Die an den Krebszellen ziehen – Spitzenforscher zu Symposium in Leipzig

Fluoreszenz-Mikroskopie des MAGE-Antigens auf einer Brustkrebszelllinie - Quelle: Dr. H. Schwarzenbach
Fluoreszenz-Mikroskopie des MAGE-Antigens auf einer Brustkrebszelllinie - Quelle: Dr. H. Schwarzenbach

Sie sind dem Krebs auf der Spur, indem sie u.a. die biomechanischen Eigenschaften der Krebszellen untersuchen: 120 Wissenschaftler aus aller Welt, von Doktoranden bis zu Spitzenforschern, treffen sich vom 24. bis 27. September 2013 in Leipzig zum 4. Symposium „Physics of Cancer“. „Das ist weltweit die entscheidende Konferenz zu diesem Thema“, sagt Mitorganisator Prof. Dr. Josef A. Käs, Biophysiker an der Universität Leipzig. Mit seinem Team ist er in der Lage, Krebszellen auseinanderzuziehen und ganze Gewebelandschaften zu vermessen. Die Leipziger haben sich in der Zellbiomechanik eine Führungsrolle erarbeitet.

Eine Zelle muss besondere Materialeigenschaften haben, um sich durch den Körper zu bewegen. Wir wissen bereits, dass alle Krebszellen gemeinsame Eigenschaften haben. Die Frage ist: Wann und wo bekommen sie die? Es sind die biomechanischen Änderungen, die in allen Tumoren vonstattengehen, die uns interessieren“, erläutert Käs. „Wenn wir darüber mehr wissen, dann können wir Tumore besser diagnostizieren und gezielter behandeln.“ Metastasen früh erkennen, die Patienten schonender als mit Chemotherapie behandeln, die Gefahr von Rückfällen verringern – all das zählt zu Käs‘ Zukunftsvision.

Der Leipziger Biophysiker ist Miterfinder des sogenannten „Optical Stretchers“. „Wir richten Laserstrahlen auf die Zellen und ziehen sie damit auseinander, um sie zu unterscheiden“, erläutert Käs die Methode, mit der er sich viele Meriten erworben hat. „Unsere Gruppe zählt zu denen, die das Feld der Zellbiomechanik etabliert haben – das ist ein Grund dafür, dass wir diese Konferenz ausrichten.“

Neben der Biomechanik gibt es weitere spannende Forschungsfelder, die bei „Physics of Cancer“ zur Sprache kommen, zum Beispiel die Zellbeweglichkeit, molekulare Motoren und das „Data Mining“, die Modellierung und Analyse von biologischen Daten mit Methoden der statistischen Physik. Zu den Organisatoren zählen Claudia Mierke, an der Universität Leipzig Professorin für Biologische Physik und Physik der weichen Materie, Valerie Weaver, Direktorin des „Center for Bioengineering and Tissue Regeneration“ an der University of California in San Francisco und Prof. Dr. Harald Herrmann-Lerdon vom Deutschen Krebsforschungszentrum.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Josef A. Käs
Telefon: +49 341 97-32470
E-Mail: jkaes@physik.uni-leipzig.de
Web: <www.uni-leipzig.de/~physik/exp1.html>

zur Tagung:
Web: www.uni-leipzig.de/poc/2013/

Pressemitteilung Universität Leipzig, Carsten Heckmann

Abgestimmte Lungenkrebstherapie


Krebszeitung

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  • Der HDAC-Inhibitor verstärkt deutlich die Wirkung eines Chemotherapeutikums in Prostatakrebszellen. - Quelle: Prof. James Beck, Universitätsklinikum Jena
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    Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Universitätsklinikum Heidelberg identifizierten das Enzym HDAC11 als vielversprechende Zielstruktur für neue Krebstherapien. Wird das Molekül ausgeschaltet, so stellen die Krebszellen ihr Wachstum ein und sterben ab. Normalen Zellen schadet eine Blockade von HDAC11 dagegen nicht. Auf der Basis dieser Ergebnisse suchen die Forscher nun nach selektiven Wirkstoffen gegen HDAC11.

    Bei der Suche nach neuen Krebsmedikamenten werden seit einigen Jahren Substanzen erprobt, die die so genannten HDAC-Enzyme hemmen. „Studien haben gezeigt, dass solche HDAC-Inhibitoren das Wachstum von Krebszellen in der Kulturschale sehr gut bremsen. Aber außer bei einem seltenen Lymphdrüsenkrebs sind diese Medikamente im klinischen Einsatz leider nicht gegen bösartige Tumoren wirksam“, sagt Prof. Dr. Olaf Witt, Leiter einer Forschungsabteilung im Deutschen Krebsforschungszentrum und Kinderarzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg.

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  • Krebssymbol - pixabay
    Seltene Tumorarten

    Wissenschaftler der Universität Bremen und Hamburger Mediziner entdecken neuen Tumormarker. Über die Pilotstudie berichtet das British Journal of Cancer.

    Hodenkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei jungen Männern in der Altersgruppe zwischen 20 und 40 Jahren. Ein wichtiges Hilfsmittel zur Beurteilung des Krankheitsverlaufes ist die Bestimmung der Konzentration sogenannter Biomarker im Blut der Patienten. Für einen großen Teil der Patienten fehlten allerdings bisher geeignete Biomarker. Diese Lücke hilft ein neuer Marker zu schließen, über den Wissenschaftler des Zentrums für Humangenetik der Universität Bremen und Mediziner des Hamburger Albertinen Krankenhauses jetzt im renommierten British Journal of Cancer berichten.

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