Deutsche Krebshilfe warnt

Krebshilfe

Bonn (ek) – Die Deutsche Krebshilfe finanziert all ihre Aktivitäten aus Spenden engagierter Bürger. Zunehmend nutzen jedoch unseriöse Straßensammler die Spendenbereitschaft aus. Sie sammeln angeblich zugunsten der Deutschen Krebshilfe oder der Deutschen KinderKrebshilfe in Fußgängerzonen, auf offener Straße oder an Haustüren. „Die Deutsche Krebshilfe sammelt nicht auf der Straße!“ betont Bernd Schmitz, Geschäftsführer der Organisation. Jeder, der Geld in Sammeldosen steckt, müsse sich bewusst sein, dass der Verwendungszweck seiner Spende nicht kontrollierbar ist, da keine staatliche Behörde den Sammler oder die Verwendung des gesammelten Geldes überprüfe.

Deutsche Krebshilfe sammelt nicht auf der Strasse

Warnung vor dubiosen Sammel-Aktionen bundesweit

Im Clowns-Kostüm stehen sie vor großen Kaufhäusern, mit Sammeldosen bedrängen sie Passanten, durch selbst gebastelte Sammelausweise versuchen sie sich zu legitimieren: Spendensammler, die auf offener Straße angeblich für die Deutsche Krebshilfe oder die Deutsche KinderKrebshilfe unterwegs sind. Die Deutsche Krebshilfe legt großen Wert darauf, dass sie keinerlei unkontrollierte Sammelaktionen durchführt. Im Gegenteil: „Jeder Aktionist, der ein Fest zu unseren Gunsten veranstaltet, ein Event für uns plant oder mit seiner Drehorgel auftritt, steht in engem Kontakt zu unserer Geschäftsstelle und hält sich an die Spielregeln“, so Schmitz. Aktionen für die Deutsche Krebshilfe werden zumeist in der Presse angekündigt und finden in überschaubarem Rahmen statt.

Die Einnahmen der Deutschen Krebshilfe lagen im Jahr 2003 bei insgesamt 73,2 Millionen Euro. Den größten Einnahmeposten stellten 2003 die 422 Erbschaften und Vermächtnisse mit 30,2 Millionen Euro dar. Rund 22,6 Millionen Euro erhielt die Deutsche Krebshilfe aus Einzelspenden und Mitgliedsbeiträgen. Aus Veranstaltungen und Aktionen flossen der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen KinderKrebshilfe 2,6 Millionen Euro zu. „Gerade unseren Aktionisten sind wir dankbar für ihr lobenswertes Engagement“, sagt Schmitz. Mit den ihr zur Verfügung gestellten Spenden finanziert die Deutsche Krebshilfe nach ihrem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ Projekte, die krebskranken Menschen Hilfe versprechen.

Quelle: Deutsche Krebshilfe, Bonn, 02. August 2004


Krebszeitung

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  • Krebssymbol - pixabay
    Deutsche Krebshilfe

    Berlin (ct) – Am 25. September 1974 gründete Dr. Mildred Scheel die Deutsche Krebshilfe. In den 30 Jahren ihres Bestehens hat die größte Bürgerinitiative gegen den Krebs viel erreicht: Sie unterstützte die Gründung von Tumorzentren und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Krebs-Medizin. Die deutsche Krebsforschung hat ein international anerkannt hohes Niveau – auch dank der Forschungsförderung durch die Deutsche Krebshilfe. Krebs ist heute kein Tabu mehr, und in der Gesundheitspolitik setzt die Deutsche Krebshilfe Akzente im Sinne der Krebs-Patienten. Doch die Versorgung krebskranker Menschen ist in Deutschland noch immer nicht ideal. Die Deutsche Krebshilfe wird auch in Zukunft alles daran setzen, Strukturprobleme zu lösen, Kommunikationsdefizite zu beheben und Versorgungslücken zu schließen.

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  • Blick durchs Mikroskop: Der rote Farbstoff ist ein spezieller Tumorzell-Marker, das Skelett der zum Teil riesigen Tumorzellen ist in grün dargestellt, die Zellkerne in blau. © Aufnahme: Roman Reinartz/Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Uni Bonn
    Krebs bei Kindern

    Epigenetischer Fehler stoppt Zellreifung – Vorhersage über Krankheitsverlauf möglich?

    Nicht das Gen ist fehlerhaft: Es hat nur seine Markierung verloren, wird fälschlicherweise abgelesen und trägt so zur Entstehung akuter lymphatischer Leukämien (ALL) bei Kindern bei. Das ist, stark verkürzt, das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler des Forschungsinstituts Kinderkrebs-Zentrum Hamburg jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „The Journal of Experimental Medicine“ (JEM) veröffentlicht haben.

    „Die ALL ist nicht, wie bisher angenommen, ausschließlich eine genetische Erkrankung. Gen-Mutationen sind nicht alleine die Ursache, damit aus einer gesunden Zelle eine Leukämie wird“, erklärt Professor Dr. Martin Horstmann, wissenschaftlicher Direktor des Instituts, „vielmehr spielen auch epigenetische Veränderungen, das heißt chemische Veränderungen an der Gensequenz und seiner Verpackung eine wesentliche Rolle“.

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