Der mündige Patient

Patientin - pixabay

Berlin, 23.06.08. Der „mündige Patient“ ist ein von Politikern und Verbraucherschützern gern beschworenes Schlagwort. Doch um mündig entscheiden zu können, welche Kliniken, Ärzte oder Pflegeheime die besten sind, braucht der Patient Informationen. Können Qualitätsvergleiche helfen? Oder haben Kritiker Recht, die meinen, ein kranker Mensch könne gar nicht selbst entscheiden? Diese Fragen sind Thema der Podiumsdiskussion „Der mündige Patient“ am Mittwoch, 25. Juni um 19:30 Uhr in der Urania. Im Anschluss besteht für die Besucher die Möglichkeit, das EM-Halbfinalspiel in der Urania zu schauen.

Das zum 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesundheitsmodernisierungsgesetz sieht vor, die „Souveränität“ bzw. „Mündigkeit“ des Patienten zu stärken. Dabei bleibt offen, was genau unter einem „mündigen Patienten“ zu verstehen ist und wie mündig Patienten bereits heute sind. Was also charakterisiert den mündigen Patienten, welche Spielräume und Mittel stehen im Bedarfsfall zur Verfügung?

Der Tagesspiegel hat gemeinsam mit Gesundheitsstadt Berlin e.V. das Berliner Gesundheitswesen mit Hilfe von Qualitätsvergleichen untersucht und die signifikanten Ergebnisse bisher in einem Klinikführer und in einem Pflegeheimführer veröffentlicht. Und die Forderung, weitere Bereiche transparenter zu machen – etwa die ambulante Medizin – werden immer lauter. Nach Ansicht von Kritikern fehlt vielen Betroffenen aber oft das notwendige Verständnis, um die Qualität medizinischer Leistungen adäquat beurteilen zu können. In welchen Situationen kann also etwa ein Klinikführer Betroffene sinnvoll unterstützen? Auf welcher Basis werden Qualitätsvergleiche überhaupt durchgeführt und welche Rolle spielt der betreuende Arzt?

Es diskutieren:

  • Ingo Bach, Der Tagesspiegel, verantwortlicher Redakteur „Klinikführer 2008/2009“
  • Dr. Martina Dombrowski, Chefärztin, Abteilung Gynäkologie, Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
  • Dr. Stefan Etgeton, Leiter Fachbereich Gesundheit und Ernährung, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Berlin
  • Staatssekretär Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Berlin
  • Harald Möhlmann, Beauftragter des Vorstandes, AOK Berlin – Die Gesundheitskasse
  • Dr. Angelika Prehn, KV-Vorstandsvorsitzende, Kassenärztliche Vereinigung, Berlin

Moderation: Ute Welty, ARD-Hauptstadtstudio, Berlin

Der Klinikführer Berlin

Die nunmehr dritte Auflage des Klinikführers Berlin startet als achtteilige Serie am 29. Juni im Tagesspiegel. Online unter www.tagesspiegel.de/kliniktest sind alle bisherigen Folgen der Serie zusammengefasst.

Die Urania Berlin

Ihren jährlich über 200.000 Besuchern bietet die Urania Berlin neueste Erkenntnisse aus allen Wissensgebieten und ein vielfältiges Kulturangebot. Vorträge zu aktuellen Fragen der Natur- und Geisteswissenschaften, zu Gesundheit, Medizin und Psychologie sowie über fremde Länder und Kulturen gehören ebenso zum Programm wie Podiumsdiskussionen, Filme, Führungen, Seminare oder künstlerische Darbietungen. Als größtes Programmkino Berlins ist die Urania auch Spielstätte der Berlinale. 2.500 Vereinsmitglieder und 80 Partner unterstützen das ohne institutionelle Förderung realisierte Programm.

Alle Termine und weitere Informationen unter www.urania.de .

Kontakt:

Urania Berlin e.V.
Ulrich Weigand
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
An der Urania 17
10787 Berlin

Tel.: 030 / 218 90 91
Fax: 030 / 211 03 98

E-Mail: presse@urania-berlin.de
Internet: www.urania.de

Pressemitteilung der Urania Berlin, Ulrich Weigand


Krebszeitung

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  • Das HIV-Medikament Maraviroc blockiert das Oberflächeneiweiß CCR5. Dadurch werden die Makrophagen in der Leber aktiviert die Metastasen zu bekämpfen. Die Metastasen in der Leber (links) verschwanden nach Behandlung (rechts). Copyright: NCT Heidelberg
    Forschung

    Für die Metastasierung verantwortliches Protein an der Universität Rostock entschlüsselt

    Krebsforscher der Rostocker Universitätsmedizin beschreiben einen neuen Signalweg, der die Streuung von Tumorzellen auslöst. Diese Erkenntnisse stellen einen Durchbruch in der Krebsforschung dar, weil sie über ein spezielles Schlüsselprotein einen neuen Zugang zu der gefährlichen Metastasierung von Tumoren und deren Bekämpfung ermöglichen. Der Fachartikel „DNp73 Exerts Function in Metastasis Initiation by Disconnecting the Inhibitory Role of EPLIN on IGF1R-AKT/STAT3 Signaling“ – http://download.cell.com/cancer-cell/pdf/PIIS1535610813003693.pdf der Wissenschaftler wurde in der Oktober-Ausgabe der weltweit renommierten us-amerikanischen Fachzeitschrift Cancer Cell veröffentlicht.

    Krebspatienten sterben zumeist nicht am Ausgangstumor, sondern an aggressiven Metastasen. Am Beginn der Metastasierung stehen Tumorzellen, die sich vom Primärtumor ablösen. Bisher war nur ein Teil der Signalwege bekannt, durch die einzelne Krebszellen ihre Haftung an die Nachbarzellen im Primärtumor lockern können. Wissenschaftler suchten lange nach einem Faktor, der die Trennung einzelner Zellen von primären Tumoren und schließlich deren Streuung anstößt. Jetzt hat eine Gruppe von Forschern um Professor Brigitte Pützer, Direktorin des Instituts für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung an der Universität Rostock, mit DNp73 ein Schlüsselprotein in Tumorzellen ausgemacht, das ihnen die Ausbreitung in den Körper ermöglicht.

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  • Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
    dkfz

    T-Zellen, die eine regulierende Funktion im Immunsystem haben, sprechen anders auf Apoptoseauslöser an als T-Zellen, die die eigentliche Abwehrreaktion ausmachen (Effektor-T-Zellen). Dies zeigte Dr. Benedikt Fritzsching in Zusammenarbeit mit Kollegen im Deutschen Krebsforschungszentrum und weiteren Partnern von der Universität Heidelberg jetzt erstmals in Untersuchungen* an menschlichen T-Zellen. Die Erkenntnisse bieten möglicherweise neue Ansatzpunkte für die Therapie von Krebs und Autoimmunerkrankungen.

    Erkenntnisse zur Regulation der Immunabwehr bieten neue Therapiemöglichkeiten

    Regulatorische T-Zellen hemmen die Wirkung anderer Lymphozyten und steuern damit die Stärke einer Abwehrreaktion. Ein Überschuss an Effektor-T-Zellen führt bei Mäusen zu Autoimmunerkrankungen, während ein Übermaß an regulatorischen T-Zellen die Entstehung von Krebs begünstigt: Die regulatorischen T-Zellen unterdrücken die Effektor-T-Zellen und unterbinden die körpereigene Bekämpfung von Tumoren.

     

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