Die Neoblase

Nach der OP

Nach der OP wird der Patient meist in den intensiv-pflegerischen Bereich verlegt, wo seine Stabilisierung und engmaschige Pflege der verschiedenen Harnableitungen erfolgt und die anfänglichen Probleme, wie Schmerzen oder Verstopfungen behandelt werden und er wieder mobilisiert wird. In der Regel dauert diese intensive Pflege 3-7 Tage.

Sie können hierzu auch den Artikel: “Meine Geschichte” auf der Webseite:
www.selbsthilfe-harnblasenkrebs.de nachlesen.

Bereits auf der normalen Station wird der Patient zum richtigen Umgang mit seiner neuen Neoblase im Hinblick auf die Ernährung und des Trinkverhaltens, wie auch den verantwortungsvollen Umgang mit seiner Neoblase angeleitet. Die krankengymnastische Mobilitätsförderung steht neben der Pflege der Harnableitungen und der notwendigen Spülungen mittels ACC zunächst im Vordergrund.

Nachdem nach 12-15 Tagen die Nähte der Neoblase verheilt sind und ein Funktions- und Dichtigkeitstest erfolgt ist, wird der Harnröhrenkatheter gezogen. Nun ist die Zeit gekommen, dem Patienten die Funktionsweise der Bauchpresse zur kompletten Entleerung der Neoblase zu zeigen. Da die Neoblase zunächst ein geringes Volumen (ca. 100-150ml) hat und der Schließmuskelapparat zum Verschließen der Harnröhre nur ungenügend funktioniert, werden zunächst Vorlagen und Windeln benötigt, da immer wieder Urin austritt.

Um die Harnröhre dicht verschließen zu können, bedarf es eines speziell hierfür entwickelten Trainings, bei dem Schließmuskel und Beckenboden auf die zusätzliche Arbeit angeregt werden. Nach physiotherapeutischen Anleitung muss der Patient dieses Training mehrmals am Tag kontinuierlich weiterführen. Eine vollständige Kontinenz tagsüber sollte so nach spätestens einem halben Jahr erreicht werden.

Sehr zu empfehlen ist eine Anschlussheilbehandlung in einer speziellen urologischen Klinik, wo geschultes Personal zur Verfügung steht und wo den Patienten der Umgang mit der Neoblase vermittelt wird und die das primäre Ziel – Das Erreichen einer vollständigen Kontinenz – im Auge haben und die Patienten entsprechend anleiten können.

Da bei etwa 30% der Patienten sich nachts der Beckenboden und der Schließmuskel der Harnröhre sehr stark entspannt und unwillkürliche Kontraktionen der Neoblase zu einem

Harnverlust führen, wird bei diesen eine nächtliche Harninkontinenz auftreten, die nur durch regelmäßiges Entleeren (etwa alle 1-2 Stunden) vermindert werden kann.

Hier gibt es aber Hilfsmittel, wie Vorlagen und Windeln, oder für Männer Kondomurinale mit Beutel, die eine zufriedenstellende Lebensqualität für die Betroffenen herstellen können. Neue minimalinvasive Eingriffe, bei denen ein Gel in das Harnröhrengewebe gespritzt wird, um diese zu verengen, können auch hier Abhilfe schaffen. Vorraussetzung ist jedoch, dass die Neoblase nicht zu Kontraktionen neigt, was zunächst geprüft werden muss und auch keine Verwachsungen (Stenosen) im Anschlussbereich Neoblase – Harnröhre vorhanden sind, die zu einem Verschluss der Harnröhre führen könnten.

 


Krebszeitung

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