Chemotherapie

Hirntumor Glioblastom

Radiochemotherapie auch bei älteren Patienten sicher und effektiv Das Glioblastom, ein seltener, aber äußerst bösartiger Hirntumor, kann nach der Operation durch eine Radiochemotherapie zurückgedrängt werden. Auch hochbetagte Patienten profitieren davon. Bislang erhielten sie – gestützt auf einen Gentest – entweder eine Chemo- oder eine Strahlentherapie. Eine gleichzeitige Radiotherapie kombiniert mit…

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Radiochemotherapie bei Speiseröhrenkrebs

Bestrahlung und Medikamente vor der Operation können Überlebenszeit verdoppeln Berlin – Eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie verbessert die Erfolgsaussichten einer Operation bei Speiseröhrenkrebs. Selbst lokal fortgeschrittene Tumore in der Speiseröhre können nach Vorbehandlung mit der sogenannten neoadjuvanten Radiochemotherapie häufig komplett entfernt werden. Zudem verbessert sie die langfristigen Überlebenschancen der…


Brustkrebs: Über- und Untertherapie vermeiden durch gezielten Einsatz der Chemotherapie

Kronberg – Die Chemotherapie zählt seit Jahrzehnten zu einer der wichtigsten Therapiesäulen in der Krebsbehandlung. Auch wenn der Eindruck entsteht, dass sich diese Therapieform seither nicht wesentlich verändert hat, gibt es doch immer wieder neue Erkenntnisse und Empfehlungen, insbesondere um Über- und Untertherapien zu vermeiden. Ein Fokus der Wissenschaft lag…


Individuelle Wirksamkeit von Chemotherapien

Neuherberg, 10.05.2013. Die Funktion der Mitochondrien – auch als Kraftwerke der Zellen bezeichnet – ist entscheidend dafür, ob und wie einige Chemotherapeutika im Gewebe wirken. Damit haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München ein entscheidendes Zellmerkmal entdeckt, das den Therapieerfolg vorhersagen könnte. Ihre Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift ‚The Journal of Pathology‘ veröffentlicht.

Das Ansprechen auf eine Chemotherapie bei Krebspatienten kann individuell sehr unterschiedlich sein. Die Gründe hierfür sind vielfältig und weitgehend unbekannt. Wissenschaftlern der Abteilung Analytische Pathologie (AAP) am Helmholtz Zentrum München ist es nun gelungen, einen beteiligten Mechanismus aufzudecken. Dr. Michaela Aichler und ihre Kollegen fanden heraus, dass die Funktion von Enzymen in der Atmungskette, die in den Mitochondrien der Zellen stattfindet, die Empfindlichkeit der Zellen für Cisplatin-basierte Chemotherapeutika steuert.

Dazu untersuchten die Wissenschaftler das Gewebe von Tumoren der Speiseröhre, des Magens und der Brust von insgesamt 428 Patienten. Mittels bildgebender Verfahren (sogenanntes MALDI-Imaging und LC-MS/MS) konnten Proteinmuster der Zellen erstellt und die dargestellten Enzyme identifiziert werden. Diese Muster von vorhandenen bzw. fehlenden Enzymfunktionen verglichen die Wissenschaftler mit dem klinischen Ansprechen der Patienten auf eine Cisplatin-enthaltende Chemotherapie.


Permanent Make-up stärkt das Selbstvertrauen von Krebspatienten

„Ich sehe mir endlich wieder ähnlich“

Etwa 223.100 Frauen erkranken jährlich an Krebs, die Zahl der Neuerkrankungen ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. An erster Stelle steht bei den betroffenen Frauen natürlich der Wunsch nach Genesung. In der schweren Zeit, gekennzeichnet oft durch den Verlust der Haare, können kosmetische Angebote das Selbstvertrauen der Krebspatientinnen stärken. Neben Perücken, Tüchern und Schminkkursen gibt es jetzt auch Permanent Make-up für Krebspatienten.


Chemotherapie nach Operation verbessert die Prognose

Chemotherapie nach Operation verbessert die Prognose - Quelle: Universitätsklinikum HeidelbergPatienten mit „peri-ampullärem“ Krebs nahe der Bauchspeicheldrüse profitieren von zusätzlicher Behandlung / Studie unter Federführung von Heidelberg/Liverpool in „JAMA“ veröffentlicht

Chemotherapie kann die Lebenserwartung von Patienten verbessern, die an einem bösartigen Tumor nahe der Bauchspeicheldrüse, dem sogenannten peri- ampullären Karzinom, leiden. Sie profitieren ebenso wie die Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs von einer zusätzlichen Behandlung mit Krebsmedikamenten nach der Operation, wenn auch in geringerem Umfang. Dies hat eine Studie der „European Study Group for Pancreatic Cancer“ gezeigt, die von den Zentren in Heidelberg und Liverpool geleitet wird und in der aktuellen Ausgabe des „Journal of the American Medical Association“ JAMA erschienen ist.

