Der 93. Deutsche Röntgenkongress – Ein Einblick in die Themenvielfalt

Prof. Michael Forsting, bei der Pressekonferenz zum 90. Deutschen Röntgenkongress
Prof. Michael Forsting, bei der Pressekonferenz zum 90. Deutschen Röntgenkongress

Der 93. Deutsche Röntgenkongress wird „Gegensätze verbinden“ und fährt dabei die ganze Bandbreite der Radiologie auf. Von der Rheumabildgebung bis zur Kinderradiologie erwarteten die Teilnehmer vier spannende Kongresstage.

Vom 16. bis 19. Mai 2012 findet der 93. Deutsche Röntgenkongress statt. Die Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG) erwartet als Ausrichterin des größten deutschsprachigen Kongresses der Bildgebung über 7000 Teilnehmer. Und diesen wird erneut einiges geboten: Mehr als 850 Vorträge, Seminare und Workshops zu den verschiedensten radiologischen Themen erwarten Radiologen, medizinisches Assistenzpersonal und Studenten aus aller Welt.

Berlin, im Mai 2012. „Gegensätze verbinden!“ So lautet das Motto des diesjährigen Deutschen Röntgenkongresses und meint damit nicht nur den Gegensatz eines Münchener Kongresspräsidenten in der Seefahrerstadt Hamburg. „Die fachübergreifende Zusammenarbeit auch scheinbar gegensätzlicher Bereiche stellt für den betreuten Patienten den größtmöglichen Gewinn dar.“ erläutert Professor Dr. Hermann Helmberger, Chefarzt des Zentrums für Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Dritter Orden in München und diesjähriger Präsident des 93. Deutschen Röntgenkongresses, den Leitspruch. „Dies haben wir in den von uns ausgesuchten Schwerpunktthemen berücksichtigt: Von der Abdominaldiagnostik über die Herz- und Rheumabildgebung bis zur Kinderradiologie konnten wir namhafte Referentinnen und Referenten aus aller Welt gewinnen.“

Mehr als „nur“ Röntgenbilder

Diese Programmfülle zeigt: Die Radiologie besteht nicht nur aus Röntgenbildern von Knochenbrüchen und Lungenentzündungen, sondern bietet ein breites Portfolio unterschiedlichster Themenbereiche. Die Schwerpunkt-Symposien „DRG trifft…“ tragen dieser Bandbreite an Themen Rechnung. So trifft die DRG am Donnerstag, den 17.05.2012 auf die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). In diesem Rahmen wird Priv.-Doz. Thomas Lauenstein aus Essen eine der beeindruckendsten Neuerungen der bildgebenden Diagnostik, die Ganzkörper-MRT, vorstellen. Am gleichen Tag haben Besucher des Kongresses Gelegenheit wichtige kinderradiologische Grundlagen zu erlernen: Das Symposium zur Pädiatrischen Radiologie mit dem Untertitel „Was jeder Radiologie wissen sollte“ behandelt dabei unter anderem das aktuelle Thema „CT im Kindesalter – Ja oder Nein?“. Weitere Schwerpunktthemen sind die Abdominaldiagnostik, die Rheumabildgebung, die Interventionelle Radiologie sowie der Strahlenschutz.

Das internationale Highlight: Die Röntgenvorlesung

Für die diesjährige Röntgenvorlesung konnte eine internationale Größe gewonnen werden: Richard L. Baron von der Universität Chicago, Experte für Leberdiagnostik. Für seine herausragenden Leistungen in Lehre und Forschung in der Radiologie wurde Richard Baron bereits mehrfach ausgezeichnet. Darunter der renommierte „Hounsfield Award“ von der Society of Computed Body Tomography and Magnetic Resonance und “The Roscoe E. Miller Award” von der Society of Gastrointestinal Radiologists. Über 135 Artikel und 26 Buchkapitel sind bereits von ihm erschienen und er gilt zu Recht als ein Pionier der Bildgebung des Abdominaltrakts und der Anwendungsmöglichkeiten von MRT und CT in der Gastroenterologie.

Fortbildung für Radiologen

Im Laufe der letzten Jahre haben sich neben dem Vortragsprogramm einzelne Spots herausgebildet, so beispielsweise die Serie „Fit für den Facharzt“ oder die seit Langem bestehende Reihe „Radiologie in Klinik und Praxis“ zu berufspolitischen Themen. „Beide Veranstaltungen werden auch in diesem Jahr weiter ausgebaut. Außerdem gibt es einen einheitlichen Fortbildungskatalog in den einzelnen radiologischen Disziplinen, damit die Kolleginnen und Kollegen ihre Kenntnisse auffrischen können.“ so Professor Helmberger.

