Darmkrebsvorsorge ein vordringliches Ziel

Dickdarm Aquarell Quelle: dkfz

29.06.09) Der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen (bng) sieht sich durch das klare Bekenntnis von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zum weiteren Ausbau der Programme zur Früherkennung von Darmkrebs in seinen Bemühungen um eine verbesserte Akzeptanz von Vorsorge-Koloskopien bestärkt.

Die Bundesgesundheitsministerin hat im Rahmen der Nationalen Krebskonferenz in Berlin erklärt, die bestehenden Früherkennungsprogramme für Gebärmutterhalskrebs und Darmkrebs organisatorisch nach dem Vorbild der Brustkrebsfrüherkennungsprogramme weiterentwickeln zu wollen. Prof. Dr. Jürgen F. Riemann hat in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Einführung eines organisierten Einladungsverfahrens herausgestellt.

„Erhebungen in den gastroenterologischen Praxen unserer Verbandmitglieder belegen den Nutzen der Koloskopie als Vorsorgemaßnahme, der auch durch Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung bestätigt wird“, betont der bng-Vorsitzende Dr. Dietrich Hüppe, der an der Konferenz in Berlin teilgenommen hat. „Für eine effektive Senkung der Sterblichkeit bei Darmkrebs sind allerdings die Teilnehmerzahlen immer noch nicht hoch genug. Es gilt deshalb, durch gezielte Einladungen zur Vorsorge die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Dass eine solches Vorgehen erfolgversprechend ist, hat das Projekt gezeigt, mit dem Gastroenterologen und AOK im Rheinland im Jahr 2008 die Zahl der Vorsorge-Koloskopien gegenüber dem Vorjahr um 77 Prozent steigern konnten.“

Der Nationale Krebsplan enthält neben der Empfehlung zur Einführung eines organisierten bevölkerungsbezogenen Einladungsverfahrens auch die Empfehlung zur verbindlichen Erfolgskontrolle der Früherkennungsmaßnahmen. „Die im bng organisierten niedergelassenen Gastroenterologen haben in dieser Hinsicht bereits erhebliche Vorleistungen erbracht“, betont Dr. Hüppe unter Verweis auf die umfangreichen, publizierten Daten aus den Praxen. „Wir unterstützen Evaluationen“, erklärt der Verbandsvorsitzende, „denn nur mit Fakten kann der unbegründeten Skepsis von Kritikern der Screening-Koloskopie entgegengetreten werden.“

Die Fakten, die eine Notwendigkeit der Vorsorge-Koloskopie belegen, sind auf der Kampagnen-Seite des bng im Internet zusammengestellt: www.ich-geh-da-hin.de.

Pressemitteilung des Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V


Krebszeitung

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  • Postkarte für die Darmkrebs-Vorsorge - Quelle: Dr. Thomas Block
    Darmkrebs

    (11.03.2013) Das Motto des diesjährigen Darmkrebsmonats ist zweideutig, um Aufmerksamkeit zu wecken. „Es soll die Menschen motivieren, ihren Angehörigen oder Freunden den Anstoß zu geben, die Möglichkeit der vorsorglichen Darmspiegelung tatsächlich zu nutzen“, sagt der Darmkrebsexperte Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

    Das Ziel der Initiative ist es, Menschen zu erreichen, die noch niemals eine Darmspiegelung hatten. „Im Unterschied zum Brustkrebs, bei dem die Frauen von Gesetz wegen angeschrieben werden, gab es beim Darmkrebs bisher kein Einladungsverfahren“, erklärt der bng-Vorsitzende Dr. Dietrich Hüppe. Die Versicherten kennen zwar das Angebot der Vorsorge-Koloskopie. Sie müssen diesen Schritt aber auf eigene Initiative hin tun. „Dies wird sich in absehbarer Zeit verbessern, wenn die politisch inzwischen beschlossenen Einladungsverfahren für Gebärmutterhalskrebs und für Darmkrebs eingeführt werden“, erwartet Dr. Hüppe.

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  • Verteilung der Kindertumoren - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
    Deutsche Krebshilfe

    Mainz (nh) – Das Deutsche Kinderkrebsregister in Mainz erfasst seit 25 Jahren fast vollzählig die Informationen krebskranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland. Jetzt will das Kinderkrebsregister seine Daten mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Krebshilfe umfassend analysieren und die Entwicklungen von Tumorerkrankungen bei Kindern in den letzten 25 Jahren aufzeigen.

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