Das peri-ampulläre Karzinom geht vom Endabschnitt des Gallengangs aus, der sich kurz vor seiner Einmündung in den Zwölffingerdarm (Duodenum) mit dem Pankreasgang vereinigt, bevor er im Duodenum in der sogenannten Ampulle endet (s. Grafik). „Mit der Studie ist erstmals wissenschaftlich belegt worden, dass auch bei dieser Tumorerkrankung die Chemotherapie dem Patienten zusätzliche Lebenszeit bringen kann“, erklärt Professor Dr. Markus W. Büchler, Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg und Senior-Autor des Artikels in „JAMA“.

Das peri-ampulläre Karzinom hat eine bessere Prognose als die bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse, da es bei 80 Prozent der Patienten entfernt werden kann; bei etwa 30 Prozent finden sich Absiedlungen in Lymphknoten oder anderen Organen. Nach fünf Jahren leben im Durchschnitt noch ca. 40 Prozent der Patienten, während es beim Pankreaskarzinom nur etwa 20 Prozent sind.


Tivozanib erzielt das längste bisher berichtete progressionsfreie Überleben in der First-Line-Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (RCC)

(München, 5. Juni 2012) Im Rahmen der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), in Chicago, USA, gaben Astellas Pharma und AVEO Oncology bekannt, dass Tivozanib, ein neuer einmal täglich oral einzunehmender Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI), den primären Studienendpunkt erreicht hat: Mit 11,9 Monaten im Vergleich zu Sorafenib mit 9,1 Monaten zeigte Tivozanib eine statistisch signifikante Verbesserung des medianen progressionsfreien Überlebens (PFS) in der Gesamtpopulation (Intention to treat, HR = 0,797; 95% CI 0,639-0,993; p=0,042).1 Besonders hervorzuheben ist, dass Tivozanib dabei ein günstiges Sicherheitsprofil aufwies, das mit vorangegangenen Analysen übereinstimmt.1


Chemo-Staubsauger bekämpft Leberkrebs

Erstmalig in Deutschland wurde am Frankfurter Uniklinikum ein Verfahren eingesetzt, dass dank lokaler Chemotherapie die Nebenwirkungsbelastung weitgehend reduziert.
Chemosaturation-Kreislauf -Quelle: Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.Am Klinikum der J.W. Goethe-Universität sind Ende Februar zwei Patientinnen mit der Chemosaturation-Therapie behandelt worden. Die in den USA gemeinsam mit der Firma Delcath entwickelte Anwendung wurde zum ersten Mal in Deutschland und erst am zweiten Standort in Europa durchgeführt. Es handelt sich bei dem Verfahren um eine lokal begrenzte Chemotherapie. Das chemisch behandelte Blut der Leber wird über ein Kathetersystem abgesaugt, in einem Filter außerhalb des Körpers gereinigt und dann der Leber wieder zugeführt. Durch diese Vorgehensweise kann die Chemotherapie sehr hoch dosiert eingesetzt werden. Weil die Chemikalien jedoch nicht in andere Organe gelangen, treten maximal minimierte Nebenwirkungen auf. Die medizinische Betreuung der beiden Patientinnen mit Krebs in fortgeschrittenem Stadium ist erfolgreich verlaufen. Sie konnten nach kurzer Zeit das Krankenhaus verlassen und stehen unter engmaschiger Beobachtung.


Chemoprävention senkt Prostatakrebs-Risiko um 25 Prozent

Professor Dr. med. Dr. h. c. Manfred WirthProstatakrebs geht alle Männer an. Information und Aufklärung über die bösartige Erkrankung der Vorsteherdrüse sowie über die Möglichkeiten der Früherkennung und der Prävention stehen deshalb immer wieder im Focus Deutscher Urologen. Nun will die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) Männer mit erhöhtem Prostatakrebs-Risiko über die Option der Chemoprävention aufklären, denn einer aktuellen US-Studie zufolge, kann für Risikopatienten eine Prostatakrebsreduktion von circa 25 Prozent erreicht werden.


Resistenzen bei der Chemotherapie von Krebs

Tumorzellen ohne Multidrug-Resistenz - Quelle: AG PD Dr. Johanna WeißViele Krebsarten können nur schlecht mit Medikamenten (Chemotherapeutika) bekämpft werden, da sie gegenüber diesen Wirkstoffen entweder resistent sind oder im Laufe der Therapie resistent werden. Dabei besteht die Resistenz meist gegenüber einer großen Vielzahl von Chemotherapeutika (sogenannte Multidrug- Resistenz). Die Arbeitsgruppe um Johanna Weiß am Universitätsklinikum Heidelberg untersucht molekulare Grundlagen dieser Multidrug-Resistenz mit dem Ziel, die Chemotherapie von Krebspatienten zu optimieren bzw. zu individualisieren.