Die Neoblase

Operationsmethode

Nach dem Entfernen der Harnblase (beim Mann zusammen mit der Prostata und den Samenblasen – bei der Frau mit der Gebärmutter, den Eileitern und Eierstöcken und ggf. dem hinteren Teil der Scheide) wird je nach Operationstechnik ein etwa 40 – 70cm langes Stück Dünndarms (ausgehend von der zu erhaltenden Ileozökalklappe) zur Bildung der Neoblase ausgeschaltet. Der ausgeschaltete Teil wird W-förmig angeordnet, längs aufgeschnitten, um dann mit der jeweilig gegenüber liegenden Seite zu einer Platte Seit-zu-Seit vernäht zu werden.

Dünndarm-ausgeschaltet und w-förmig längs aufgeschnitten und zu einem Beutel zusammengenäht, od ass eine Neoblase entsteht. - Bild: Detlef Höwing
Dünndarm-ausgeschaltet und w-förmig längs aufgeschnitten und zu einem Beutel zusammengenäht, od ass eine Neoblase entsteht. – Bild: Detlef Höwing

Nach der Konstruktion der Dünndarmplatte werden die beiden Harnleiter durch eine Schleimhaut-Tunnelung eingenäht. Dann erfolgen der Anschluss der Harnröhre und das Vernähen der Darmplatte zu einer Blase, nachdem zur Unterstützung der Heilung vorübergehend Ableitungen der Harnleiter und der neuen Neoblase durch die Bauchdecke gelegt werden.

Nach einer Dichtigkeitsprüfung erfolgt noch das Entfernen des Blinddarmes, wenn dies nicht schon vorher geschehen ist und das Schließen der Operationsöffnung des Bauchraumes.


Krebszeitung

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