Deutsche Krebshilfe fordert zum Rauchstopp auf

Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer

Bonn (jft) – Zum 1. September 2005 tritt die dritte und vorerst letzte Stufe der Erhöhung der Tabaksteuer in Kraft. Die Preise für Zigaretten werden dann um 1,2 Cent pro Stück steigen. „Die Erhöhung der Tabaksteuer ist ein wichtiger Beitrag zur Tabakkontrolle in unserem Land“, so Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Wir wissen, dass Preiserhöhungen dazu beitragen, die Raucherquote zu senken. Dies dient der Gesundheit, insbesondere dem Schutz vor Krebs.“ Die Deutsche Krebshilfe stellt allen Interessierten den Ratgeber „Aufatmen – Erfolgreich zum Nichtraucher“ und weitere nützliche Informationen kostenlos zur Verfügung.

Ein rauchfreies Leben schont Gesundheit – und Geldbeutel!

Innerhalb von wenigen Jahren kletterte der Preis für eine Schachtel Zigaretten auf vier Euro. „Die Deutsche Krebshilfe begrüßt diese Maßnahme sehr“, so Nettekoven. Aber die Tabaksteuererhöhung allein reicht nicht aus:
„Angesichts von 20 Millionen Rauchern in Deutschland und rund 140.000 Menschen, die hierzulande jährlich an den Folgen des Tabakkonsums sterben, besteht dringender Handlungsbedarf.“

Nach wie vor werden Feinschnitt, Zigaretten-Sticks, Zigarillos, Pfeifentabak und Zigarren geringer besteuert. Nach wie vor klagt die Bundesregierung gegen das am 1. August 2005 in Kraft getretene europaweite Tabakwerbeverbot, das gerade Kinder und Jugendliche vor der Verlockung des Rauchens schützen soll. Nach wie vor ist der volkswirtschaftliche Schaden durch das Rauchen in Deutschland deutlich höher als die Einnahmen aus der Tabaksteuer.

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, nicht nur auf das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes zu achten, sondern vor allem auch deren Gesundheit zu schützen“, sagt der Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die Deutsche Krebshilfe setzt sich daher für eine umfassende Tabakkontrollpolitik ein, um den Einstieg in die Sucht zu verhindern und den Ausstieg zu fördern. Besonders eine frühe Aufklärung der jungen Menschen ist von großer Bedeutung. Schon der erste Griff zur Zigarette soll verhindert werden. Zum einen vermittelt die Deutsche Krebshilfe allen gesellschaftlichen Vorbildern – Eltern, Lehrern, Ärzten – , wie wichtig ein gesunder Lebensstil ist. Zum anderen motiviert sie junge Menschen im Rahmen von Nichtraucher-Projekten, mit dem Rauchen aufzuhören oder es erst gar nicht zu beginnen.

Mit ihren Informationsbroschüren und -faltblättern bietet sie aufhörwilligen Rauchern Hilfestellung beim Rauchstopp. Außerdem unterhält sie gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ) eine Nichtraucher-Hotline für Krebs-Patienten und deren Angehörigen. Unter der Rufnummer 06221-42 42 24 wird wochentags von 15 bis 19 Uhr eine kostenlose, persönliche Beratung angeboten. Alle Materialien der Deutschen Krebshilfe gibt es kostenfrei bei der Geschäftsstelle in Bonn (Postfach 1467, 53004 Bonn) oder im Internet unter www.krebshilfe.de .

Info-Kasten: Rauchen und die Folgen

In Deutschland rauchen rund 20 Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren. Zigarettenrauchen führt in Deutschland jährlich zu mehr Todesfällen als Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Rund 140.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an den Auswirkungen des Tabakkonsums – etwa 380 Personen pro Tag. Raucher haben ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko für Lungenkrebs, Blasenkrebs, Krebs des Mund-, Kiefer- und Rachenraums sowie des Kehlkopfes und zahlreiche andere Tumoren.

Für die Deutsche Krebshilfe einmalig oder kontinuierlich spenden

Sie können die Arbeit der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen KinderKrebshilfe durch eine persönliche Spende unterstützen. Sie entscheiden, ob Sie die gemeinnützige Arbeit oder lieber direkt die von der Deutschen Krebshilfe oder der Deutschen KinderKrebshilfe geförderten Projekte unterstützen möchten. Spenden können Sie einmalig oder kontinuierlich, zum Beispiel online per Bankeinzug oder Kreditkarte. Oder per Post oder Fax mit der dafür vorbereiteten Einzugsermächtigung. Überweisungsträger erhalten Sie bei vielen Kreditinstituten oder von der Deutschen Krebshilfe.

Spendenkonto:

Deutsche Krebshilfe
Konto 909093
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98

IBAN:
DE98 3705 0198 0000 909093
SWIFT/BIC: COLSDE33

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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