Darmkrebs-Vorsorge läuft erfolgreich

Postkarte für die Darmkrebs-Vorsorge - Quelle: Dr. Thomas Block

Deutsche Krebshilfe und Kassenärztliche Bundesvereinigung aktiv. Zum Abschluss des Darmkrebs-Monats März 2004 ziehen Deutsche Krebshilfe und Kassenärztliche Bundesvereinigung gemeinsam Bilanz: Viele Menschen nutzen bereits die Möglichkeiten der Darmkrebs-Vorsorge, doch es sollten noch viel mehr sein. Durch eine flächendeckende Früherkennung könnten jedes Jahr 15.000 Menschenleben gerettet werden. Immer mehr Versicherte nutzen die Möglichkeit der Darmspiegelung zur Krebsvorsorge: Rund 350.000 Patienten haben sich im vergangenen Jahr einer präventiven Darmspiegelung unterzogen. „Das ist ein Erfolg, auf dem wir aufbauen können“, erklärte Dr. Manfred Richter-Reichhelm, der Erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), heute, am 30. März 2004, in Berlin. Die Teilnahmeraten an der Vorsorge-Koloskopie sind in manchen Bundesländern um 400 Prozent angestiegen.

Alle gesetzlich Krankenversicherten können seit Oktober 2002 zwischen dem 50. und dem 55. Lebensjahr einmal jährlich einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl machen lassen. Eine Darmspiegelung wird ab dem 56. Lebensjahr bezahlt und kann nach zehn Jahren wiederholt werden. Wer die Darmspiegelung nicht in Anspruch nehmen möchte, kann ebenfalls ab dem 56. Lebensjahr seinen Stuhl alle zwei Jahre auf Blut untersuchen lassen. Dieses Programm ist weltweit einmalig. „Wir wollen die Bürger umfassend aufklären. Früh erkannt, ist Darmkrebs heilbar!“, so die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski. „Der Darmkrebs-Monat hat erneut viel dazu beigetragen, dieser Botschaft Gehör zu verschaffen. Wir machen weiter!“

Info-Kasten: Darmkrebs
Jedes Jahr werden in der Bundesrepublik 57.000 Menschen mit der Diagnose Dickdarmkrebs konfrontiert, und etwa 29.000 Menschen sterben an dieser Krankheit. Damit gehört der Darmkrebs zu den drei häufigsten bösartigen Erkrankungen. Informationsmaterial zum Thema Darmkrebs wie Broschüren, Plakate, Postkarten können kostenfrei, ein Video-Ratgeber gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro angefordert werden bei: Deutsche Krebshilfe, Thomas-Mann-Straße 40, 53111 Bonn. www.krebshilfe.de


Krebszeitung

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  • Sonnenschutz
    Deutsche Krebshilfe

    Bonn (sts) – Endlich Frühling, endlich Osterferien! Nach dem Winter ist die Sehnsucht nach wärmenden Sonnenstrahlen besonders groß. Doch zu viel UV-Strahlung ist krebserregend und erhöht das Hautkrebsrisiko. „Wer sich in der Sonne richtig verhält, kann sie genießen und gleichzeitig Sonnenbrände und Hautkrebs vermeiden“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. “Es gilt, sich in der Sonne nicht aus-, sondern anzuziehen und die pralle Mittagssonne zu meiden.“

    Tipps für gesundes Sonnenbaden

    Derzeit erkranken jährlich etwa 224.000 Menschen bundesweit an einem Tumor der Haut. Der größte Risikofaktor für dieses Tumorleiden sind die UV-Strahlen. „Auch wenn es Anzeichen dafür gibt, dass sich die Ozonschicht insgesamt wieder erholt, kann es im Frühjahr zu lokalen, zeitlich begrenzten Einbrüchen der Ozonschicht kommen, die dazu führen, dass es in einzelnen Regionen Europas schon im April zu UV-Belastungen kommt, die denen im Sommer entsprechen“, erläutert Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). „Daher ist ein umfassender Sonnenschutz auch im Frühling wichtig.“

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  • C. elegans-Embryo. Der Pfeil zeigt auf einen Zelltod. TU Braunschweig - R. Schnabel
    Forschung

    C. elegans-Embryo. Der Pfeil zeigt auf einen Zelltod. TU Braunschweig - R. SchnabelDass kranke oder überflüssige Zellen vom eigenen Körper gezielt getötet und entfernt werden können, ist für Tier und Mensch lebenswichtig. Zelltod oder Apoptose heißt der Vorgang, der bereits in der Embryonalentwicklung und im erwachsenen Organismus eine wichtige Rolle spielt. Auch für die Medizin ist er von großer Bedeutung. Der Wurm „C. elegans“ dient als Modellorganismus, um die hierfür wichtigen Prozesse zu erforschen. In seinem Erbgut wurden bisher zwölf Gene identifiziert, die für diesen Prozess verantwortlich sind.

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