Radiologie

Erste ultrakurz gepulste Röntgenstrahlen

Das erste kompakte Gerät, das einen laserartigen Röntgenstrahl für eine Wellenlänge von einem Nanometer erzeugt, haben Physiker vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching unter der Leitung von Prof. Ferenc Krausz in Zusammenarbeit mit Kollegen der Technischen Universität Wien und der Universitäten Würzburg und München entwickelt.

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Nicht nur in Amerika: Auch in Freiburg wird Frauen minimal invasiv geholfen

Patientinnen, die an einer gutartigen Wucherung der Gebärmutter (Gebärmuttermyom) erkrankt sind, kann in der Abteilung Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums mit viel Erfahrung genauso schonend geholfen werden, wie dies in den USA bei der designierten Außenministerin Condoleezza Rice erfolgreich durchgeführt wurde. Der stellvertretende Sicherheitsberater Jim Wilkinson hatte dies gegenüber der Presse berichtet.


Schnellere Bilder, geräuschärmere Messung

Schematische Darstellung des Oktaeders in zwei verschiedenen Ansichten mit Indizierung der zwölf OktaederkantenMit Hilfe einer neuartigen Spule sollen in Zukunft Messungen des Kopfes im Magnetresonanz-Tomografen schneller oder geräuschärmer werden. Auch die Bildqualität wird profitieren. Ein Team um das „Interdisziplinäre Zentrum für klinische Forschung“ in Leipzig unter der Leitung von Dr. Thomas Riemer, dem „MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften“ ebenfalls Leipzig und der „Physikalisch Technischen Bundesanstalt“ in Berlin erhält für die Projektidee den Innovationspreis zur Förderung der Medizintechnik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Arbeiten werden in den kommenden zwei Jahren mit rund 200.000 Euro gefördert.


Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Therapie unheilbarer Tumoren

Für die Errichtung des Heidelberg Ionenstrahl-Therapie Centrums (HIT) ist am Montag, dem 22. November 2004, ein weiterer Meilenstein gelegt worden: Das Universitätsklinikum Heidelberg hat die Firma Siemens Medical Solutions mit der Installation wesentlicher Komponenten für die erste kombinierte Ionenstrahltherapieanlage zur Tumorbehandlung mit Kohlenstoffionen und Protonen in Europa beauftragt.


PET/CT: Neue DGN-Patientenbroschüre

Die neue Patientenbroschüre zur PET/CT der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) e.V. ist ab sofort erhältlich. Das achte PET/CT-Gerät in Deutschland wird am 29. Oktober 2004 an der Medizinischen Hochschule Hannover eingeweiht. Eine sichere Diagnostik ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Ein klarer Befund gibt sowohl Ärzten als auch Patienten Sicherheit bei der Planung der weiteren Behandlungsschritte. Die PET/CT, eine Kombination der Positronen Emissions Tomographie (PET) mit der Computertomographie (CT), bietet neue Möglichkeiten für die bildgebende Diagnostik, beispielsweise bei Krebserkrankungen.


Neue True Point SPECT/CT-Technik verbessert Diagnostik

True Point SPECT*CT der Fa. SiemensIm Januar 2005 ist es so weit. Die europaweit erste Installation der neuen True Point Spect*CT- Anlage der Fa. Siemens wird in der Nuklearmedizinischen Klinik der Universität Erlangen erfolgen. Schon jetzt liegen vielversprechende Ergebnisse aus den USA vor, wo das Verfahren und die Technik entwickelt wurden. Um Krankheiten noch früher und sicherer erkennen zu können, hat Siemens zwei bildgebende Verfahren in einem Gerät miteinander verbunden. Die True Point SPECT*CT-Technik vereint die nuklearmedizinische SPECT-Diagnostik (Single Photon Emissions Tomographie) mit der Computertomographie. Die Kombination beider Methoden hat das Potential, die Diagnostik von Krebs, Herzerkrankungen und Nervenleiden erheblich zu verbessern.


BNCT – eine neue Form der Krebstherapie

Die Bor-Neutronen-Einfangtherapie bildet seit Jahren einen Forschungsschwerpunkt am Uni-Klinikum in Essen. Ein großer Erfolg liegt erst kurze Zeit zurück: Im Juli diesen Jahres gelang es dem europäischen Ärzteteam unter Essener Leitung am Forschungsreaktor der GFS in Petten (Niederlande) erstmals in Europa, bei einem Patienten mit Hirnmetastasen eines malignen Melanoms („schwarzer Hautkrebs“) erfolgreich die neue Therapiemethode einzusetzen.


Neuer Kandidat für hochspezifische Krebs-Radioimmuntherapie

„Finde ein tumorspezifisches Antigen, stelle einen Antikörper her, lade ihn mit Gift und schieß.“ Ein wichtiges Ziel dieses „Magic Bullet“-Prinzips der Immuntherapie gegen Krebserkrankungen ist seit langem bekannt: das Thomsen-Friedenreich-Antigen (TF-Antigen). Es sitzt fast ausschließlich auf der Oberfläche von Tumorzellen, zum Beispiel bei Lungen-, Brust-, Pankreas-, Magen-, Darm- und Eierstockkrebs, und ist darüber hinaus ein Risikofaktor für Lebermetastasen. Passend zu diesem Antigen, das die Tumorzellen markiert, wurden bereits verschiedene Antikörper entwickelt. Bislang eigneten sich die „magischen Kugeln“ allerdings nicht für Primärkarzinome, Metastasen oder kleinste Resttumoren – eine Bindung an das TF-Antigen war hier nicht möglich. Peter H. Ravn ist es im Rahmen seiner Doktorarbeit am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin zum ersten Mal gelungen, ein Antikörperfragment herzustellen, das äußerst spezifisch und intensiv an das TF-Antigen bindet. Dieses erste stabile, multivalente TF-spezifische Antikörperfragment ermöglicht die Entwicklung neuer, gezielter, Antikörper vermittelter Strahlentherapien.