Deutsche Krebshilfe fördert Leukämie-Studie der MHH mit 2,4 Millionen Euro

Das Bild zeigt den Aufbau eines Leukozyten, der sich nach rechts oben bewegt. - Tim Lämmermann/Michael Sixt, MPI für Biochemie
Das Bild zeigt den Aufbau eines Leukozyten, der sich nach rechts oben bewegt. - Tim Lämmermann/Michael Sixt, MPI für Biochemie

Die Ziele der Wissenschaftler: bessere Therapien und höhere Überlebenschancen

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 130 Kinder an einer akuten myeloischen Leukämie (AML). Dabei handelt es sich um eine besonders aggressive Form von Blutkrebs. Eine internationale Studiengruppe mit der Zentrale in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich daran, die Therapien zu optimieren, damit die jungen Patienten bessere Überlebenschancen haben und weniger unter Nebenwirkungen leiden müssen.

Die Deutsche Krebshilfe hat diese AML-BFM- Studiengruppe bereits mehrmals unterstützt. Jetzt können sich die Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Dr. Dirk Reinhardt, Oberarzt an der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, erneut über finanzielle Hilfe freuen: Die Deutsche Krebshilfe fördert die AML-BFM-Studie mit 2,4 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre.

AML ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems. Anstatt normaler Blutkörperchen bildet es nur unreife Leukämiezellen. Kinder, die daran erkranken, können nur mit intensiver Chemotherapie geheilt werden. Die AML-BFM-Studiengruppe gibt es seit 1978. Waren anfangs nur Wissenschaftler aus Berlin, Frankfurt am Main und Münster (BFM) dabei, kooperieren heute rund 60 Kinderkliniken aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und der Tschechischen Republik. Alle Kinder, die in diesen Ländern an AML erkranken, werden der Studienzentrale in Hannover gemeldet. Hier werden die Daten gesammelt, miteinander verglichen und ausgewertet. „Wir beraten Kliniken und führen die zentrale Referenzdiagnostik durch. Auch die Koordination europaweiter Kooperationen liegt in unseren Händen“, erklärt Professor Reinhardt. Zudem erforschen die Wissenschaftler in klinischen Studien und grundlagenorientierten Projekten die Ursachen für die Leukämie, neue Therapien und Merkmale, die das Risiko für einen Rückfall erhöhen.

Durch die Arbeit der Studiengruppe konnten die Überlebenschancen von Kindern und Jugendlichen mit akuter myeloischen Leukämie erheblich verbessert werden. Aktuell werden mehr als 65 Prozent der Betroffenen in Deutschland geheilt. Auch in Zukunft will die AML-BFM-Studiengruppe daran arbeiten, die Überlebensraten der jungen Patienten noch weiter zu verbessern und die therapiebedingten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen zu reduzieren.

Die Förderung der Deutschen Krebshilfe wird in der Studie vor allem in die Verbesserung der Therapieeffektivität und Bestimmung des Therapieansprechens für eine optimierte Behandlung fließen. Professor Reinhardt: „Wir möchten allen Kindern die Chance geben, die Leukämie zu besiegen. Hierzu müssen wir neue Therapieoptionen entwickeln.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Dirk Reinhardt,
Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie,
Telefon (0511) 532-6720,
reinhardt.dirk@mh-hannover.de

Pressemitteilung Medizinische Hochschule Hannover, Stefan Zorn


Krebszeitung

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  • Blasenspiegelung (Zystoskopie) beim Mann mit einem flexiblen Zystoskop - Bild: Detlef Höwing
    Harnblasenkrebs

    Im letzten Artikel haben wir über die Risiken, die zu Harnblasenkrebs führen können, aufgeklärt und über mögliche Vorsorge- und Früherkennung berichtet, der ein Mittel darstellt, frühzeitig Blasenkrebs zu erkennen. In diesem Artikel beschäftigen wir uns nun mit den diagnostischen Möglichkeiten, Harnblasenkrebs (auch Blasenkrebs oder medizinisch Urothelkarzinom genannt) zu erkennen.

    Symptome

    Harnblasenkrebs wird oftmals zu spät erkannt, da Symptome der Erkrankung oft sehr spät auftreten und von Arzt wie Patient falsch gedeutet werden können, da gleiche Symptome auch auf weniger gefährliche Erkrankungen hinweisen können. Gerade der Anteil der zu spät diagnostizierten Frauen ist sehr hoch, da bestimmte Frauenleiden die gleiche Symptomatik haben können.

    Die Symptome im Einzelnen:

    • Häufig auftretende Infekte oder Entzündungen der Harnblase
    • Schmerzen beim Wasserlassen
    • Häufiger Harndrang
    • Harninkontinenz
    • Harnverhalt
    • Sichtbare oder nicht sichtbare Blutbeimengungen im Urin (Makro- oder Mikrohämaturie)
    • Zellklumpen im Urin

    Wenn diese Symptome auftreten, ist unbedingt der Arztbesuch bei einem Urologen zu empfehlen, der den Ursachen auf den Grund gehen wird. Bei Blutbeimengungen im Urin ist auf jeden Fall ein Harnblasenkrebs auszuschließen, so die Empfehlung der internationalen Leitlinien zum Harnblasenkrebs

    Schmerzen entstehen oft erst sehr spät in weit fortgeschrittenen Stadien oder wenn ein Harnleiter (von der Niere zur Harnblase) oder die Harnröhre durch einen Tumor verlegt ist. In diesem Fall können die Schmerzen auch in den Flanken oder im Rücken sein, wegen der Stauung oder Entzündung der betroffenen Niere.

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  • UBC-Rapid - Quelle: consile
    DGU-Kongress 2014
    Freiburg, 2. Oktober 2014 – Der weltweit erste quantitative Schnelltest für die Früherkennung des Harnblasenkarzinoms ist einfach und schnell in der niedergelassenen Praxis anwendbar und erzielt dabei gut reproduzierbare Ergebnisse. Dieses Fazit zog Dr. Gerson [...mehr lesen]

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