Charité nutzt neues Bildgebungsverfahren in der Schlüssellochchirurgie

Pinpoint Technologie in Anwendung

Pinpoint Technologie in AnwendungDie Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Charité Campus Benjamin Franklin wendet in der Kolorektalchirurgie als eine der ersten Kliniken in Deutschland und Europa ein Laser gestütztes Bildgebungsverfahren zur Darstellung der Gewebedurchblutung bei der Schlüssellochchirurgie an. Die in den USA entwickelte Technologie stellt die Blutzirkulation in Echtzeit während eines chirurgischen Eingriffs über einen fluoreszierenden Farbstoff optisch dar. Auf diese Weise können Durchblutungsstörungen schneller identifiziert werden.

Die Chirurgen versprechen sich von der neuen Technologie, dass Komplikationen, wie die Nahtheilungsstörung, durch den Einsatz der Methode seltener werden. Ein fluoreszierender Farbstoff, der dem Patienten intravenös während der Operation verabreicht wird, verbindet sich mit den Blutkörperchen. Überall wo Blut im Körper zirkuliert, ist diese Anfärbung mit Hilfe des Infrarotlasers nun sichtbar. Die Bilder werden aus dem Inneren des Körpers auf einen Bildschirm übertragen, so dass Chirurgen während der Operation aktuelle Informationen zur Durchblutung des Gewebes erhalten.

Die Minimal-invasive Chirurgie – die so genannte Schlüssellochchirurgie – ist sehr gefragt. Patienten profitieren von den Vorteilen, den verminderten Wundschmerzen, kleineren Narben und einem kürzeren Krankenhausaufenthalt. Im Vergleich zum klassischen Schnitt wird bei einem Minimal-invasiven Eingriff ein Zugang zu den erkrankten Organen über mehrere kurze Schnitte geschaffen.

Über diese werden eine Kamera und die Instrumente – so auch das laparoskopische System – eingeführt, mit denen die Operation durchgeführt werden kann. „Diese Eingriffe sind sehr komplex und erfordern äußerte Präzision seitens der Chirurgen“, so Professor Martin Kreis, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Charité Campus Benjamin Franklin. „Mit dem neuen fluoreszierenden Bildgebungsverfahren ermöglichen wir Patienten eine bessere Versorgung in der Schlüssellochchirurgie.“

Erste Studien konnten zeigen, dass mithilfe des fluoreszierenden Bildgebungsverfahrens die Komplikationsrate bei Minimal-invasiven Eingriffen reduziert werden kann. Dies führt zu einer kürzeren Krankenhausverweildauer der Patienten und wirkt sich positiv auf die Kosten des Gesundheitssystems aus.

Kontakt:
Prof. Dr. Martin E. Kreis, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Charité Campus Benjamin Franklin
Telefon: 030 450 522-702,
E-Mail: martin.kreis@charite.de,
Website: http://chi.charite.de/

Pressemitteilung von Marja Leonhardt, MPH  Research Associate & Clinical Project Manager  Charité – Universitätsmedizin Berlin

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    Gallensäuren besitzen verschiedenste Funktionen im menschlichen Körper. Hauptsächlich verbessern sie die Verdauung von Nahrungsfetten, indem sie deren Aufnahme erleichtern. Primäre Gallensäuren werden vom Körper selbst erzeugt, wohingegen sekundäre Gallensäuren, wie die Lithocholsäure (LCA), von Bakterien im Verdauungstrakt aus entsprechenden Vorstufen gebildet werden.

    Wissenschaftler am Pharmazeutischen Institut der Universität Tübingen haben nun in enger Zusammenarbeit mit dem MRC Laboratory of Molecular Biology in Cambridge gezeigt, dass Lithocholsäure Apoptose, eine Form des programmierten Zelltods, auslösen kann. Dies geschieht durch Bindung und Blockierung von MDM4 und MDM2. Diese beiden Proteine sind Schlüsselfaktoren für die negative Regulation des Transkriptionsfaktors p53 und begrenzen dessen Wirkung. In seiner Funktion als Tumorsuppressor bestimmt p53 entscheidend die zelluläre Antwort auf DNA-Schäden und Zellstress und wirkt damit der Krebsentstehung entgegen. Dr. Simon Vogel, Matthias Bauer und Prof. Frank Böckler von der Universität Tübingen haben in Zusammenarbeit mit Dr. Rainer Wilcken, Dr. Andreas Jörger und Prof. Sir Alan Fersht aus Cambridge einen neuen molekularen Zusammenhang zwischen LCA und einer möglichen Krebspräventation identifiziert.

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