DGHO-Frühjahrstagung 2013: Medikamentöse Tumortherapie im Fokus

Krebssymbol - pixabay
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Berlin, 5. Februar 2013 – Unter dem Motto „Medizinische Onkologie: Neue Medikamente – Hoffnungsträger mit Risiken” lädt die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. zur diesjährigen Frühjahrstagung nach Berlin ein. Vom 7. bis 8. März werden namhafte nationale und internationale Experten zum gesundheitspolitischen Dialog erwartet. Erstmals wird die Tagung gemeinsam mit der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie e.V. (GPOH) ausgerichtet. Der Kongress findet im dbb forum berlin statt und ist mit insgesamt 7 Punkten zertifiziert.

Schwerpunkt der DGHO-Frühjahrstagung ist in diesem Jahr die medikamentöse Tumortherapie. Onkologischer Fortschritt vollzieht sich in kleinen Entwicklungsschritten und wirft neue Fragen auf, etwa wie der Nutzen einer Therapie frühzeitig bewertet werden kann, welche Endpunkte je nach Krankheitsstadium tatsächlich Aussagen über den Nutzen einer Therapie ermöglichen oder wie die Versorgung mit wirksamen Zytostatika besser sichergestellt werden kann.

Die Sitzungen am Donnerstag, den 7. März beschäftigen sich mit den neuen Möglichkeiten gezielter Krebstherapie, der Definition von patientenrelevanten Endpunkten sowie der (Fehl-)Steuerung im Gesundheitswesen im Hinblick auf den ambulanten und stationären Sektor und die Kostenträger. Für die englischsprachige Sitzung „Benefit-Risk Assessment of New Drugs – Patient Related Outcome“ von 13:00 bis 14:30 Uhr konnte Prof. David Cella von der Northwestern University Feinberg in Chicago für einen Vortrag über „Health Related Quality of Life“ gewonnen werden. Cella befasst sich seit Jahren intensiv mit der Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität in klinischen Studien und der klinischen Praxis.

Die gesundheitspolitische Sitzung am Freitag, den 8. März von 14:15 bis 16:30 Uhr, widmet sich dem dringlichen Problem der Medikamentenengpässe in der Onkologie. Alan Howard, Geschäftsführer der European Society for Medical Oncology, wird neben Prof. Mathias Freund (DGHO) und Prof. Angelika Eggert (GPOH) über die besorgniserregende Zunahme an Versorgungsengpässen bei onkologischen Wirkstoffen in jüngster Vergangenheit sowie mögliche Strategien zu deren Vermeidung diskutieren.

Ergänzt werden die Veranstaltungen durch die Satellitensymposien „Patientenrelevante Endpunkte beim Mammakarzinom“ und „Klinische Relevanz vs. Patientenrelevanz?! – Eine Standortbestimmung“.

Weitere Informationen zum Programm unter: http://www.dgho-service.de/tagungen_seminare_weiterbildungen/dgho_fruhjahrstagung

Frühjahrstagung 2013
Die Frühjahrstagung der DGHO widmet sich alljährlich medizinpolitischen Themen und übergeordneten inhaltlichen Schwerpunkten in Form von Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Die Tagung ist ein wichtiges Forum des Austauschs über die verschiedenen Aktivitäten der Fachgesellschaft in Form von Arbeitskreistreffen, Studienleitertreffen von DGHO und GPOH, Beiratssitzungen sowie Sitzungen von ADHOK und BNHO. Erstmals wird die Tagung gemeinsam mit der GPOH ausgerichtet. Die DGHO-Frühjahrstagung ist von der LÄK Berlin am 7.3.13 mit 5 Punkten und am 8.3.13 mit 2 Punkten zertifiziert. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie
Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. besteht seit 75 Jahren und hat heute mehr als 2.700 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit der Ausarbeitung von Aus-, Fort- und Weiterbildungscurricula, der Erstellung von Behandlungsleitlinien und Behandlungsempfehlungen sowie mit der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungsseminaren fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen.

Pressemitteilung der Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Akzent Medizinische Onkologie e.V / DGHO Hauptstadtbüro, Ulrike Feldhusen, Kirsten Thellmann


Krebszeitung

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  • Strahlentherapie - Quelle: Deutsche Krebshilfe
    Brustkrebs

    Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) lässt im Rahmen eines Forschungsvorhabens ab Juli 2012 federführend durch die Universität Münster überprüfen, wie wirksam das deutsche Mammographie-Screening- Programm die Brustkrebs-Sterblichkeit verringert.

    Seit 2009 können in ganz Deutschland Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre eine Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs in Anspruch nehmen. Das Ziel des Programms ist es, durch ein flächendeckendes, qualitätsgesichertes Screening bei dieser Altersgruppe die Zahl der Erkrankungen mit tödlichem Ausgang zu senken. „Die Universität Münster wird in dieser langfristig ausgelegten Studie wissenschaftlich fundiert analysieren, ob dieses Ziel erreicht wird. Der Nutzen des Programms muss größer sein als die möglichen Risiken“, sagt Wolfgang Weiss, Fachbereichsleiter beim BfS. „Schließlich ist jede Untersuchung mit einer zusätzlichen Strahlenbelastung verbunden. Mit dieser Studie wird ein weiteres wichtiges Element neben den umfangreichen Qualitätssicherungsmaßnahmen des Screening-Programms umgesetzt.“

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  • Bei akuter myeloischer Leukämie vermehren sich unreife Blutzellen ungezügelt im Knochenmark. Foto: Andreas Neubauer
    Forschung

    Bei akuter myeloischer Leukämie vermehren sich unreife Blutzellen ungezügelt im Knochenmark. Foto: Andreas NeubauerMarburger Mediziner haben eine neue Klinische Forschergruppe etabliert, um Gene zu untersuchen, die Tumorzellen resistent gegenüber Krebsmedikamenten machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert sieben Teilprojekte mit 2,3 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre, die Universität steuert dieselbe Summe bei. In naher Zukunft wird Krebs vermutlich die Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache Nummer eins ablösen, wie es sich aktuell bereits in den Vereinigten Staaten und in China abzeichnet. „Eines der größten Probleme bei Krebs sind Resistenzen gegenüber Chemotherapeutika“, erläutert Professor Dr. Andreas Neubauer, der Sprecher der Forschergruppe KFO 210 „Genetics of drug resistance in cancer“.

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