Das MTRA-Programm

Eine feste Größe auf dem Deutschen Röntgenkongress ist zudem das Programm für Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA). Die Vereinigung medizinischtechnischer Berufe (VMTB) in der Deutschen Röntgengesellschaft e.V. hat sich in ihrer Themenwahl an den Schwerpunktthemen des Vortragsprogramms orientiert. So werden Gastroenterologie, Onkologie, Pädiatrie, die Herzbildgebung und die Interventionelle Radiologie eine wichtige Rolle spielen. Daneben werden wichtige Fragen des Strahlenschutzes und der Hygiene behandelt, die auf Seiten der MTRA zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Nachwuchsförderung: „Die hellsten Köpfe der Radiologie“

Eine große Erfolgsgeschichte betrifft die radiologische Nachwuchsförderung: „Die hellsten Köpfe für die Radiologie“, ein Stipendienprogramm der DRG, findet bereits zum dritten Mal statt. Hierbei können Professoren und Weiterbildungsbefugte in der Radiologie der DRG ihren „hellsten Kopf“ – einen Famulus ihrer Abteilung oder einen Studenten – mitteilen, welcher dann kostenfrei am Röntgenkongress teilnehmen kann. Die Kosten teilen sich der Vorschlaggebende und die DRG. Mit diesem Programm können die zukünftigen Radiologen und Radiologinnen einen ersten Einblick in das große Themenspektrum des radiologischen Faches wagen. Aber auch ohne Paten können Medizinstudenten kostenfrei am Kongress teilnehmen.

Die Vorlage des aktuellen Studentenausweises genügt. „Angesichts des immer größer werdenden Nachwuchsproblems, können wir gar nichts Besseres tun, als unseren Kolleginnen und Kollegen von morgen ein Podium zu bieten, auf dem sie unser Fach in seiner Vielfalt und mit seinen verbindenden Gegensätzen kennen lernen können. Nur so können wir den Bestand und die Fortentwicklung der Radiologie sichern.“ bekräftigt Professor Helmberger. Auf dem letztjährigen Kongress nahmen rund 400 Medizinstudenten teil.

Der 93. Deutsche Röntgenkongress – Daten und Fakten

Traditionell über Christi Himmelfahrt, in diesem Jahr vom 16. bis 19. Mai 2012, treffen sich Radiologen, medizinisches Assistenzpersonal und andere Experten der bildgebenden Medizin – in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal im Congress Center Hamburg (CCH). Neben den über 850 Vorträgen, Seminaren und Hands-on-Workshops findet auch diesmal wieder eine große Industrieausstellung statt. Über 130 Aussteller geben auf einer Fläche von mehr als 5000 qm einen Einblick in die technischen Innovationen moderner Bildgebung und neuer, interventioneller Behandlungsverfahren.

Die Anmeldung zum 93. Deutschen Röntgenkongress ist ab sofort auf der Homepage www.roentgenkongress.de möglich.

Am Mittwoch, 16.05.2102 um 10.30 Uhr findet im CCH Hamburg, Besprechungsraum 1, 1. Obergeschoss eine Pressekonferenz statt, zu der wir Vertreter der Medien ganz herzlich einladen.

Akkreditierungen nimmt die Pressestelle der DRG gerne entgegen. Die Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für medizinische Bildgebung e.V. (DRG) wurde 1905 in Berlin gegründet. Sie ist eine der ältesten medizinischen Fachgesellschaften.

Die DRG widmet sich der Förderung der Radiologie in allen Bereichen der medizinischen Anwendung und der Grundlagenforschung. Aktuell zählt die DRG 6.500 Mitglieder, vorrangig Radiologen und Medizinphysiker. Die DRG ist Ausrichterin des Deutschen Röntgenkongresses, des größten deutschsprachigen Fachkongresses der bildgebenden Medizin. Der 93. Deutsche Röntgenkongress findet in diesem Jahr vom 16. – 19. Mai in Hamburg statt.

DEUTSCHE RÖNTGENGESELLSCHAFT


Krebszeitung

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    Forschung

    Welche Rolle spielt die Umgebung der blutbildenden Stammzellen bei Leukämie und Lymphom?

    Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschergruppe wird künftig die Untersuchung der Umgebung von blutbildenden Stammzellen vorantreiben. Sprecher der Gruppe ist Privatdozent Dr. Robert Oostendorp von der III. Medizinischen Klinik für Hämatologie/Onkologie des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München. Ziel ist es, die unmittelbare Umgebung der Blutstammzellen im Knochenmark besser zu verstehen, um mit diesem Wissen Krankheiten des Blut- und Lymphsystems besser behandeln zu können. Die DFG fördert die Gruppe mit 2,5 Millionen Euro zunächst für drei Jahre.

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  • Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt - Quelle: ddp
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