Das Plus der Rentenkasse für nachhaltige Alterssicherung investieren

Krankenkassen - pixabay
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Sozialverband VdK sieht in Aussicht gestellte Rentenerhöhung von 2,5 Prozent skeptisch

„Die Botschaft hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube“, so  kommentierte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die im Rahmen einer Veranstaltung der Deutschen Rentenversicherung heute genannte mögliche Rentenerhöhung zwischen 2 und 2,5 Prozent für das Jahr 2014. „Damit würden die Renten erstmals seit vielen, vielen Jahren wieder gleichauf mit den Löhnen steigen. Aus den bitteren Erfahrungen der vergangenen Jahre wissen wir aber, dass zwischen den alljährlichen Herbstprognosen und den tatsächlichen Rentenerhöhungen im darauf folgenden Sommer oft Welten liegen“, erläuterte sie ihre Skepsis. Man müsse abwarten, was aus diesen Versprechungen wird. „Und selbst wenn es zu dieser Erhöhung kommen sollte, so gleicht sie längst nicht die fast zehnprozentigen Wertverluste der Renten seit 2004 aus“, ergänzte sie.

Es sei zudem ein falsches Signal, bei ständig sinkenden Renten und drohender Altersarmut durch eine Absenkung des Beitragssatzes die bestehenden Rücklagen bis auf die Mindestrücklage aufzulösen. So kommentiert Mascher die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung  Bund, wonach von einer Renten-Beitragssenkung von 18,9 auf 18,3 Prozent ausgegangen wird. Eine Senkung um 0,6 Prozentpunkte wirkt sich in den Geldbörsen der Beitragszahler nur minimal aus, rund 7,50 Euro bei einem Brutto-Monatseinkommen von 2500 Euro. „Es geht jedoch um eine langfristige Sicherung der Rentenkassen. Bei hohen Rücklagen Beiträge zu senken, ist zwar populär, aber keine nachhaltige Politik. Statt einer kurzsichtigen Beitragssenkung sollten die Mehreinnahmen weitsichtig zur Stabilisierung der Renten genutzt werden, zum Beispiel bei der Erwerbsminderungsrente und im Bereich der Rehabilitation“, so Mascher. Sie stimmt in ihrer Kritik mit der Deutschen Rentenversicherung überein, die an einem stabilen Beitrag festhalten möchte: „Die globale Wirtschaftskrise ist noch nicht gebannt. Daher ist ein sorgloser Umgang mit den Rücklagen der Rentenversicherung bedenklich. Die Reserven sind schnell aufgebraucht. Deshalb ist eine Beitragssenkung ein Irrweg“, so die VdK-Präsidentin.

Den aktuellen Plänen, die Verbesserungen bei der Mütterrente aus der Rentenreserve zu bezahlen, erteilt der Sozialverband VdK eine klare Absage. Die so genannte Nachhaltigkeitsrücklage wäre nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund in rund 2,5 Jahren aufgezehrt. „Die Kosten für die Besserstellung von Müttern, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben, müssen wie die bisherigen Leistungen für Kindererziehungszeiten aus Steuermitteln und nicht aus Mitteln der Beitragszahler finanziert werden. Eine Finanzierung, die die Rücklagen der Rentenversicherung antastet und dort zu Beitragserhöhungen führt, lehnen wir ab. Die anfallenden Mehrkosten müssen realistisch berechnet und durch langfristige Finanzierungslösungen gesichert werden“, betont Mascher.

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Pressemitteilung des Sozialverband VdK Deutschland e. V., Cornelia Jurrmann

Krebs: Fachgesellschaft verweist auf Bedarf in der Versorgungsforschung


Krebszeitung

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  • Eine B-Zelle wird nach Antigenkontakt zur Plasmazelle, die spezifische Antikörper produziert (Quelle: Dr. med. Mario Schubert, Heidelberg)
    Forschung

    Möglichst viele intakte Immunzellen und eine Vielfalt von Antikörper ist für eine gute Immunantwort auf schädliches Zellmaterial, wie Bakterien, Viren oder entartete Zellen (Tumorzellen) in unserem Körper von essentieller Bedeutung. Ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems sind so genannte B-Zellen (B-Lymphozyten). Sie produzieren bei einer Infektion Antikörper, die gezielt Bakterien, Viren und andere Erreger bekämpfen. Die Schlagkraft dieser Immunzellen hängt entscheidend von der Vielfalt ihrer Antikörper ab.

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  • Mikroskopische Aufnahme eines Gewebsschnitts durch einen Dickdarmtumor mit Spezialfärbung: Die blau angefärbten Zellen produzieren den Wachstumsfaktor Epiregulin. Es handelt sich zum Großteil um Bindegewebszellen (Tumorfibroblasten). - Foto: Dr. Clemens Neufert
    Darmkrebs

    Mikroskopische Aufnahme eines Gewebsschnitts durch einen Dickdarmtumor mit Spezialfärbung: Die blau angefärbten Zellen produzieren den Wachstumsfaktor Epiregulin. Es handelt sich zum Großteil um Bindegewebszellen (Tumorfibroblasten). - Foto: Dr. Clemens NeufertEin Zusammenhang von Darmentzündung und Darmkrebs wurde seit Langem vermutet. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Federführung der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath) des Universitätsklinikums Erlangen zeigen können, dass bestimmte Bindegewebszellen ein wichtiges Brückenglied zwischen Darmentzündung und Darmkrebs bilden. Diese sogenannten Tumorfibroblasten fördern in entzündlicher Umgebung die Produktion und Freisetzung eines Schlüsseleiweißes und Wachstumsfaktors namens Epiregulin, das das Darmkrebswachstum aktiv beschleunigen kann.

    Dickdarmkrebs gehört zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen der westlichen Welt. Eine gute Heilungschance besteht trotz Fortschritten in Diagnostik und Therapie nur bei Diagnose im Frühstadium. Chronische bzw. häufig wiederkehrende Darmentzündungen bilden einen Risikofaktor für das Auftreten von Darmkrebs. „Ausgangspunkt unserer Arbeit waren umfangreiche Tumorgewebe-Analysen, bei denen die Aktivität sämtlicher Gene in verschiedenen Typen von Dickdarmtumoren automatisiert untersucht wurde. Dies führte zunächst zu einer langen Liste an potenziell interessanten Kandidatengenen, mit denen wir weitere Analysen durchführten“, beschreibt das Erlanger Forscherteam die Frühphase des Projekts.

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