nun der bisher größte Datenpool speziell zu Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom vor. Initiatoren und Leiter dieser internationalen Kooperation sind Richard Fisher, Jonathan Friedberg und Louis (Sandy) Constine von der University of Rochester sowie Cindy Schwartz von der Johns Jopkins University (ehem. Rochester).

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Brustkrebszellen - Quelle: Dr. Lutz Langbein, Deutsches Krebsforschungszentrum
Brustkrebs

Brustkrebs: Mehr Entscheidung, mehr Lebensqualität, mehr Heilung

15. September 2004 Detlef Hoewing 0

14 Fachgesellschaften erarbeiten Leitlinien für Diagnostik, Therapie und Reha. Neue Leitlinien für Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Brustkrebspatientinnen geben eine wissenschaftlich gesicherte Orientierung im Dschungel der Verfahren. Auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg diskutieren die Experten auch, wie die Umsetzung dieser Leitlinien vorangebracht und überprüft werden kann.

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Tiefgefrierung von Eierstockgewebe - Quelle: Prof. Dr. Ralf Dittrich, Frauenklinik Erlangen.
Eierstockkrebs

Studie belegt Behandlungsdefizite bei Patientinnen mit Eierstock-Krebs

15. September 2004 Detlef Hoewing 0

(HAMBURG) Patientinnen mit Eierstock-Krebs haben eine bessere Überlebenschance, wenn sie sich in Kliniken behandeln lassen, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen – unabhängig davon, ob sie selbst im Rahmen einer klinischen Studie behandelt werden oder nicht. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung, die Experten auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg präsentieren. Die Studie belegt darüber hinaus, dass die Therapie-Ergebnisse in Deutschland – trotz Forschritte in den letzten Jahren – das internationale Niveau noch nicht erreicht haben.

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Patientin - pixabay
Brustkrebs

Erste Brustzentren nach europäischen Standards akkreditiert

15. September 2004 Detlef Hoewing 0

Die Behandlungsqualität von Brustkrebspatientinnen nach europäischen Standards anpassen. Darum wurden 12 Brustzentren benannt, welche gemeinsam die Akkreditierung nach den strengen Standards der Europäischen Gesellschaft für Brustkunde (EUSOMA) beantragt haben. Diese Standards sind auch vom EU-Parlament bestätigt. Nun wurden die ersten beiden Kliniken – die Universitätsfrauenkliniken von Lübeck und Kiel – akkreditiert. Experten bezeichneten dies auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg“als Meilenstein auf dem Weg zu einer Versorgung von Brustkrebspatientinnen auf höchstem Niveau“.

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Zystektomie-Frau - Bild: Detlef Höwing
Harnblasenkrebs

Blasenkrebs-Mortalität bei Frauen besonders hoch

8. September 2004 Detlef Hoewing 0

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 7.000 Frauen an einem Karzinom der Harnblase. Die Inzidenz ist vergleichbar mit der des Zervixkarzioms. Die wichtigsten Risikofaktoren für Blasenkrebs bei Frauen sind Rauchen, häufiges Haarefärben und nitratbelastetes Trinkwasser. Frauen werden jedoch nicht als Risikogruppe für das Blasenkarzinom wahrgenommen, weil Männer etwa dreimal so häufig von diesem bösartigen Tumor betroffen sind. Dabei ist die Mortalität bei Frauen fast doppelt so hoch wie bei Männern. Die Ursache: Bei ihnen wird die Diagnose im Schnitt viel später gestellt. Ergebnisse einer bereits in den 90er Jahren veröffentlichten Studie zeigen, dass zum Zeitpunkt der Diagnose bei 85,2 Prozent der Frauen bereits ein invasiver Tumor vorlag. Bei Männern betrug dieser Anteil 50,7 Prozent. An diesem Zustand hat sich bis heute nichts geändert.

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Der neue hochempfindliche Bluttest unterscheidet genau zwischen gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und erkennt gefährliche Veränderungen in frühesten Stadien. Uniklinikum Dresden
Krebs bei Kindern

Innovative Laboranalyse

4. September 2004 Detlef Hoewing 0

Die angstvollen Blicke auf die Blutentnahme-Nadel gehören in der Klinik für Kinder- und Jugendliche am Universitätsklinikum Erlangen (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Rascher) in vielen Fällen der Vergangenheit an. Das Labor-Team hat in jahrelanger Forschungsarbeit eine sichere Alternative zur Blutanalyse entwickelt. Die Eltern entnehmen ihrem Kind Speichel, der im Kliniklabor untersucht wird. Dieses Verfahren bietet sich vor allem bei der Bestimmung von Hormonen (z.B. Steroide, Peptide) oder auch Medikamenten an.

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Prof. Andreas Dietz (re.) erwartet 90 HNO-Experten aus ganz Europa zum 7. Leipziger OP-Kurs am Uniklinikum Leipzig. Foto: UKL
Kehlkopfkrebs

Kehlkopferhalt auch bei fortgeschrittenen Kehlkopf-Karzinomen möglich

3. September 2004 Detlef Hoewing 0

Innerhalb der Krebserkrankungen des Hals-, Nasen- und Ohren-Bereiches ist der Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) einer der häufigsten Tumore. Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 3.000 Menschen an dieser Krebsart. Frauen sind erheblich seltener, in den letzen Jahren allerdings immer häufiger davon betroffen. Ein hohes Erkrankungsrisiko haben vor allem Menschen, die viel Rauchen und übermäßig viel Alkohol trinken oder beruflich Krebs erregenden Stoffen ausgesetzt sind. Trat die Krankheit bis vor zehn Jahren noch überwiegend zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, erkranken heute auch zunehmend jüngere Menschen daran.

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Urothelkarzinom der Blase, Bild: KGH, Wikimedia Commons
Harnblasenkrebs

Risikogestützte Früherkennung auf Blasenkrebs

28. August 2004 Detlef Hoewing 0

Das Harnblasenkarzinom ist nach dem Prostatakarzinom der zweithäufigste urologische Tumor. Entscheidende Risikofaktoren sind das Rauchen und die berufliche Exposition mit aromatischen Aminen. Gefährdete Berufsgruppen sind beispielsweise Farbarbeiter, Metallarbeiter, Maschinisten, Friseure und Reinigungspersonal. Jährlich treten in Deutschland über 16.000 Neuerkrankungen auf. Ein Drittel der Betroffenen leidet bereits an einem invasiven Tumor, wenn die Diagnose gestellt wird. Das beeinträchtigt die Heilungschancen erheblich. Professor Jens Erik Altwein, Chefarzt der urologischen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in München, plädiert bei Risikopatienten für eine risikogestützte Früherkennung mit dem UBC Rapid Test.

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Leberzellkrebs-Frueherkennungspass
Leberkrebs

Ratgeber über Krebs der Leber und Galle

16. August 2004 Detlef Hoewing 0

Jährlich erkranken in Deutschland fast 5.300 Menschen neu an Leberkrebs, 4.500 an einem Tumor der Gallenblase oder der Gallengänge. Beide Erkrankungen sind heilbar, wenn sie früh erkannt und behandelt werden. Die Deutsche Krebshilfe hat jetzt in ihrer Reihe „Die blauen Ratgeber“ die Broschüre „Krebs der Leber und Gallenwege“ neu herausgegeben. Sie beschreibt Warnzeichen und Risikofaktoren dieser Erkrankungen, erläutert Diagnostik, Therapie und Nachsorge und informiert über Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige. Der Ratgeber ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenfrei erhältlich. Er kann auch im Internet abgerufen und bestellt werden.

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